KunstBlumen - BlumenKunst

 

Sag‘s durch die Blume!“ heißt die neue Ausstellung in der Orangerie des Unteren Belvedere, die Wiener Blumenmalerei von Waldmüller bis Klimt vom 22. Juni bis 30. September 2018 zeigt. Kuratiert wurde sie von Rolf H. Johannsen.

 

Blumenbilder hatten über die Epochen hinweg eine starke Symbolkraft. Das Spektrum der Ausstellung reicht vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei kann auf reiche Bestände des Belvedere für diese florale Seite der Kunstgeschichte zurückgegriffen werden, die zum Teil seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren.

Das Genre der Blumenmalerei steht exemplarisch für die generelle Entwicklung der Kunstgeschichte und die damit verbundene Befreiung von der akademischen Norm. Frauen, die immer noch von der akademischen Ausbildung ausgeschlossen waren, konnten sich in diesem Genre erstmals neben ihren männlichen Kollegen als Künstlerinnen einen Namen machen. Dieser Aspekt findet Eingang in die Ausstellung, wie auch die Vorbilder und Einflüsse von außen, auf die die österreichische Blumenmalerei zurückgreift.

Dies wird im Rahmen der Ausstellung anhand hochkarätiger Leihgaben veranschaulicht. Hinzu kommen einige ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler, die oft erstaunliche Parallelen zu den Arbeiten ihrer Vorgänger aufweisen. Es sind Werke u. a. von Jan van Huysum, Ferdinand Georg Waldmüller, Eugène Delacroix, Anton Romako, Hans Makart, Olga Wisinger-Florian, Tina Blau, Gustav Klimt, Koloman Moser, Egon Schiele oder Gerhard Richter zu sehen.

 

Weitere Infos unter www.belvedere.at

(JT Juni 2018)

Fotos: Olga Wisinger-Florian, Blühender Mohn; Gustav Klimt, Bauerngarten mit Sonnenblumen; Ferdinand Georg Waldmüller, Stillleben mit Früchten,

Blumen und silbernem Pokal; alle © Belvedere, Wien

Die Eremitage zu Gast in Wien

 

Die Staatliche Eremitage in St. Petersburg und das Kunsthistorische Museum in Wien zählen zu den bedeutendsten Kultureinrichtungen der Welt. Sie sind vor allem durch ihre jeweiligen Gemäldegalerien berühmt.

Vierzehn Meisterwerke aus der Eremitage geben sich nun die Ehre in Wien und treten in Dialog mit vierzehn Werken des Kunsthistorischen Museums.

Gezeigt werden vom 6. Juni bis 2. September 2018 unter anderem Gemälde von Altdorfer, Strozzi, Rembrandt und van Dyck. Die repräsentative Auswahl von Werken aus beiden Häusern bietet einen überschaubaren Überblick über die europäische Malereigeschichte von der Renaissance bis zum Frühklassizismus.

 

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Bildnis und der damit verbundenen Inszenierung von Persönlichkeit. Die Schau ermöglicht gleichzeitig eine „Entdeckungsreise“ an die Newa, indem sie auch weniger beachtete Künstler in den Vordergrund rückt – darunter Ambrosius Holbein, Bruder des ungleich berühmteren Hans d. J., oder Domenico Capriolo, dessen Werk eng mit Tizian und Giorgione verbunden ist. Andererseits zeigt sie aber auch auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinende Gegenüberstellungen von Werken wie jene van Dycks und Watteaus.

 

Ermöglicht wird der Austausch der Gemälde zwischen den Galerien in St. Petersburg und Wien durch die großzügige Unterstützung der Generalsponsoren OMV und Gazprom anlässlich ihrer 50-jährigen Zusammenarbeit.

Die Schau wird nach Wien von 4. Oktober 2018 bis 13. Jänner 2019 in St. Petersburg zu sehen sein.

Weitere Informationen zu Führungen, Öffnungszeiten, Katalog etc. unter www.khm.at

(JT Juni 2018)

Fotos:

Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606–1669 Amsterdam). Alte Frau, auf einem Stuhl sitzend 1654, Leinwand, 109 × 84 cm, © St. Petersburg, Staatliche Eremitage, 2018

Rembrandt Harmensz. van Rijn (Leiden 1606–1669 Amsterdam). Die Prophetin Hanna 1639
Eichenholz, 79,5 × 61,7 cm (zum Oval beschnitten), © KHM-Museumsverband

Jean-Antoine Watteau (Valenciennes 1684–1721 Nogent-sur-Marne). Die Heilige Familie (Ruhe auf der Flucht nach Ägypten) 1719, Leinwand, 117 × 98 cm, © St. Petersburg, Staatliche Eremitage, 2018

Anthonis van Dyck (Antwerpen 1599–1641 London). Die Heilige Familie um 1626/28, Leinwand, 106 × 83,5 cm, © KHM-Museumsverband

Satirischer Blick auf den Mann


Die Albertina Wien widmet der österreichischen Künstlerin Florentina Pakosta (*1933) eine groß angelegte Retrospektive, die bis 26. August 2018 zu sehen ist. Kuratiert wurde die Ausstellung von Elsy Lahner.


In den 1960er Jahren reagiert Florentina Pakosta mit ihren Zeichnungen und Druckgrafiken auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstszene. Über Jahrhunderte hinweg war es der männliche Künstler, der die Frau als Objekt oder Muse porträtierte. Pakosta richtet Ihren Blick auf den Mann und seziert seine Gesichtsausdrücke und Körpersprache. Mit ihren satirischen Arbeiten prangert sie patriarchale Machtstrukturen an, indem sie männliches Verhalten überzeichnet und tradierte Rollen umkehrt.
Ab etwa Mitte der 1980er Jahre wendet Florentina Pakosta sich von den schwarz-weiß gehaltenen und gegenständlichen Arbeiten ab und der Malerei und einer abstrakten Formensprache zu. Bis heute entstehen Zyklen der charakteristischen, geometrischen Balkenbilder.

 

Weitere Infos unter www.albertina.at
(JT Juni 2018)

Fotos: 

1989/2, Knotenpunkt I, 1989, Öl auf Leinwand, Albertina, Wien. Sammlung Essl © Bildrecht, Wien, 2018
Vorfreude, 1981, Schablonentechnik auf Papier. © Museum der Moderne Salzburg, Foto: Hubert Auer © Bildrecht, Wien 2018
1994/1, 1994 Acryl auf Leinwand, Besitz der Künstlerin © Bildrecht, Wien, 2018

Genialer Grenzgänger

100 Jahre nach seinem Tod, ist dem zentralen Künstler aus der Sammlung des Leopold Museum Wien, Egon Schiele (1890–1918), eine besondere Ausstellung gewidmet: die Jubiläumsschau ist bis zum 4. November 2018 auf Ebene -1 zu sehen (weitere Informationen unter www.leopoldmuseum.org).

Die beiden Kuratoren, Diethard Leopold und Direktor Hans-Peter Wipplinger, haben eine repräsentative Auswahl an Werken dieses bahnbrechenden Künstlers des beginnenden 20. Jahrhunderts getroffen.

Die Ausstellung präsentiert die wichtigsten Themen im Schaffen des Genies: zunächst seine selbstbewusste Findung als Ausdruckskünstler, in der Folge Motivgruppen wie die ambivalente Figur der Mutter oder die Tabubrüche in Form der Darstellung junger Mädchen und Buben, des weiteren Themen wie Spiritualität und Verwandlung, seine Häuser, Städtebilder und Landschaften vor allem aus Krumau oder etwa seine spannungsvollen Porträtdarstellungen.

 

Schiele war ein obsessiv Suchender, fasziniert von Frauen wie seiner Muse Wally Neuzil, inspiriert von der Seele der Dinge und der Natur, ein Selbstdarsteller, der extreme Posen und Grimassen als Spiegelung seines eigenen Innenlebens und prägnante, knöchrig-kantige Darstellungen liebte.

 

Der Meister ist viel zu früh gestorben. Uns bleibt seine betörend schöne und zugleich tragisch hässliche, aber immer scharfkantige Kunst.

(JT März 2018)

Selbstbildnis mit Lampionfrüchten, 1912. Öl, Deckfarbe auf Holz. 32,2x39,8cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger.

Kardinal und Nonne („Liebkosung“), 1912. Öl auf Leinwand. 70X80,5cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger.

Kauernde mit grünem Kopftuch, 1914. Bleistift, Gouache auf Papier. 47X31cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger

 



Wow!“ - welch spektakuläre Schau

 

Wie arm wären Künstler, KunstWelt und KunstAffine ohne Mäzene? Kaum vorstellbar!

Mit der Ausstellung „WOW! The Heidi Horten Collection“ wird im Leopold Museum im Wiener Museumsquartier bis 29. Juli 2018 eine der beeindruckendsten Privatsammlungen Europas erstmals öffentlich gezeigt. Für Just Tampier ist es DAS Highlight der 2018er Schauen in Wien. GänsehautFeeling ob dieser Kunstsammlung!

 

Zu Heidi Horten fallen der Presse oft nur Schlagworte wie Milliardärin, Witwe von … und Wörthersee ein. Die österreichische Mäzenin Heidi Goëss-Horten, die 1966 den deutschen Kaufhauskönig Helmut Horten heiratete, mit dem sie ihre Leidenschaft für das Kunstsammeln entdeckte, verdient aber viel mehr als BoulevardSchlagzeilen.

Nach dem Tod Helmut Hortens im Jahr 1987 begann sie in den 1990erJahren ihre eigene Kunstsammlung aufzubauen. Einst interessierten sich die Hortens vor allem für Werke des deutschen Expressionismus. Ohne sich vorherrschenden Trends auf dem Kunstmarkt zu unterwerfen, konzentrierte sich die Sammlerin dann auf Werke der internationalen Moderne, des Neoexpressionismus und der amerikanischen Pop-Art und schuf so eine einzigartige Kollektion.

 

Die Präsentation im Leopold Museum, kuratiert von Horten-Freundin Agnes Husslein-Arco, zeigt Meisterwerke von Künstlern wie August Macke, Franz Marc, Robert Rauschenberg, Gustav Klimt, Emil Nolde, Andy Warhol oder Damien Hirst.

Die Förderung von Kunstvermittlungsprogrammen für Kinder und Jugendliche und wöchentlicher Gratiseintritt ins Museum unterstreichen das mäzenatische Engagement der Sammlerin.

Weitere Informationen unter www.leopoldmuseum.org

 

Imponierend! Und ein unbedingtes MUSS!

(JT Feb. 2018)

Fotos:

LYONEL FEININGER DIE HOCHZEITSREISE, 1908 HONEYMOON, 1908 Öl auf Leinwand | oil on canvas 51 × 44,5 cm Courtesy Heidi Horten Collection © Bildrecht, Wien, 2018

FRANZ MARC ROTE REHE I, 1910 RED DEER I, 1910 Öl auf Leinwand | oil on canvas 88,3 × 87,6 cm Courtesy Heidi Horten Collection

AUGUST MACKE ZWEI FRAUEN VOR DEM HUTLADEN, 1913 TWO WOMEN IN FRONT OF A HAT SHOP, 1913 Öl auf Leinwand | oil on canvas 56,2 × 42 cm Courtesy Heidi Horten Collection

 

KunstAktionist

 

Anlässlich seines 80. Geburtstags würdigt das Belvedere 21 im Obergeschoss in der Arsenalstraße im 3. Wiener Bezirk (www.belvedere21.at) das Gesamtwerk von Günter Brus mit einer umfassenden Retrospektive. Die Ausstellung „Unruhe nach dem Sturm“ ist bis 12. August 2018 zu besichtigen. Kurator ist Harald Krejci.

Passend zum Jahresmotto ‚Spirit of ’68 ‘, das 2018 als Klammer für die gesamten Aktivitäten des Belvedere 21 fungiert, wird mit dieser Ausstellung Brus als Kunstrebell der 1960erJahre gezeigt.

 

Als Vertreter des Wiener Aktionismus thematisierte der Künstler in den 1960er Jahren die physische und psychische Verfasstheit des Menschen und die Ausgesetztheit des Individuums gegenüber gesellschaftlichen Regelwerken. Mit seinem radikalen, körperbezogenen und performativen Werk gelang es ihm, sich als Wegbereiter der internationalen Aktions- und Performancekunst zu etablieren. Ab 1970 beschäftigte Brus sich zunehmend mit dem Medium Zeichnung, mit „BildDichtungen“ und Theaterarbeiten.

 

Ein Anliegen dieser Schau ist die umfassende Präsentation der ausgewählten Serien. Neben den bekannten Aktionsfotos werden Brus’ Serien in ihrer Gesamtheit gezeigt. Insgesamt sind rund 120 Werkzyklen und Werke mit mehr als 700 Einzelobjekten in der Ausstellung zu sehen, darunter Filme und bisher unbekannte Werkserien. Das gesamte Œuvre des Künstlers macht Zusammenhänge sichtbar. So sind die Theaterprojekte, die Zeichnungszyklen und die Künstlerbücher genauso wie die frühe gestische Malerei und die bekannten Aktionen Indizien für Brus’ radikale Kunstauffassung. Die Retrospektive öffnet sechs Themenfelder: Malerei im erweiterten Feld, Günter und Anna Brus, Bild und Narration, Kollaborationen, Theater und Psyche sowie die Berliner Zeit.

 

Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog.

(JT Feb. 2018)

Günter Brus, "Wiener Spaziergang", 1965. Foto: Ludwig Hoffenreich, © Günter Brus

Freude schenken mit der Belvedere Museum Jahreskarte

Ihre Lieben sind immer ganz gespannt auf die nächste Ausstellung? Wollen die Sammlungen immer wieder neu entdecken und ihre Lieblingswerk täglich in aller Ruhe genießen? Mit der Belvedere Jahreskarte lässt sich hochkarätige und topaktuelle Kunst 365 Tage lang in allen Museen 12 Monate lang erleben – so oft man möchte.

Jetzt  – und perfekt als Geschenk als kunstvolle Überraschung für einen lieben Menschen (das kann man ja auch selbst sein!) - gibt es die Belvedere Museum Jahreskarte (weitere Infos unter www.belvedere.at), die ein Jahr ab dem Kauf unbegrenzten Eintritt in das Obere und Untere Belvedere und das 21er Haus bietet.

Die Jahreskarte ermöglicht direkten Zugang in die Sonderausstellungen und Sammlungen ohne  Wartezeit beim Ticketkauf. Sie ist erhältlich an allen Kassen des Belvedere. Die Ausstellung erfolgt auf den Namen des Karteninhabers (kein Foto erforderlich) und ist in Verbindung mit einem Lichtbildausweis ein Jahr gültig.

Zum Verschenken bekommt man ein Gutscheinticket. Gutscheine können dann vom GabenEmpfänger an den Kassen des Belvedere gegen eine persönliche Jahreskarte eingetauscht werden. Ab dem Eintausch ist die Karte ein Jahr gültig.

(JT 2017) 

Eintritt in die Welt der Kunst

 

Freunde der ALBERTINA Wien (www.albertina.at) haben zahlreiche Vorteile mit einer genau für sie passenden Mitgliedschaft. Sie sehen an 365 Tagen Ausstellungen beliebig oft, ohne Anstellen an der Kassa. Gewinnen Einblick in die Welt der Kunst. Genießen geführte Rundgänge, Veranstaltungen und Eröffnungen und erhalten besondere Preise und Angebote im Shop, nämlich 10 % Ermäßigung (nicht auf preisgebundene Bücher und reduzierte Artikel) oder einen Audioguide um € 2 statt um € 4. Die GarderobenNutzung ist kostenlos.
 
Unter dem Link https://albertina.at/freunde-der-albertina/mitgliedschaften-und-vorteile/ erfahren Sie alles über die diversen Karten und ihre Vorteile und Kosten für Ordentliche Mitglieder (Partner, Senioren, Studenten), für unterstützende Mitglieder sowie für eine fördernde Mitgliedschaft.

 

(JT 2017)

Das perfekte Geschenk für Kunstliebhaber

Im Museumsquartier MQ Wien steht das Leopold Museum mit überaus interessanten Sammlungen und Ausstellungen, (www.leopoldmuseum.org). Ein Besuch lohnt sich immer wieder. Für Kunstliebhaber ist daher eine Jahreskarte ein wunderbares Mitbringsel!

Es gibt verschiedene Versionen der Karte mit unterschiedlichen Vorteilen. Alle drei Karten bieten ganzjährig freien Eintritt zur weltgrößten Schiele Sammlung, zur bedeutenden Sammlung der Kunst von Wien 1900, zu Hauptwerken von Gustav Klimt und zu vier großen Sonderausstellungen.

Die Leopold Card um € 49 umfasst 1 Jahr freien Eintritt, gültig ab Ausstellungsdatum. Das Anstellen an der Kasse fällt weg. Die Leopold Card ist das Ticket zu Einladungen zu Ausstellungseröffnungen, Lesungen und Konzerten im Museum und man bekommt 10% Ermäßigung im Museums Shop ab einem Einkaufswert von € 15. Für Senioren (ab 60 Jahren), Beschäftigungslose, Menschen mit Behinderung, Kunsthistorikerverband, Kunstvermittlerverband und Gebührenbefreite kostet die Leopold Card € 34.

Weiters gibt es noch die Student Card um € 34 gegen Vorlage eines gültigen Studentenausweises bis 28 Jahre. Inklusive Einladung zu Ausstellungseröffnungen, Lesungen und Konzerten im Leopold Museum und 10% Ermäßigung im Shop des Leopold Museum ab einem Einkaufswert von EUR 15,-

Erhältlich sind die Karten an der Kassa im Leopold Museum bzw. im Online Shop.

(JT 2017)

 

Ein Jahr Kunstgenuss

Das Bank Austria Kunstforum Wien auf der Freyung in der Wiener City ist für Kunstinteressierte die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klassische Moderne und die Avantgarden der Nachkriegszeit in der Malerei geht.

Vorteile der Jahreskarte um € 35 (gültig 12 Monate ab Kaufdatum) des Kunstforums sind, dass Sie, so oft Sie wollen die drei bis vier Top-Ausstellungen pro Jahr ohne Anstellen an der Kassa besuchen können. Sie haben freien Eintritt bei sämlichen Rahmenveranstaltungen und öffentlichen Führungen des Kunstforums (gilt nicht bei Fremdveranstaltungen) und erhalten im Shop beim Einkauf 10 % Ermäßigung (gilt nicht auf Bücher) und Ermäßigung beim Kauf eines Ausstellungskataloges.

Bei Fragen bezüglich Versandzeiten, Spesen und Lieferung kontaktieren sie bitte Herrn Christian Szaal-Paul per email an shop@kunstforumwien.at oder per Telefon unter 01/537 33 16.

 

(JT 2017)

Die Jahreskarte für 30 Ausstellungen, 7 Museen und 365 Tage

 

Mit der Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums Wien (www.khm.at) kann man an 365 Tagen alle sieben Museen und Standorte des KHM‘s in aller Ruhe bei mehreren Aufenthalten auf sich wirken lassen, sich Saal für Saal „erobern“ und die ganze Vielfalt der Ausstellungen genießen.

 

Die Jahreskarte um € 44 inkludiert den Eintritt in das Kunsthistorische Museum Wien, die Kaiserliche Schatzkammer Wien, die Kaiserliche Wagenburg Wien, Schloss Ambras Innsbruck, den Theseustempel, das Weltmuseum Wien und in das Theatermuseum. Sie verschafft Ihnen darüber hinaus Zutritt zu über 300 Führungen und zu allen Kunstschatzi-Events. Für eine individuelle Führung stehen Ihnen Audioguides zum halben Preis zur Verfügung. In den  Museumsshops erhalten Sie 10% Rabatt bei einem Einkauf ab € 10 (ausgenommen auf reduzierte und preisgebundene Waren). Es gibt für den KHM-Museumsverband auch eine eigene Jahreskarte für 19- bis 25-Jährige um nur € 25.

 

Schenken Sie ein Jahr Inspiration mit einem Jahreskarten-Gutschein, erhältlich an den Museumskassen, in allen BAWAG-P.S.K.-Filialen sowie online unter www.jahreskarte.khm.at 

(LT 2017)

MuseumsJuwel

 

Bereits seit 125 Jahren gibt es das Österreichische Pharma- und Drogistenmuseum. Seit 15 Jahren ist es am Standort Währinger Straße 14 in 1090 Wien beheimatet (www.drogistenmuseum.at) – ein durchaus zu feierndes Doppeljubiläum! 

In den liebevoll renovierten Räumlichkeiten im 9. Bezirk hat das Museum einen würdigen Rahmen gefunden um die Raritäten und Kuriositäten der über 10.000 Exponate und Kuriositäten wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Die Entwicklung des Berufes „Drogist“ hat eine lebhafte Vergangenheit: Aus Quacksalbern und fahrenden Heilkünstlern, die ihre Waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Jahrmärkten verkauften, entwickelte sich mit der Zeit ein geregelter Drogenhandel. Der Begriff „Droge“ war damals noch positiv besetzt. Aus den Drogenkleinhandlungen entstanden im Laufe der Zeit die Drogerien. Die Drogerie hatte die Aufgabe, Drogen (= getrocknete Kräuter, pflanzliche Arzneimittel) und Chemikalien zu vertreiben. Industriell gefertigte Markenartikel gab es praktisch noch nicht. Auch Fotografie, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutz hatten in der Drogerie ihre Kinderstube. Drogisten sind übrigens die einzige Berufsgruppe Österreichs, die über die gesetzliche Erlaubnis verfügt, Gifte abzugeben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Drogerie als Fachgeschäft für Gesundheit, Schönheit und Wellness, wie wir sie heute kennen. Das Personal der Fachdrogerie steht für qualifizierte Kundenberatung, die den Konsumenten hilft, sich in der Vielzahl der am Markt angebotenen Produkte zurechtzufinden.

 

Im Drogistenmuseum finden monatlich auch Vorträge von Fachleuten statt. Der Schwerpunkt liegt bei gesundheitsbezogenen Themen aus Sicht der Schul- und Alternativmedizin, Ernährung, Aromatherapie, Kräuter und Gewürze, alte Hausmittel, um nur einige zu nennen. Dazu kommen spannende Reise-Erlebnisberichte und faszinierende Vorträge des Historikers Mag. Georg Hamann. Der Museums-Vortragsraum kann auch für kleine externe Veranstaltungen gemietet werden.

Die Finanzierung des Museums erfolgt überwiegend durch Sponsoren, Einnahmen von Führungen und Vorträgen sowie Eigenleistungen der gegenwärtig 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind besonders zu erwähnen, denn ohne ihren Einsatz wäre ein Aufrechterhalten des Museumsbetriebes nicht möglich.

 

Der Leitgedanke im Drogistenmuseum: Alle Besucher sind herzlich willkommen! Sie sollen das Museum mit mehr Freude, Begeisterung, Wissen und dem Wunsch, wiederzukommen und das Museum weiterzuempfehlen, verlassen.(JT 2017)

Illustration: Gil Elvgren, Fotos © Drogistenmuseum, Niki Lappas

Das Werk der Künstlerin Maria Biljan-Bilger – fast vergessen, doppelt präsent

 

Als Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin schuf Maria Biljan-Bilger (1912-1997) ein unverwechselbares Werk zwischen Archaik und Moderne. Ihr Wirken ist in der zeitgenössischen Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten und es ist ihrem Mann, dem Architekten Friedrich Kurrent, und dem Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein zu verdanken, dass man die absolut großartigen, beeindruckenden Kunstwerke von Biljan-Bilger heute noch besichtigen kann – und unbedingt sollte!

 

Die Ausstellungshalle, von Kurrent an einem ehemaligen Steinbruch errichtet, in der Hauptstraße 61 in 2453 Sommerein am Leithagebirge in Niederösterreich, wo es die Künstlerin 1962 hinzog, ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr (Eintritt € 3, Kinder frei) für Besucher offen.

 

Biljan-Bilger war Mitbegründerin des Art-Clubs und hatte 1952 ihre erste Personalausstellung im legendären „Strohkoffer“, dem Wiener Ausstellungslokal des Art-Clubs, der Wiener Avantgarde. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Von 1978 bis 1982 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Jahr 2006 wurde in Wien-Donaustadt die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Die Künstlerin erhielt 1972 den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst, 1982 das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien und den Burgenländischen Kulturpreis und 1992 den Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich. Ihre Ausstellungen führten sie nach Rom, Turin, Venedig, Sao Paulo, Mailand, Istrien oder München, wo sie am 1. Mai 1997 stirbt. Ihre Grabstätte ist am Ortsfriedhof in Sommerein.

 

Der Just Tampier-Geheimtipp: verbinden Sie einen Besuch der Ausstellungshalle in Sommerein, das von Wien über Schwechat, Schwadorf und Trautmannsdorf ganz schnell zu erreichen ist (weitere Informationen unter www.maria-biljan-bilger.at) mit einem Mittagessen im ortsansässigen Landgasthaus zum Grünen Baum von Gerhard Schiller.

 

(JT 2017)

Fotos: www.maria-biljan-bilger.at, Margherita Spiluttini