Genialer Grenzgänger

 

2018, 100 Jahre nach seinem Tod, ist dem zentralen Künstler aus der Sammlung des Leopold Museum, Egon Schiele (1890–1918), bis 10. März 2019 eine besondere Ausstellung gewidmet.

 

Einzigartig durch die Kombination von Gemälden, Papierarbeiten und zahlreichen Archivalien präsentiert die Schau seit Februar die wichtigsten Themen im Schaffen des Künstlers: zunächst sein selbstbewusstes Heraustreten aus der Tradition und seine Findung als Ausdruckskünstler, in der Folge Motivgruppen wie die ambivalente Figur der Mutter oder die Tabubrüche in Form der Darstellung junger Mädchen und Buben, des weiteren Themen wie Spiritualität und Verwandlung, seine enigmatischen Häuser und Landschaften oder etwa seine spannungsvoll komplexe Analyse in seinen Porträtdarstellungen.

 

Die Gewichtung der Ausstellung ergibt sich aus jener der Sammlungen Leopold, die Kunstgeschichte schrieben: bei den Ölbildern wie den Papierarbeiten liegt der Schwerpunkt auf den expressionistischen Jahren 1910–1914, wobei die Blätter zu je einem Drittel den Selbstdarstellungen, den Porträts und Akten der Mädchen und schließlich jenen erwachsener Frauen gewidmet sind. Demgegenüber umfassen die Gemälde alle oben genannten Themen. Neben dem umfassenden Sammlungsbestand, deren Papierarbeiten aus restauratorischen Gründen in drei Durchläufen gezeigt werden, sind einzelne herausragende Schiele-Werke von internationalen Sammlungen als „noble Gäste“ in die Jubiläumsausstellung integriert.

 

Ab 29. September 2018 ist die Schau reloaded zu sehen.

 

Schiele war ein obsessiv Suchender, fasziniert von Frauen wie seiner Muse Wally Neuzil, inspiriert von der Seele der Dinge und der Natur, ein Selbstdarsteller, der extreme Posen und Grimassen als Spiegelung seines eigenen Innenlebens und prägnante, knöchrig-kantige Darstellungen liebte.  

Der Meister ist viel zu früh gestorben. Uns bleibt seine betörend schöne und zugleich tragisch hässliche, aber immer scharfkantige Kunst.

(JT September 2018)

Selbstbildnis mit Lampionfrüchten, 1912. Öl, Deckfarbe auf Holz. 32,2x39,8cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger.

Kardinal und Nonne („Liebkosung“), 1912. Öl auf Leinwand. 70X80,5cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger.

Kauernde mit grünem Kopftuch, 1914. Bleistift, Gouache auf Papier. 47X31cm. Leopold Museum, Wien. Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger

Faszination Japan

Die Herbstausstellung des Kunstforums auf der Freyung (www.kunstforumwien.at) widmet sich unter dem Titel „Faszination Japan. Monet – Van Gogh – Klimt“ vom 10. Oktober 2018 bis zum 20. Jänner 2019 der „Japomanie“ – der Begeisterung der westlichen Welt für die Ästhetik und die Bilderwelt des Fernen Ostens.

Schon in den 1860er Jahren erobern die elegant-exotische Ästhetik der Alltagsgegenstände, die exquisiten Textilien und vor allem die fantasievollen Ukiyo-e, die leuchtend bunten Farbholzschnitte, den europäischen Markt und erfüllen die Sehnsüchte nach einer unbekannten Kultur.

 

Vor allem Künstler beginnen zu sammeln und die fremdartigen Motive in ihre Bildsprache zu integrieren. Monet, Manet, Van Gogh und Degas sind die ersten, ihnen folgen die jüngeren – Toulouse-Lautrec, Bonnard, Vuillard oder Vallotton, Franz Marc und Wassily Kandinsky, um nur die wichtigsten zu nennen. Von Paris aus erobert die Japomanie ganz Europa – auch in Österreich entwickelt sich, ausgehend von der Wiener Weltausstellung 1873, ein regelrechter Hype um die fernöstliche Ästhetik, an der sich auch Gustav Klimt und Egon Schiele inspirieren.

 

Die Ausstellung, kuratiert von Evelyn Benesch, zeigt Gemälde und Druckgrafiken, aber auch Objekte und Möbel, und stellt die von fernöstlicher Ästhetik beeinflusstenen Werke von Monet, Degas, Klimt oder Henri de Toulouse-Lautrec, den Nabis und dem Blauen Reiter, den japanischen Holzschnitten, Paravents und Objekten gegenüber. An die 100 Exponate aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen geben einen breiten Überblick über das Phänomen des „Japonismus“ vom späten 19. Jahrhundert bis zum Beginn der Avantgarden.

(JT September 2018)

Foto: Alfred Stevens, Die japanische Pariserin, 1872, Öl auf Leinwand, 150 x 105 cm, Musée des Beaux-Arts de La Boverie, Liège © Liège, Musée des Beaux-Arts – La Boverie 

Meister des Lichts

 

Vom 21. September 2018 bis 6. Jänner 2019 zeigt die Albertina Wien die erste umfassende Präsentation von Claude Monet (1840–1926) seit über 20 Jahren in Österreich. Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Heinz Widauer, spannt den Bogen von seinen ersten vorimpressionistischen Werken bis hin zu seinen allerletzten Gemälden, die in seinem Garten in Giverny entstanden sind. Die Retrospektive ist mit fast 100 Gemälden von über 40 Leihgebern aus der ganzen Welt bestückt und ist ein Highlight im Wiener AusstellungsHerbst.

 

Monet steht wie kein anderer für die Malerei des Impressionismus. Der französische „Meister  des Lichts“ malte am Meer, an der Steilküste der Normandie und an den Ufern der Seine. Die Wasseroberflächen seiner Bilder reflektieren die leuchtenden Farben üppiger Vegetation im Sommer und den geheimnisvoll grau und blau gefrierenden Dunst seiner Landschaften im Winter. Um sie in ihrer Erscheinungsvielfalt zu erfassen, malt er viele seiner Motive in Serien.

 

Die Schau zeigt Claude Monets Auseinandersetzung mit der Pflanzen- und Wasserwelt im Garten seines Landhauses in Giverny und seinen Werdegang vom Realismus über den Impressionismus bis hin zu einer Malweise, bei der sich die Farben und das Licht allmählich vom Gegenstand lösen und das Motiv von der Naturbeobachtung unabhängig wird.

Mit seinem Spätwerk bereitet Monet erst nach seinem Tod dem abstrakten Expressionismus den Boden.

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT August 2018)

Fotos:

Seerosen, 1914−1917, Öl auf Leinwand, Musée Marmottan Monet, Paris / The Bridgeman Art Library

Junge Mädchen in einem Boot, 1887, Öl auf Leinwand, Tokyo, National Museum of Western Art

Das Atelierboot, 1874, Öl auf Leinwand, © Collection Kröller-Müller Museum, Otterlo

Berühmte Fotos – unbekannter Fotograf

 

Seine Fotos kennt man, ihn selbst aber so gut wie gar nicht! Das ändert nun das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier mit der Ausstellung „Moriz Nähr – Fotograf der Wiener Moderne“, die bis zum 29. Oktober 2018 zu sehen ist und von Uwe Schögl kuratiert wird. Damit weiß man dann endlich, in wessen Linse Klimt mit Katze am Arm geschaut hat!

 

Nähr ist ein malerisch gebildeter Foto-Autodidakt, dessen Können von der Familie von Ludwig Wittgenstein oder Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand - er war sein Kammerfotograf - sehr geschätzt wurde. Mit Gustav Klimt veband Nähr eine lebenslange Künstlerfreundschaft. Zahlreiche Porträtaufnahmen von Klimt dokumentieren die künstlerische Verbundenheit eindrücklich. Umgekehrt ließ sich auch Klimt von den fotografischen Motiven Nährs inspirieren.

 

Moriz Nähr (1859–1945) gilt als einer der wichtigsten Erneuerer in der Fotografie im Wien um 1900. Er war ein genialer Netzwerker seiner Zeit. Seinen Beziehungen verdankte er es auch, Fotograf der Wiener Secession zu sein – er wurde als Ausstellungsfrotograf und für Bildreproduktionen engagiert. Sein vielschichtiges Oeuvre umfasst Selbstbildnisse, Landschafts- , Architektur-, Stadtlandschafts- und Porträtfotografie, die keinesfalls glamourös ist und schon gar nicht zufällig. Seine Fotos sind durchdacht mit einer modernen Bildsprache.

 

(JT August 2018)

Fotos:

Gustav Klimt vor seinem Atelier in der Feldmühlgasse 11 in Wien | 1917 © ARGE Sammlung Gustav Klimt / Dauerleihgabe im Leopold Museum, Wien | Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger

Gruppe von Secessions-Mitgliedern im Mittelsaal der Wiener Secession vor der Eröffnung der 14. Ausstellung, sog. „Beethovenausstellung“, 1902 © ÖNB/Wien, Pf 31931 D 3 | Foto: ÖNB/Wien

Kirchtagtanz | um 1900/07 © Albertina, Wien, Dauerleihgabe der Höheren Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt | Foto: Albertina, Wien

Das Werk der Dora Kallmus

 

Das Leopold Museum in Wien widmet der Fotopionierin Madame d'Ora, Dora Kallmus, bis zum 29. Oktober 2018 die Ausstellung „Machen Sie mich schön, Madame d'Ora“, eine erste umfassende Retrospektive. Mehr als 330 Fotografien aus allen Schaffensphasen zeigen das künstlerische Spektrum des im Laufe von rund 50 Jahren entstandenen Œuvres.

 

Das Atelier d’Ora in Wien galt als beste Adresse der Kaiserstadt für das künstlerische Porträt. In Paris gelang Madame d‘Ora in den 1920er-Jahren der internationale Durchbruch. In das Atelier d’Ora kamen Künstler und Adelige gleichermaßen. So etwa in Wien Gustav Klimt, Emilie Flöge, Alma Mahler, Arthur Schnitzler, Alban Berg und Erzherzog Karl – der spätere letzte österreichische Kaiser Karl I. – mit seiner Frau Zita. In Paris waren es die Größen der Modewelt von Lanvin über Coco Chanel bis Balenciaga und die Stars der Zeit, wie Tamara de Lempicka, Maurice Chevalier oder Josephine Baker, die d’Oras Fotostudio aufsuchten.

In der Folge des Einmarsches der Nazitruppen in Paris im Jahr 1940 verkaufte Madame d’Ora ihr Atelier. 1945 kehrte d’Ora nach Paris zurück. Gerade noch mit dem Leben davongekommen, richtete sie nach dem Krieg ihren zugleich scharfen wie einfühlsamen Blick auf die Flüchtlingslager in Wien und Salzburg sowie in Paris auf das Schlachtvieh der abbatoirs. Fotografische Porträts schuf sie bis in die 1950-er Jahre, etwa von Marc Chagall, Pablo Picasso oder William Somerset Maugham. 1963 starb Dora Kallmus in Frohnleiten.

Weitere Infos unter www.leopldmuseum.org

(JT Juli 2018)

Fotos:

Selbstbildnis der Photographin d’Ora, 1929 Self-portrait of the photographer d’Ora Silbergelatineabzug | Gelatin silver print 12,8 × 17,8 cm ullstein bild collection Foto | Photo: Madame d’Ora – ullstein bild collection

Erzherzog Karl und Erzherzogin Zita mit ihren Kindern Otto und Adelheid, 1915 Archduke Karl and Archduchess Zita with their children Otto and Adelheid Foto | Photo: Austrian Archives/IMAGNO/picturedesk.com

Josephine Baker, 1928 Silbergelatineabzug | Gelatin silver print 19,4 × 16 cm Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg Foto | Photo: Nachlass Madame d’Ora, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg 

KunstBlumen - BlumenKunst

 

Sag‘s durch die Blume!“ heißt die neue Ausstellung in der Orangerie des Unteren Belvedere, die Wiener Blumenmalerei von Waldmüller bis Klimt vom 22. Juni bis 30. September 2018 zeigt. Kuratiert wurde sie von Rolf H. Johannsen.

 

Blumenbilder hatten über die Epochen hinweg eine starke Symbolkraft. Das Spektrum der Ausstellung reicht vom Ende des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei kann auf reiche Bestände des Belvedere für diese florale Seite der Kunstgeschichte zurückgegriffen werden, die zum Teil seit Jahrzehnten nicht mehr zu sehen waren.

Das Genre der Blumenmalerei steht exemplarisch für die generelle Entwicklung der Kunstgeschichte und die damit verbundene Befreiung von der akademischen Norm. Frauen, die immer noch von der akademischen Ausbildung ausgeschlossen waren, konnten sich in diesem Genre erstmals neben ihren männlichen Kollegen als Künstlerinnen einen Namen machen. Dieser Aspekt findet Eingang in die Ausstellung, wie auch die Vorbilder und Einflüsse von außen, auf die die österreichische Blumenmalerei zurückgreift.

Dies wird im Rahmen der Ausstellung anhand hochkarätiger Leihgaben veranschaulicht. Hinzu kommen einige ausgewählte Werke zeitgenössischer Künstler, die oft erstaunliche Parallelen zu den Arbeiten ihrer Vorgänger aufweisen. Es sind Werke u. a. von Jan van Huysum, Ferdinand Georg Waldmüller, Eugène Delacroix, Anton Romako, Hans Makart, Olga Wisinger-Florian, Tina Blau, Gustav Klimt, Koloman Moser, Egon Schiele oder Gerhard Richter zu sehen.

 

Weitere Infos unter www.belvedere.at

(JT Juni 2018)

Fotos: Olga Wisinger-Florian, Blühender Mohn; Gustav Klimt, Bauerngarten mit Sonnenblumen; Ferdinand Georg Waldmüller, Stillleben mit Früchten,

Blumen und silbernem Pokal; alle © Belvedere, Wien

MuseumsJuwel

 

Bereits seit 125 Jahren gibt es das Österreichische Pharma- und Drogistenmuseum. Seit 15 Jahren ist es am Standort Währinger Straße 14 in 1090 Wien beheimatet (www.drogistenmuseum.at) – ein durchaus zu feierndes Doppeljubiläum! 

In den liebevoll renovierten Räumlichkeiten im 9. Bezirk hat das Museum einen würdigen Rahmen gefunden um die Raritäten und Kuriositäten der über 10.000 Exponate und Kuriositäten wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Die Entwicklung des Berufes „Drogist“ hat eine lebhafte Vergangenheit: Aus Quacksalbern und fahrenden Heilkünstlern, die ihre Waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Jahrmärkten verkauften, entwickelte sich mit der Zeit ein geregelter Drogenhandel. Der Begriff „Droge“ war damals noch positiv besetzt. Aus den Drogenkleinhandlungen entstanden im Laufe der Zeit die Drogerien. Die Drogerie hatte die Aufgabe, Drogen (= getrocknete Kräuter, pflanzliche Arzneimittel) und Chemikalien zu vertreiben. Industriell gefertigte Markenartikel gab es praktisch noch nicht. Auch Fotografie, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutz hatten in der Drogerie ihre Kinderstube. Drogisten sind übrigens die einzige Berufsgruppe Österreichs, die über die gesetzliche Erlaubnis verfügt, Gifte abzugeben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Drogerie als Fachgeschäft für Gesundheit, Schönheit und Wellness, wie wir sie heute kennen. Das Personal der Fachdrogerie steht für qualifizierte Kundenberatung, die den Konsumenten hilft, sich in der Vielzahl der am Markt angebotenen Produkte zurechtzufinden.

 

Im Drogistenmuseum finden monatlich auch Vorträge von Fachleuten statt. Der Schwerpunkt liegt bei gesundheitsbezogenen Themen aus Sicht der Schul- und Alternativmedizin, Ernährung, Aromatherapie, Kräuter und Gewürze, alte Hausmittel, um nur einige zu nennen. Dazu kommen spannende Reise-Erlebnisberichte und faszinierende Vorträge des Historikers Mag. Georg Hamann. Der Museums-Vortragsraum kann auch für kleine externe Veranstaltungen gemietet werden.

Die Finanzierung des Museums erfolgt überwiegend durch Sponsoren, Einnahmen von Führungen und Vorträgen sowie Eigenleistungen der gegenwärtig 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind besonders zu erwähnen, denn ohne ihren Einsatz wäre ein Aufrechterhalten des Museumsbetriebes nicht möglich.

 

Der Leitgedanke im Drogistenmuseum: Alle Besucher sind herzlich willkommen! Sie sollen das Museum mit mehr Freude, Begeisterung, Wissen und dem Wunsch, wiederzukommen und das Museum weiterzuempfehlen, verlassen.(JT 2017)

Illustration: Gil Elvgren, Fotos © Drogistenmuseum, Niki Lappas

Das Werk der Künstlerin Maria Biljan-Bilger – fast vergessen, doppelt präsent

 

Als Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin schuf Maria Biljan-Bilger (1912-1997) ein unverwechselbares Werk zwischen Archaik und Moderne. Ihr Wirken ist in der zeitgenössischen Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten und es ist ihrem Mann, dem Architekten Friedrich Kurrent, und dem Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein zu verdanken, dass man die absolut großartigen, beeindruckenden Kunstwerke von Biljan-Bilger heute noch besichtigen kann – und unbedingt sollte!

 

Die Ausstellungshalle, von Kurrent an einem ehemaligen Steinbruch errichtet, in der Hauptstraße 61 in 2453 Sommerein am Leithagebirge in Niederösterreich, wo es die Künstlerin 1962 hinzog, ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr (Eintritt € 3, Kinder frei) für Besucher offen.

 

Biljan-Bilger war Mitbegründerin des Art-Clubs und hatte 1952 ihre erste Personalausstellung im legendären „Strohkoffer“, dem Wiener Ausstellungslokal des Art-Clubs, der Wiener Avantgarde. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Von 1978 bis 1982 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Jahr 2006 wurde in Wien-Donaustadt die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Die Künstlerin erhielt 1972 den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst, 1982 das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien und den Burgenländischen Kulturpreis und 1992 den Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich. Ihre Ausstellungen führten sie nach Rom, Turin, Venedig, Sao Paulo, Mailand, Istrien oder München, wo sie am 1. Mai 1997 stirbt. Ihre Grabstätte ist am Ortsfriedhof in Sommerein.

 

Der Just Tampier-Geheimtipp: verbinden Sie einen Besuch der Ausstellungshalle in Sommerein, das von Wien über Schwechat, Schwadorf und Trautmannsdorf ganz schnell zu erreichen ist (weitere Informationen unter www.maria-biljan-bilger.at) mit einem Mittagessen im ortsansässigen Landgasthaus zum Grünen Baum von Gerhard Schiller.

 

(JT 2017)

Fotos: www.maria-biljan-bilger.at, Margherita Spiluttini