Die Schwäne tanzen wieder

 

1875-76 komponierte Pjotr Iljitsch Tschaikowski „Schwanensee“ nach dem Libretto von Wladimir Begitschew und Wasily Geltzer im Auftrag des Kaiserlichen Theaters Moskau. Die Uraufführung 1877 in Moskau im Bolschoi-Theater war ein totaler Misserfolg. Erst 1934 gelang der Durchbruch mit dem London-Emigranten Nikolai Sergejew.
Heute gehört Schwanensee zu den meist aufgeführten Balletten und ist aus dem internationalen Standardrepertoire des Balletts nicht mehr wegzudenken.

 

Die russische Ballettcompany, das "St. Petersburg Festival Ballet", ist ein hochkarätiges Ensemble, das mit seiner strengen klassischen Eleganz  und einer vollkommenen Tanzleistung weltweit überzeugt. Im Winter 2017/18 kommt das Ensemble für wenige Tage nach Österreich und präsentiert in ausgewählten Städten die märchenhaften Ballettklassiker "Schwanensee" und "Nussknacker".

 

Tickets sind bereits im Vorverkauf bei Ö-Ticket, online sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Am 16.12.2017, 18.00 Uhr, gastiert die Company mit „Schwanensee“ in der Wiener Stadthalle, Halle F. Am 04.01.2018, 19.30 Uhr, im Innsbruck Congress, am 10.01.2018, 19.30 Uhr, im Festspielhaus St. Pölten und am 11.01.2018, 19.30 Uhr, im Welser Stadttheater.

Zu den einmaligen Kompositionen Tschaikowskis mit den dramaturgisch-choreografischen Überlieferungen von Marius Petipa und Lew Iwanow erzählen die Tänzer und Tänzerinnen die fabelhafte Geschichte von der verzauberten Schwanenprinzessin, die nur die wahre Liebe aus dem Bann des bösen Zauberers erlösen kann.  Ein beeindruckendes Bühnenbild des genialen Theater-Designer Vjatscheslav Okunev setzt die Geschichte eindrucksvoll in Szene.

 

Ebenfalls märchenhaft schön wird es am  03.01.2018, 19.00 Uhr, im Festspielhaus Bregenz und am 08.01.2018, 15.00 Uhr, im Orpheum Graz, wenn das St. Petersburg Festival Ballet "Nussknacker" präsentiert. 

(JT 2017)

 

Fotos beigestellt von Allegria

Pfiffige Kids und Teens gehen ins Theater

 

Damit Kinder die Liebe zum Theater entdecken und entwickeln können, ist es notwendig, dass sie so früh wie möglich spannende und unterhaltsame Vorstellungen sehen. Das Theater Akzent ist hier ein guter Vorreiter und bietet mit dem Abo für Kids von 6 bis 10 oder dem Jugend-Abo ab 12 Jahren eine gute Auswahl an Theaterstücken, damit die Jugend so richtig hinein kippen kann in die Bretter, die die Welt bedeuten.

 

Das Kinder-Abo 2017/2018 für die Minis von 6 bis 10 beinhaltet 4 Vorstellungen an Samstagen – es gibt 5 verschiedene Terminkombinationsmöglichkeiten. Zu sehen sind vom Theater mit Horizont „In 80 Tagen um die Welt“ über den berühmtesten Wettlauf gegen die Zeit, vom Verein Rabauki „Lilly und die Angstfee“ über die kleine Fee Quendy, die den Menschen helfen will, von Michaela Obertscheider und Ensemble „Nikki“, ein theatraler Wimmel-Bilder-Bogen mit Witz und Poesie über die großen Wünsche der Kleinen und von IFANT „Alice im Wunderland“ nach Motiven des Kinderbuchs von Lewis Carroll.

 

Das neue Jugend-Abo 12+ 2017/2018 zeigt von Michaela Obertscheider und Ensemble „Reinecke im Rampenlicht“, eine tierisch-komische Tragödie frei nach Goethe, inspiriert von William Shakespeare bringen IFANT „Was ihr wollt – was ich bin“ auf die Bühne, das Theater Jugendstil befasst sich in „Smack Cam“ mit Gewalt und Mobbing im Internet und das Maskentheater des Berliner Künstlerkollektivs zeigt das bizarre „Hotel Paradiso von Familie Flöz“, einen Alpen-Traum!

 

Beratung und Bestellung im Abo-Büro: Telefon: 01-50165-13303, email: nicole.laschitz@akzent.at,  www.akzent.at

(JT Juni 2017)

Fotos © eventpro, ifant, Archiv Theater Akzent, Sarmad Saedaddin

Die Freiluft-Saison ist da!

 

Es ist Sommer: Wir grillen, wir chillen, wir baden und wir lassen uns unterhalten!

Die Saison der Open-Air-Veranstaltungen, Festspiele und Festivals

verspricht heuer hochklassige kulturelle Angebote für unterschiedlichste Geschmäcker

vor traumhaften Kulissen vom Bodensee bis zum Neusiedler See,

vom Waldviertel bis hin in den Süden des Landes.

 

Sommerspiele, wohin man blickt –

wir haben einen Blick für Sie auf den Kultursommer geworfen

und stellen Ihnen die interessantesten Vergnügungen vor.

 

Potpourri

 

Der Kultursommer spiegelt eine Vielschichtigkeit wider, die allen Besuchern Freude macht! 

 

„Peter Pan und Tinkerbell“ gastieren vom 6. Juli bis 27. August 2017 bei Nina Blum‘s Märchensommer Poysbrunn im Weinviertel (www.maerchensommer.at).

Das Herrenseetheater Litschau (www.herrenseetheater.at) spielt „Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter“ mit der Theaterfamilie Christa Schwertsik, Julia und Katharina Stemberger. Kurt Schwertsik begleitet als Erzähler am Harmonium.

 

Das neue Festival „Herbstgold“ in Eisenstadt im Schloss Esterházy bringt Klassik, Jazz und Roma-Balkan-Musik zur Aufführung (www.esterhazy.at).

In Wien muss man Adi Hirschal in seinem Lustspielhaus als Dr. Graf in „Figaro. Oder: Ein toller Schnitt“ vom 13. Juli bis 2. September 2017 sehen (www.wienerlustspielhaus.at).

 

 

OscarFilme und Blockbuster zeigt „Kino im Schloss 2017“ vom 30. Juni bis 3. September im Schloss Neugebäude täglich ab 21.30 Uhr. Schlechtwetter ist kein Problem, es gibt eine Überdachung. Infos unter www.kinoimschloss.at

Täglich bis 3. September um 21.00 Uhr bzw. im August um 20.30 Uhr (Einlass 1 Stunde vorher) gibt es am Dach der Hauptbücherei Wien am Urban-Loritz Platz (Info unter www.kindoamdach.at) auf einer großen Leinwand ein Open Air-Kino mit Klassikern und Kultfilmen.

 

(JT Juni 2017)

Musikalische Wachau

 

In Weissenkirchen in der Wachau starten die Sommerfestspiele am 18. Juli 2017 mit der musikalischen Komödie "Die Fürstin vom Weinberg" mit Verena Scheitz in der Hauptrolle.

Als Wirtin namens Regina Fürst sorgt sie durch ihre Verbindung zu einem Spitzel des Metternichschen Polizeistaats, in der idyllische Wachauer Gemeinde Weißenkirchen, für großes Aufsehen. Zugleich wirft auch die ungewöhnlich väterliche Beziehung zwischen ihrer Tochter Mariella und dem Herrn Pfarrer einige Fragen auf.  "Die Fürstin vom Weinberg" ist von bis 26.08.2017 im Teisenhoferhof zu sehen. Es spielen neben Verena Scheitz noch Stephan Paryla-Raky, Andreas Sauerzapf, Leila Strahl, Anna Sophie Krenn, Soffie Schweighofer, Felix Kurmayer, Rudi Larsen u.a. Regie führt Marcus Strahl.  

  

Anschließend findet vom 01. bis 10.September 2017 die musikalische Komödie "Der Hofrat Geiger" von Martin Costa in der Fassung von Erwin Strahl statt. Waltraut Haas, die mit 20 Jahren ihr Debüt als Tochter Mariandl im Hofrat Geiger feierte, wird anlässlich ihres 90. Geburtstags und ihres 70. Bühnenjubiläums nun noch einmal als die alte Wirtin Windischgruber im Rahmen der Wachaufestspiele Weissenkirchen zu sehen sein. Es spielen  Verena Scheitz, Christian Futterknecht,  Martin Gesslbauer, Robert Notsch, Susanna Hohlrieder und Markus Freistätter.

 

Tickets sind bei der "THEATERFEST NÖ Ticket-Line" und österreichweit bei allen Ö-Ticket Verkaufsstellen erhältlich. Die Aufführungen sind im Teisenhoferhof, bei Schlechtwetter in der Wachauhalle. Weitere Infos unter www.wachaufestspiele.com

(JT Juni 2017)

Fotos: Sam Madwar, Rolf Bock

Und wieder wird „getschaunert“

 

Der Sommer kann kommen, es ist soweit: Am 13. Juni öffnet die Wiener TSCHAUNER BÜHNE (1160 Wien, Maroltingergasse 43) für die Sommersaison 2017 ihre Pforten und hat bis September von "klassisch" bis "reloaded" vielfältigste Unterhaltung für Jung und Alt zu bieten.

Nicht nur „im Salzkammergut kann man gut lustig sein“. Auch beim TSCHAUNER, wenn das Reloaded Ensemble zum kultigen Singspiel „Im Weißen Rössl“ (Premiere am 21. Juni) lädt und das ganze Publikum mitmachen kann. Nach dem großen Erfolg vom Vorjahr kommt heuer die ultimative SING-ALONG Version. Die Zuschauer werden mit einem „Spaßsackerl“ voller Utensilien ausgestattet. Jeder darf, keiner muss mitmachen!

Das klassische Tschauner-Stegreif-Team hat neben den ewigen Klassikern „Das Freudenhaus vom Liebhartsthal“ und „Mord in der Wurlitzergasse“ heuer drei Stücke aus dem umfangreichen TSCHAUNER-Archiv neu auf dem Spielplan: „Lieb‘ wie es im Büchel steht“, „Der Witwentröster“ und „Die wundersame Geschlechtsumwandlung“.

Brandneu ist ein besonders spannendes Special: SIE ist der Publikumsliebling des Stegreifensembles der TSCHAUNER BÜHNE. ER ist einer der beliebtesten Kabarettisten des Landes und war selbst einmal Teil der Stegreiftruppe. Nun treffen sich beide an zwei denkwürdigen Abenden: am 13. und 14. Juli plaudert in STEGREIFGESCHICHTEN Gerold Rudle mit EMMY SCHÖRG. Man darf sich auf spannende, interessante und lustige Geschichten und Anekdoten freuen – nicht nur aus der Stegreifwelt

Darüber hinaus stehen auch wieder zahlreiche Gastspiele von Kabarett bis Musik, Sonntags-Matineen und Kinderprogramme auf dem Programm.
Genauere Detailinfos und den Gesamtspielplan unter www.tschauner.at

(JT Juni 2017)

Fotos: Bettina Frenzl, Christoph Böhler

Kultur (er)leben-Abo im Theater Akzent

 

Ab der Saison 2017/2018 wird das Abo-Angebot im Theater Akzent, neben dem beliebten Kinder-Abo und 12+ Jugendabo, um ein weiteres für Erwachsene ergänzt.

„Die Vielfalt unseres Spielplans stellte mich bei der Programmierung eines Abonnements vor eine besondere Herausforderung … erwachsenes Publikum an das Haus zu binden - mit allen Vorteilen, die ein Abo mit sich bringt“, so Direktor Wolfgang Sturm.

 

Auf dem Programm stehen vier Abende, die unterschiedlichen Genres zugeordnet werden können und zum ersten Mal in Wien stattfinden - vom komödiantischen Klassiker, zeitgenössischen Autorenstück, international gefeierten Maskentheater bis zur musikalischen Lesung.

 

Gestartet wird am 14. November mit der trivialen Komödie für ernsthafte Leute von Oskar Wilde „Bunbury“ unter der Regie von Hubsi Kramar mit Stefano Bernardin und Lucy McEvil.

Am 20. Jänner zeigen Fritz Karl und das Streichquartett Sonare Linz Amerika in all seinen Facetten in „Ach, Amerika“ … vom Traum zur Wirklichkeit. Kritisch beleuchtet Fritz Karl den sogenannten Amerikanischen Traum und setzt dem die unverblümte Realität eines neuen Amerikas entgegen. Das Streichquartett Sonare Linz untermalt diese „Traumreise“ kongenial mit musikalischen Huldigungen von Gershwin bis Sinatra.

In einer zukunftsweisenden Komödie von Folke Braband werden am 22. Februar unter anderem Stefano Bernardin und Maddalena Noemi Hirschal unter der Regie von Hakon Hirzenberger in „Oliver 2.0“ auf der Bühne stehen und nach dem Fehler im System suchen. Gewagt vorausschauend wird der Mensch dem virtuellen, gläsernen und perfekt programmierten Subjekt gegenübergestellt. Doch ist der künstliche „Mensch“ wirklich der bessere?

Abschließend wird am 7. April erstmals in Österreich das international gefeierte Maskentheater des Berliner Künstlerkollektivs Familie Flöz mit ihrem „Hotel Paradiso“ zu sehen sein und einen AlpenTraum voll von schwarzem Humor, stürmischen Gefühlen und einem Hauch Melancholie zeigen. Ein spannendes Theaterexperiment mit sagenhafter Körperbeherrschung aufgeführt.

 

Abopreise gibt es um Euro 105/ 90/ 75 oder 60. Beratung und Bestellung im Abo-Büro: Telefon: 01-50165-13303| nicole.laschitz@akzent.at | www.akzent.at

 

Viel Vergnügen!

(JT Juni 2017)

Fotos: Bruno Klomfar, Mario Lang, Dorothee Falke, Christian Wind, Silke Meyer

Lotte Lenya legendär

 

In den Kammerspielen Wien singen und spielen unter der Regie von Torsten Fischer Sona MacDonald und Tonio Arango die „Lenya Story - Ein Liebeslied“. Details unter www.josefstadt.org

Die beiden Schauspieler/Sänger sind großartig in ihren Rollen - wer dieses Musik/Theatererlebnis versäumt - ja, dem kann man auch nicht helfen! Unbedingt anschauen!

"Surabaya-Johnny", die Rache-Vision der "Seeräuber-Jenny", der "alte Bilbao-Mond" und der "Moon of Alabama" ...  Generationen von Europäern und Amerikanern wies Lotte Lenya den "Weg in die nächste Whisky-Bar" mit diesen einstigen Gassenhauern.

Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer, aufgewachsen in der Ameisgasse im 14. Wiener Bezirk Penzing, Tochter eines Fiakerkutschers und einer Wäscherin, wird als Lotte Lenya die berühmteste Wiener Künstlerin des zwanzigsten Jahrhunderts.
Erste Theatererfahrungen sammelt sie in Zürich und in Berlin, wo sie dem Komponisten Kurt Weill begegnet - der Beginn einer unkonventionellen Lebens- und Liebesgeschichte. Nach einem Vorsingen bei Bertolt Brecht wird sie die legendäre Jenny der "Dreigroschenoper"-Uraufführung.
Im aufkommenden Nationalsozialismus und Antisemitismus werden Weill die Aufführungen seiner Werke verboten.  Das inzwischen geschiedene Paar wandert gemeinsam nach Amerika aus und heiratet ein zweites Mal. Weill arbeitet in Hollywood und am New Yorker Broadway. Nach seinem Tod lebt Lotte Lenya zurückgezogen, heiratet noch zweimal und feiert späte Triumphe als lesbische KGB-Agentin Rosa Klebb im James Bond-Film "Liebesgrüße aus Moskau"  und in der Uraufführung des Musicals "Cabaret" - die Rolle des Fräulein Schneider wurde für sie geschrieben, die Songs für sie komponiert.

 

Torsten Fischer und Herbert Schäfer (Bühne und Kostüme) haben ein flottes Stück geschrieben, das bestens zugeschnitten ist für die großartige intensiv aufspielende Sona MacDonald, die besser singt als Lenya es je getan hat – mal klirrend, mal rau, mal sexy. Tonio Arango ist MacDonald ein kongenialer Partner mit großer Wandelbarkeit in allen Männerrollen. Die Gosse, die Brecht und Weill mit leichten Mädchen und so manchem Gauner bevölkern, kann man förmlich spüren!

 

Karten gibt es im Online-Shop, telefonisch unter 01 42700-300 und an den Theaterkassen
werktags Mo bis Fr von 10.00 Uhr, Sa, So und Feiertag von 13.00 Uhr, jeweils bis zum Beginn der Abendvorstellung.

 

(JT 2017)
Fotocredit: Moritz Schell

 

Amüsante Figuren im Akademietheater

 

Regisseur Dieter Giesing inszeniert Yasmina Rezas „Bella Figura“ im Wiener Akademietheater mit einem großartig aufspielenden Starensemble (Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Janina Audick, Musik: Jörg Gollasch, Video: Markus Lubej, Licht: Peter Bandl und Dramaturgie: Klaus Missbach). Kurzweilige 90 Minuten führt das Ensemble, das auch durchaus heikle Szenen bravourös meistert, durch die Abgründe und Geheimnisse des gutbürgerlichen Lebens. Eine Komödie, bei der die Fassade bröckelt, spielt zwischen Peinlichkeiten und Tragik.

 

Die alleinerziehende Mutter Andrea (Caroline Peters) sitzt im Auto, sie will nicht aussteigen, denn ihr Liebhaber, der Glasereiunternehmer Boris (Joachim Meyerhoff) hat gerade fatalerweise erwähnt, dass ihm das Restaurant am Meer von seiner Frau empfohlen wurde. Beim Wegfahren stößt Boris mit dem Wagen zurück und überfährt beinahe Yvonne (Kirsten Dene), die mit ihrem Sohn Eric (Roland Koch) und dessen Freundin Françoise (Sylvie Rohrer) in dem Lokal ihren Geburtstag feiern will. Ein unglückliches Band verknüpft sie alle miteinander, denn man kennt einander nämlich. Françoise ist die beste Freundin von Boris’ Frau, und ihr muss Boris jetzt irgendwie Andrea vorstellen. Er muss „Bella Figura“ machen und das einen ganzen Abend lang …

(Vorstellungstermine unter burgtheater.at)

 

(LT 2016)

Fotos © Reinhard Werner, Burgtheater