Ort der Kunst

 

Über zehn Jahre lang wurde an der Sommerresidenz von Wiens wohl berühmtestem Feldherrn

Prinz Eugen von Savoyen gebaut. Im Jahr 1723 war die Anlage des Belvedere mit der Fertigstellung des Oberen Schlosses schließlich vollendet. Die Anlage diente ursprünglich als Sommerresidenz des Prinzen. Die museale Nutzung setzt mit der Einrichtung der kaiserlichen Galerie im Oberen Schloss ein, die ab 1777 für die Öffentlichkeit zugänglich war.

 

Im Jahr 2023 feiert das Belvedere demnach sein dreihundertjähriges Jubiläum. Das ist der Anlass, in der Ausstellung „Das Belvedere. 300 Jahre Ort der Kunst“ bis 7. Jänner 2024 die eigene Geschichte zu beleuchten

Als architektonisches Ensemble wie auch als Museum stand das Belvedere über Epochen hinweg für die Inszenierung von Macht und Repräsentanz: als Kulisse höfischer Feste, zeitweise als königliche Residenz, aber auch als Schauplatz der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags 1955.

In einer umfangreichen Ausstellung setzt sich das Haus nun mit seiner wechselhaften Nutzung auseinander.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Björn Blauensteiner, Sabine Grabner, Kerstin Jesse (Konzeptmitarbeit), Alexander Klee, Georg Lechner, Stefan Lehner, Monika Mayer und Luisa Ziaja.

 

Die umfangreiche Schau in der Orangerie im Unteren Belvedere am Rennweg zeichnet die Entwicklung des Belvedere als Museum nach und spannt einen Bogen von der Fertigstellung des oberen Schlosses bis ins Heute und beleuchtet die Rolle des Ausstellungsortes in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.

 

Weitere Informationen unter www.belvedere.at

(JT Jan. 2023)

Fotos:

Johann Gottfried Auerbach, Prinz Eugen von Savoyen als Feldherr, um 1725/1730. Foto: Johannes Stoll

/ Belvedere, Wien

Gerhild Diesner, Herbstlandschaft (Rennweg in Innsbruck), 1945. Foto: Belvedere, Wien

Elke Silvia Krystufek, Pussy Control, 1997. Foto: Belvedere, Wien

Die großen Meister der Druckgrafik

 

Bis 14. Mai 2023 werden in der Propter Homines Halle der ALBERTINA, kuratiert von Christof Metzger, herausragende Werke alter Meister gezeigt.

 

Die ALBERTINA präsentiert 2023 einen Querschnitt durch sechs Jahrhunderte der Geschichte der Druckgrafik von Albrecht Dürer über Henri de Toulouse-Lautrec bis zu Kiki Smith und Damien Hirst.

Das konzipierte Ausstellungsduett – an beiden Standorten des Hauses – reicht von Werken des späten Mittelalters bis hin zu den Prints der Gegenwartskunst. Die beiden Ausstellungen werden gleichsam durch eine dritte erweitert, die allein dem wichtigsten Druckgrafiker des 20. Jahrhunderts gewidmet ist: Picasso.

Der erste Teil „Dürer. Munch. Miró – The Great Masters of Printmaking“ umfasst Meisterwerke u. a. von Albrecht Dürer, Pieter Bruegel, Rembrandt van Rijn und führt herauf zu den beeindruckenden Werken der Moderne und der zeitgenössischen Kunst.

 

Die Geburt des Drucks gehört zu den größten künstlerischen Errungenschaften des ausgehenden Mittelalters. Die massenhafte Vervielfältigung von Bildern wird in Mitteleuropa erst durch die im späten 14. Jahrhundert einsetzende Papierproduktion möglich. Mit dem Aufkommen des Holzschnitts im frühen 15. Jahrhundert, des Kupferstichs vor der Jahrhundertmitte und der Radierung kurz vor 1500, wird Druckgrafik zu einer eigenständigen Kunstgattung, die der Malerei bald ebenbürtig sein sollte.

Damit wandelte sich die Kunst auch zu einem Massenmedium. Endlich war es einer großen Zahl von Menschen möglich geworden, an Kunstwerke zu gelangen.

Die Vielfalt der Sujets, derer sich die Künstler bedienten, ist so vielfältig wie die Technik selbst: Portraits, Landschaften, heilige Geschichten, Veduten sowie gesellschaftskritische Bilder.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Jan. 2023)

Fotos:

Albrecht Dürer. Das Rhinozerus, 1515. Holzschnitt und Typendruck. ALBERTINA, Wien

Edvard Munch. Madonna, 1895/1902. Farblithographie mit Lithokreide, -tusche und Nadel in Schwarz,

Oliv, Blau und Rostbraun; Japanpapier. ALBERTINA, Wien

Joan Miró. Ohne Titel, 1974. Aquatinta, Radierung. ALBERTINA, Wien

Entsorgt => Wiederbelebt

 

Mit BIRKE GORM. dead stock (Kuratorin ist Marlies Wirth) setzt das MAK in Wien vom 1. Februar bis 25. Juni 2023 die Ende 2021 begonnene Ausstellungsreihe zu weiblichen bzw. non-binären zeitgenössischen Künstlerinnen in der MAK Galerie fort.

Birke Gorm, geboren 1986 in Hamburg, lebt und arbeitet in Wien. Sie studierte Textildesign in Dänemark, Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg sowie Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Seit 2017 ist sie als freischaffende Künstlerin tätig. Sie war an Ausstellungen in Wien, Graz, Berlin, Brüssel, Mailand, Kopenhagen, New York und Toronto beteiligt. 2020 wurde sie mit dem Strabag Art Award ausgezeichnet.

 

Das Sammeln von entsorgtem Material ist ein wesentlicher Moment im Œuvre der Künstlerin. Der Titel der Ausstellung dead stock nimmt Bezug auf den englischen Begriff für Ware oder Material, das überflüssig, unverkäuflich oder defekt ist und als „totes“ Material in einem kapitalistischen System gilt. Mit der Wiederaneignung häuslicher – historisch vorwiegend weiblich konnotierter und unbezahlter – Arbeitsprozesse zeigt Gorm die enormen Potenziale der Produktion und Zirkulation von Alltagsgegenständen in Bezug auf die Demontage patriarchaler Geschlechterhierarchien auf.

 

In der Schau werden neun handgefertigte Skulpturen zu Symbolfiguren für den Wert von Material und Arbeit im Kontext von Geschlechterrollen und Gleichberechtigung. Sie wurden aus gefundenem und nicht mehr gebrauchtem Material geschaffen, das keinen aktuellen wirtschaftlichen Wert besitzt („dead stock“), und stellen damit den Bezug zur Tätigkeit des Sammelns („gleaning“) her. Genauso wie Nähen und Flicken galt Sammeln historisch als vorwiegend von Frauen ausgeführte, langsame und repetitive Arbeit und wird mit Zeiten wirtschaftlicher Knappheit assoziiert.

 

Weitere Informationen unter www.mak.at

(JT Jan. 2023)

Fotos:

MAK Ausstellungsansicht, 2023. BIRKE GORM: dead stock. MAK Galerie.

© kunst-dokumentation.com/MAK

Expressiv-explosiv

 

Bis 5. März 2023 zeigt die ALBERTINA in der Pfeilerhalle die sehenswerte Ausstellung

„Ruth Baumgarte - VISIONS OF LIGHT AND COLOR“, kuratiert von Angela Stief, der Direktorin der Albertina Modern.

 

Die deutsche Malerin Ruth Baumgarte (1923 – 2013) wird erstmals in Österreich präsentiert. Das Werk der großen Koloristin dreht sich um ihre Reisen in afrikanische Länder wie Ägypten, Südafrika, Kenia, Tansania, Uganda, Äthiopien, Sudan und Simbabwe.

Die insgesamt 38 Ölgemälde besitzen durch ihre intensiven Farbimpressionen eine geradezu magische Qualität und Intensität, sind gegenständlich und expressiv. Die Künstlerin brachte mit ihren expressiv-explosiven Bildern das gleißende Licht Afrikas nach Europa.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Jan. 2023)

Fotos:

Ruth Baumgarte. Rückkehr, 1994. Öl auf Leinwand. © Privatbesitz Ruth Baumgarte

Ruth Baumgarte. Studie IV, 1997. Kreide auf Papier. © Kunststiftung Ruth Baumgarte

Ruth Baumgarte. Shadows Falling behind your back (Shadows falling behind her back), 1995. Öl auf

Karton. © Kunststiftung Ruth Baumgarte

Mischkulanz

 

Die Ausstellung mixed up with others before we even begin im mumok im Wiener Museumsquartier, kuratiert von Franz Thalmair, richtet bis 10. April 2023 den Blick auf geschichtlichkulturelle Prozesse des Vermischens um nicht im Immergleichen der Monokultur stecken zu bleiben u

 

Verknüpfungen, Verkettungen und Verquickungen; Hybridisierung, Kreolisierung und Amalgamierung; Bastarde, Liaisonen, Aggregatoren, Myzele, Rhizome und netzwerkartige Gefüge: - die Schau setzt sich mit künstlerischen Phänomenen auseinander, die innerhalb der gegenwärtigen visuellen Kultur unterschiedliche, teils gegensätzliche Elemente miteinander verbinden.

Es werden diese Formen des In-Berührung-Bringens und Miteinander-inBeziehung-Stehens gegen Gebote von Autonomie, Originalität und Authentizität, ja gegen eine in der westlichen Moderne forcierte und zuletzt auf den globalen Bühnen von Politik und Wirtschaft wieder verstärkt propagierte Idee von Reinheit in Stellung gebracht.

 

Die an der Ausstellung beteiligten Künstler - Leilah Babirye, Mariana Castillo Deball, Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová, Nilbar Güreş, Nicolás Lamas, Slavs and Tatars – treten in Dialog mit Werken aus der mumok Sammlung sowie mit Objekten aus den Sammlungen des Naturhistorischen Museums Wien.

Die Kombination aus eigenen Werken und Museumsstücken rückt Verfahren, die zu Mischformen führen, als künstlerische wie auch als gesellschaftlich und politisch wirksame Strategie in den Vordergrund.

 

Weitere Informationen unter www.mumok.at

(JT Nov. 2022)

Fotos:

Mariana Castillo Deball. Microhistoria, 2011. Paper-mâché, aluminium wire, laser prints. Courtesy of Mariana Castillo Deball and Barbara Wien, Berlin. © the artist 

Anetta Mona Chişa & Lucia Tkáčová. Nothing Nowhere into Something Somewhere, 2015/2022.

Book pages. © and Courtesy of the artists 

Funky minimal

 

Das belvedere21 zeigt vom 25. November 2022 bis 12. März 2023 die Schau circuit cruise / feasible memory/regulator von Gerwald Rockenschaub, kuratiert von Axel Köhne.

 

Bunte Flächen, Figuren und Formen flackern, rucken und zucken dynamisch, aber lautlos auf den Wänden. Eine gleichermaßen minimalistische wie komplexe und äußerst präzis inszenierte Reizüberflutung verlangt genaues Hinsehen auf das Abstrakt-Geometrische, das Lakonisch-Reduzierte.

Seit bald vier Jahrzehnten zählt Rockenschaub, der seit Ende der 1980er-Jahre auch als DJ und Musiker aktiv ist, zu den herausragenden österreichischen Vertretern der Gegenwartskunst.

Sein multimediales Werk ist geprägt durch das Prinzip der Reduktion auf wenige, aber wesentliche Elemente, Strukturen und Farbkontraste.

Die Arbeiten des radikalen Minimalisten sind einfach, nicht narrativ, aber vielschichtig. Sie reichen von den Tuschezeichnungen der frühen 1980er-Jahre, den abstrakt-geometrischen Öl-auf-Leinwand-Bildern, die der Neo-Geo-Bewegung zugeordnet werden, über die Verwendung von industriell gefertigtem Acrylglas, die Produktion raumgreifender installativer Arbeiten und voluminöser aufblasbarer PVC-Objekte bis hin zu den digitalen Animationen in dieser Ausstellung.

Die Werke entstehen seit Jahren am Computer.

 

Der Künstler reagiert mit einer Installation auch auf die besondere Architektur des belvedere21-Glaspavillons von Karl Schwanzer.

 

Weitere Informationen unter www.belvedere.at

(JT Nov. 2022)

Fotos © 2022 Gerwald Rockenschaub

 

Die Verfremdung des Vertrauten

 

Stanislava Kovalcikova gibt erstmals in Österreich bis 5. Februar 2023 im belvedere21 Einblick in ihr anziehendes und rätselhaftes Werk in der Ausstellung Grotto, kuratiert von Stella Rollig, der Generaldirektorin des Belvedere.

Der Titel Grotto ist angelehnt an die künstlich angelegte Grotte in Hugh Hefners Villa in Los Angeles, in der der Playboy-Herausgeber Partys gab. Nach seinem Tod wurden Berichte über sexuellen Missbrauch und Drogenexzesse an diesem Ort publik. Der Titel weist auf das Wirkungsgefüge aus toxischer Männlichkeit, Geld, Macht und der sexuellen Ausbeutung von Frauen hin. Vom italienischen Wort grotto leitet sich auch der Begriff Groteske ab, der in der Kunstgeschichte für Verstöße gegen formale Regeln und Gestaltungsprinzipien angewendet wird: ein Leitmotiv in Kovalcikovas Werk.

 

Die Gemälde kreisen um die Fragen der persönlichen Identität und deren Konstruktion. Sie halten oft intime, flüchtige Momente fest, denen auch traumhafte, surrealistische Aspekte innewohnen. Kovalcikova entwirft skurrile Szenerien mit Mensch- und Tierwesen, die abseits erwartbarer Normen agieren. Die Protagonisten der Werke entziehen sich allen Zuordnungen, sind genderfluid, Fantasiewesen unklarer sozialer Herkunft, zeitlosen Alters und unbestimmbarer Hautfarbe, mit undurchschaubaren Absichten. Ihre Verbindungen zueinander sind nicht eindeutig interpretierbar, erscheinen fesselnd und verstörend.

Die Arbeitsweise der Künstlerin ist extrem langwierig und meditativ – das Entstehen jedes Gemäldes nimmt mehrere Jahre in Anspruch mit wiederholten Übermalungen und Bearbeitungen der Oberfläche.

 

Ein anziehendes und rätselhaftes Werk!

Weitere Informationen unter www.belvedere.at

(JT Nov. 2022)

Fotos:

Stanislava Kovalcikova, Die Gute Hirtin, 2022. Courtesy of the artist and Peres Projects, Berlin, Seoul, Milan. Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

Stanislava Kovalcikova, Wait till the sun shines, 2022. Courtesy of the artist and Peres Projects, Berlin, Seoul, Milan. Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

Stanislava Kovalcikova, Sad Venus, 2015-2022. Private collection, courtesy of the artist and Peres Projects, Berlin, Seoul, Milan. Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

Get the Look!

 

Die Ausstellung „Look“ bis 16. April 2023 im Museum der HeidiHortenCollection ist eine Hommage an die Museumsgründerin Heidi Goëss-Horten, an ihren Stil und ihre Leidenschaften.

Sie verbindet einen Schwerpunkt der Sammlung – das Bild der Frau und der Blick auf Frauen – mit dem Thema Mode. So ist diese erste Themenausstellung im neuen Museum auch eine sehr persönliche Präsentation, bei der Gemälde, Skulpturen und Objekte zueinander in Beziehung gesetzt werden.

 

Das Spektrum reicht vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, von glamourösen Divas, modernen Frauen der Avantgarde, kontemplativen Porträts und psychologisierenden Weiblichkeitsdarstellungen über Accessoires mit Fetischcharakter und Aktbildnissen bis hin zu feministischen Gegenpositionen. Die gezeigten Werke gehörten zum direkten Lebensumfeld der Sammlerin, zeigen ihre sehr persönliche Auswahl und spiegeln in gewisser Art und Weise Seiten ihrer starken und selbstbewussten Persönlichkeit.

Daneben präsentiert die Ausstellung Haute-Couture-Kleider mit einem Fokus auf die 1980er Jahre von Christian Dior, Givenchy, Yves Saint Laurent, Jean Patou und Jean-Louis Scherrer, die sich Heidi Goëss-Horten exklusiv schneidern ließ.

Die Schau ist keine „Modeausstellung“, dennoch gehen Kunst und Mode auch durch das Mitwirken des Modedesigners Arthur Arbesser eine neue Beziehung ein.

 

Mit Werken von Friedrich von Amerling, Francis Bacon, Alexander Calder, Kees van Dongen, Jean Dubuffet, Lyonel Feininger, August Macke, Henri Matisse, Pablo Picasso, Mimmo Rotella, Niki de Saint Phalle, Andy Warhol sowie mit zeitgenössischen Positionen von Sylvie Fleury, Gelatin, Lena Henke, Birgit Jürgenssen, Michèle Pagel, Philipp Timischl u. a.

 

Weitere Informationen unter www.hortencollection.com

(JT Nov. 2022)

Fotos:

Mimmo Rotella, Marilyn, 1963. Heidi Horten Collection/Bildrecht, Wien, 2022

Kees van Dongen, Comedia (Montparnasse Blues),ca. 1925. Heidi Horten Collection/Bildrecht, Vienna, 2022

Christian Dior, Modell 59 / 1981. Abendkleid aus changierendem Seidentaft. © Heidi Horten Collection,

Foto: www.kunst-dokumentation.com /Manuel Carreon Lopez

August Macke, Zwei Frauen vor dem Hutladen, 1913. Heidi Horten Collection

Auf den Spuren einer schillernden Persönlichkeit

 

Das Leopold Museum widmet bis 27. Februar 2023 auf der Ebene -2 dem gefeierten Theater- und Filmstar Tilla Durieux (1880–1971) die erste umfassende Ausstellung „Tilla Durieux. Eine Jahrhundertzeugin und ihre Rollen“, kuratiert von Daniela Gregori.

Die Schau geht der Faszination auf den Grund, welche die gebürtige Wienerin und Wahlberlinerin bereits auf ihre Zeitgenossen ausübte, und folgt anhand von Bildnissen quer durch alle Medien den Spuren dieser schillernden Persönlichkeit.

 

Durieux war sowohl moderne Frau der 1920er-Jahre als auch politisch engagierte Zeitgenossin, deren Rollen ebenso vielfältig waren wie die Liste jener Künstler, denen sie Modell saß – unter ihnen ­Auguste Renoir, Lovis Corinth, Franz von Stuck, Max Slevogt, August Gaul, Emil Orlik, Ernst ­Barlach, Olaf Gulbransson, Max Oppenheimer, Oskar Kokoschka, Frieda Riess, Charley Toorop, Sasha Stone, Lotte Jacobi und Mary Duras.

Anhand der Porträts kann man quasi die Geschichte des Porträts der Moderne nachvollziehen!

 

Die Ausstellung zeigt rund 233 Werke, darunter 14 Gemälde, 81 Arbeiten auf Papier und 84 Fotografien. Begleitend ist ein Katalog mit Beiträgen von Stephan Dröschel, Daniela Gregori, Hannah Reisinger, Aline Marion Steinwender und einem Prolog von Hans-Peter Wipplinger erschienen.

 

Weitere Informationen unter www.leopoldmuseum.org

(JT Okt. 2022)

Fotos:

EUGEN SPIRO, Dame mit Hund (Tilla Durieux), 1905 © Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien © Bildrecht, Wien 2022

RESIDENZ ATELIER WIEN, I. FLEISCHMARKT 1, Porträt Tilla Durieux, 1905 © Leopold Museum, Wien Foto: Leopold Museum, Wien

MAX OPPENHEIMER, Bildnis Tilla Durieux, 1912 © Leopold Museum, Wien, Foto: Leopold Museum, Wien 

Die Hagenbündler“ im Leopold Museum

 

Zum Auftakt des Ausstellungsherbstes widmet das Wiener Leopold Museum im MQ auf der Ebene -1 bis 6. Februar 2023 dem Hagenbund eine umfassende Ausstellung „Hagenbund. Von der gemäßigten zur radikalen Moderne“ - kuratiert von Hans-Peter Wipplinger, Dominik Papst und Stefan Üner.

Die Schau versammelt eine spezifische Auswahl jener herausragenden österreichischen Positionen, welche die künstlerischen Höhepunkte der Vereinigung markieren.

 

Nur drei Jahre nach der Gründung der Wiener Secession formierte sich 1900 mit dem Künstlerbund Hagen eine weitere Gegenbewegung zur renommierten Genossenschaft bildender Künstler Österreichs, der konservativen Künstlerhaus Vereinigung. 22 Künstler kritisierten dadurch die mangelnde Förderung junger Talente seitens der Vereinigung.

Der Künstlerbund Hagen, benannt nach dem Gastwirt Josef Haagen, in dessen Bierlokal „Zum blauen Freihaus” in der Gumpendorfer Straße sich seit 1881 die Haagengesellschaft traf, war eine lose Künstlergruppierung, aus der sowohl die Vereinigung bildender Künstler Österreichs – die Wiener Secession – als auch der Hagenbund hervorgingen.

 

Der Künstlerbund Hagen etablierte sich innerhalb kurzer Zeit als Plattform der Avantgarde. Er war in den 1910er-Jahren bedeutend für junge und progressive zeitgenössische Kunst. Im Hagenbund dominierte die Malerei, doch auch Bildhauerei, Kunsthandwerk, Skulpturen und architektonische Überlegungen fanden sich in den Präsentationen.

Die 1920er-Jahre gelten als die Blütezeit des Hagenbundes, wo letztendlich der Schritt von einer gemäßigten hin zu einer radikalen Moderne gesetzt wurde.

Gerade die Fortschrittlichkeit des Hagenbundes war es, die zu seinem Ende führte. Der Glaube an die Moderne und die kosmopolitische Ausrichtung standen im Gegensatz zu den faschistischen Tendenzen in Europa. Zu liberale künstlerische Ansichten, eine hohe Anzahl an Künstlern mit jüdischen Wurzeln und der linke Flügel innerhalb des Künstlerbundes führten im September 1938 zur Auflösung der Künstlervereinigung durch die Nationalsozialisten.

 

Insgesamt 266 Künstler waren im Laufe der vier Jahrzehnte seines Bestehens Mitglieder des Hagenbundes, rund 180 davon ordentliche Mitglieder, dazu kamen außerordentliche, korrespondierende und Ehrenmitglieder. Von den 74 eigenen Ausstellungen, die der Hagenbund zwischen 1902 und 1937 organisierte, wurden lediglich 17 gänzlich ohne weibliche Beteiligung abgehalten, womit die Präsenz der Künstlerinnen eine (auch heute noch!) bemerkenswerte, essentielle Konstante darstellte.

 

Weitere Informationen unter www.leopoldmuseum.org

(JT Sep. 2022)

Fotos:

HELENE FUNKE, In der Loge, 1907 © Lentos Kunstmuseum Linz, Foto: Lentos Kunstmuseum Linz

OTTO RUDOLF SCHATZ, Die Hoffnung, 1930 © Leopold Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien © Bildrecht, Wien, 2022

CARRY HAUSER, Jazzband, 1927 © Familie Goldscheider, Foto: EPIC GmbH, Petra Graf © Bildrecht, Wien 2022

Das Tier in Dir – Kreaturen in und außerhalb der mumok Sammlung

 

Die mumok Sammlung beinhaltet knapp fünfhundert Werke, die mit Tieren zu tun haben – eine beachtliche Anzahl, die die Frage aufwirft, was für ein Zoo eigentlich das Museum ist.

Was wird hier wie dort verwahrt, beforscht und zur Schau gestellt, um die „Freiheit der Kunst“ und das „wild life“ zu schützen? Und in wessen Interesse?

 

Die Jubiläumsausstellung „Das Tier in Dir“ anlässlich des 60. Geburtstages des Museums moderner Kunst Österreichs bis 26. Februar 2023, kuratiert von Manuela Ammer und Ulrike Müller, stellt sich anlässlich des 60. Geburtstages solchen Fragen und nutzt die populäre Anziehungskraft von Tieren um über die Natur von Sex, Hunger und Zuneigung nachzudenken sowie über Familien- und Geschlechterbeziehungen, Sozialisation und Domestizierung und nicht zuletzt über die andauernde Wirkung von Kolonialgeschichte.

Wer nimmt wen an die Kandare? Wer stutzt wem die Flügel? Wer krault wem den Bauch?

 

In der Ausstellung geht es somit mehr um Körper, die sich bewegen oder stillstehen, liegen oder stehen, sich ducken oder kriechen. Das Tier als Motiv dient als Ausgangspunkt um zu einem materialistischen Verständnis von Kunst und Leben zu gelangen.

Denn in der westlichen Welt ist „taming and framing“ das, was wir tun um unser Territorium zu markieren und unsere Subjektivität zu behaupten.

 

Es werden Werke gezeigt von Lothar Baumgarten, Joseph Beuys, Linda Bilda, Helen Chadwick, Friedl Dicker-Brandeis/Franz Singer, VALIE EXPORT, Öyvind Fahlström, Heinz Frank, Gloria Friedmann, Nancy Graves, Karel Havlíček, Jann Haworth, Candida Höfer, Ull Hohn, Anna Jermolaewa, Isolde Maria Joham, Gülsün Karamustafa, Alfred Klinkan, Dominique Knowles, Tetsumi Kudo, Maria Lassnig, Otto Muehl, Herrmann Nitsch, Oswald Oberhuber, Madame d’Ora (Dora Kallmus), Gina Pane, Pino Pascali, Germaine Richier, Susan Rothenberg, Erica Rutherford, Chéri Samba, Cagnaccio di San Pietro, Rudolf Schwarzkogler, Daniel Spoerri, Ursula u. a.

 

Weitere Informationen unter www.mumok.at

(JT Sep. 2022)

Fotos:

Cagnaccio di San Pietro. Zoologia, 1928. Öl auf Leinwand / Oil on canvas. 85 x 106 cm. mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien. Erworben | acquired in 1977

Herman Prigann. Begegnung, 1978. Öl auf Leinwand / oil on canvas. 150 x 160 x 2 cm,

mumok - Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien.Erworben / acquired in 1982

© Bildrecht Wien, 2022

So ging einst „Schöner Wohnen“

 

Im Waschsalon Karl-Marx-Hof gibt es eine neue Sonderausstellung bis 17. Dezember 2023: Schöner Wohnen im Roten Wien. 100 Jahre Punktesystem – 100 Jahre Wohnbauprogramm“, konzipiert und kuratiert von Lilli Bauer und Werner T. Bauer. Sponsor der Sonderausstellung ist die Wiener Städtische - Vienna Insurance Group.

 

Einen Wiener Gemeindebau der Ersten Republik erkennt man auf den ersten Blick.

Die Fassaden mit ihren Sprossenfenstern, Balkonen, Loggien und Erkern prägen das Stadtbild bis heute. Doch wie wohnten die ersten Arbeiterfamilien in diesen neuen, gesunden Volkswohnungen?

Der Waschsalon geht auf Wohnungsinspektion.

 

Um 1900 lebte die Mehrheit der Wiener Bevölkerung noch auf Zimmer und Küche. Berüchtigt waren die Gangküchenwohnungen ohne fließend Wasser und ohne Elektrizität.

1922 wurde ein transparentes „Punktsystem“ eingeführt, das die Wohnungswerber in Dringlichkeitsstufen einteilt. 1923 beschloss der Gemeinderat ein erstes Wohnbauprogramm,

Am Ende der Ersten Republik wohnte jeder zehnte Wiener in einer Gemeindebauwohnung.

Die Wohnungsgrößen wurden anfangs häufig als zu klein empfunden. Die Stadt nahm sich die Kritik zu Herzen und plante ab 1927 auch größere Wohneinheiten. Mit den größer dimensionierten Grundrissen hielt auch das bürgerliche Wohnzimmer Einzug in die Arbeiterwohnung.

 

Weitere Informationen unter www.dasrotewien-waschsalon.at

(JT Aug. 2022)

Foto: Interieur, 1928, koloriert © WStLA/Foto Gerlach

Donald Duck made in Austria!

 

Als Österreichs einziges Museum für satirische Kunst nimmt das Karikaturmuseum Krems seit über

20 Jahren eine Sonderstellung in der hiesigen Museumslandschaft ein.

Bis 19. Februar 2023 zeigt das Museum die Ausstellung „Donald made in Austria“ von Florian Satzinger, kuratiert von Künstler selbst und Gottfried Gusenbauer, dem künstlerischen Direktor.

 

Der international renommierte Character-Designer dachte Figuren wie Donald Duck und Micky Maus mit den Stilmitteln der Karikatur für Film und Kino neu. In der Schau geben zentrale Stationen im Schaffen Satzingers Aufschluss über seine Design- und Arbeitsweise.

Entscheidend für ein gelungenes Design ist, dass der Charakter in seiner fantastischen Form glaubwürdig und nachvollziehbar bleibt. Dafür entwirft Satzinger sogenannte Baupläne für Figuren um sie auf wenige Grundformen herunterzubrechen und eine Vielzahl von Posen und Gesichtsausdrücken auszuarbeiten.

Der gebürtige Grazer arbeitete bereits für eine Reihe von Filmstudios und Medienhäusern wie Warner Bros. und Disney.

Begleitet wird die Schau von einem Exkurs der Diversitätsexpertin Maryam Laura Moazedi über aktuelle Fragestellungen zur Vermeidung von Stereotypen im Character-Design.

 

In Kooperation mit dem Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten zeigt das Karikaturmuseum Krems die Schau „Donald Made in Austria!" weltweit an weiteren Ausstellungsorten.

Weitere Informationen unter www.karikaturmuseum.at

(JT Juni 2022)

Fotos © Florian Satzinger

Ein neues Museum für das KunstGenießen

 

Das Museum für die Heidi Horten Collection eröffnete am 3. Juni 2022 nach knapp zwei Jahren umfangreicher Bauarbeiten in der Wiener Innenstadt zwischen Staatsoper, Albertina und Burggarten. Dafür haben the next ENTERprise architects das ehemalige erzherzogliche Kanzleigebäude mit ambitionierter Architektur zu einem zeitgenössischen Museum umgestaltet.

Unter dem Titel OPEN werden Besucher dieses erstmals in seiner ganzen Strahlkraft erleben können als Ort des des KunstGenießens mit Agnes Husslein-Arco als Direktorin der Heidi Horten Collection.

 

Heidi Goëss-Horten erlebte noch die Eröffnung ihres Herzensprojektes. Kurz danach starb diese wunderbare Sammlerin und Mäzenin.

Nachdem sie Teile ihrer umfangreichen exquisiten Kollektion mit Meisterwerken von der Klassischen Moderne bis zur Pop Art und zeitgenössischen Kunst 2018 im Wiener Leopold Museum präsentiert hatte, gab das überwältigende Publikumsinteresse den Anstoß dazu, die umfangreiche Sammlung für künftige Generationen zu bewahren und mit der Gesellschaft zu teilen. Hauptaufgabe des neuen Museums wird es sein, die Sammlung in all ihren unterschiedlichen Facetten erlebbar zu machen und Sonderausstellungen zu sammlungsinhärenten Themen zu präsentieren.

 

Drei Ausstellungsebenen, die durch freischwebende Treppen verbunden sind, bieten auf rund 1.500 m2 großzügige Ausstellungsflächen. Ein Atelier mit Terrasse ist kreativen Vermittlungsaktivitäten gewidmet, die Heidi Goëss-Horten ein großes Anliegen waren. Ein besonderer Ort im Museum mit historischem Bezug ist der Tea Room. Gestaltet von den Künstlern Markus Schinwald und Hans Kupelwieser, lädt er dazu ein, in den Kosmos der Sammlerin einzutauchen und nach dem Museumsbesuch zu entspannen. Ein kleiner Museumsgarten eignet sich zur Aufstellung von Skulpturen der Sammlung und bildet eine unerwartete Ruheinsel im Getriebe der Stadt.

 

Zur Eröffnung erschien ein Katalog zur Architektur des Hauses und seiner Geschichte sowie eine Publikation zur Ausstellung.

Weitere Informationen unter www.hortencollection.com

(JT 2022)

Fotos:

Heidi Goëss-Horten vor einem Werk Francis Bacons, 2019 Foto: Ouriel Morgensztern, © Heidi Horten Collection

Heidi Horten Collection. Foto: Rupert Steiner, © Heidi Horten Collection

Ausstellungsansichten OPEN, Heidi Horten Collection, 2022, Foto: © kunst-dokumentation.com/Manuel Carreon Lopez (Affe + Hase vom Künstlerpaar Claude und François-Xavier Lalanne, Vibrosauria von Constantin Luser)

AusstellungsHöhepunkte in Krems

 

Die Kunstmeile Krems bildet mit ihrer Vielzahl an Museen, Galerien, Konzerten, Kunst- und Musikfestivals ein einzigartiges Kunst- und Kulturareal.

25 neue Ausstellungen in den sechs zentralen Museen, 4 Festivals, 2 Klangkunstwerke im Klangraum Krems Minoritenkirche, 1 Open Air Kino beim Kesselhaus und 1 Kinder.Kunst.Fest für die ganze Familie werden heuer geboten. Das Forum Frohner feiert 2022 sein 15-jähriges Bestehen. Die Artothek Niederösterreich wird 20 Jahre alt. Das museumkrems ist seit 130 Jahren im ehemaligen Dominikanerkloster am Körnermarkt beheimatet.

 

Einen großen Auftritt haben die Landessammlungen Niederösterreich in der Landesgalerie Niederösterreich (21.05.2022–05.02.2023). Über drei Etagen werden hochkarätige Werke von rund 100 Künstlern aus der Zeit nach 1960 präsentiert.

Die Privatsammler Amir und Shahrokh Shariat stellen für eine Gruppenausstellung in der Kunsthalle Krems figurative Gegenwartskunst aus Afrika zur Verfügung (19.11.2022–12.03.2023).

Das Karikaturmuseum Krems widmet dem Zeichner Paul Flora anlässlich seines 100. Geburtstags ab Februar eine umfassende Retrospektive (20.02.2022–29.01.2023).

Als Highlight für die ganze Familie beleben ab Juli Donald Duck und andere Trickfilmfiguren aus der Hand des Character-Designers Florian Satzinger das Karikaturmuseum Krems (17.07.2022–19.02.2023). 

  

Alle weiteren Informationen unter www.kunstmeile.at

(JT 2022)

Foto: Kunstmeile Krems, 2019 © Kunstmeile Krems by Faruk Pinjo

Neues aus München

 

Das KUNSTLABOR 2 im bayerischen München vereint viele Programmpunkte unter einem Dach und bietet ein umfangreiches Rahmenprogramm für Besucher, die eingeladen werden, aktiv Teil und Mitgestalter des Angebots zu sein.

 

Knapp 10.000 Quadratmeter und sechs Etagen umfasst das KUNSTLABOR 2 in einem ehemaligen Gesundheitshaus in der Maxvorstadt in der Dachauer Straße.

Es wurde als Zwischennutzungsprojekt vom Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) in ein neues Zentrum für Kunst und Kultur umgewandelt.

Besonders spannend für Fans von Street- und Urban Art: Zwei der sechs Etagen wurden und werden von mehr als 100 Künstlern in ein begehbares Kunstwerk verwandelt. Mit dabei sind bekannte Namen wie Loomit oder Rapper Samy Deluxe, aber auch Newcomer wie Pepe (alias Jose Luis Villanueva Contreras).

 

Unbedingt für den nächsten München-Trip vormerken!

Weitere Infos unter www.kunstlabor.org

(JT 2022)

Foto © MUCA / wunderland media GmbH

Das MAK in Wien 

 

Das Wiener Museum MAK bildet vieles ab, was im Alltag der Menschen einen Platz hat.

Das macht es für die Generaldirektorin Lilli Hollein zu einem demokratischen Haus, einem Museum mit großer Zugänglichkeit.

Öffnung – Haltung – Vermittlung – Diversität – Perspektivenwechsel stehen seit ihrem Antritt für ihre Visionen, Pläne und die zukünftige Positionierung des MAK, an deren Umsetzung mit dem gesamten Team bereits intensiv gearbeitet wird und die sich auch deutlich im Programm widerspiegeln.

Holleins expliziter Wunsch ist es, das MAK, das mit seinen interdisziplinären, interkulturellen Inhalten in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verankert ist, einem breiten Publikum zu öffnen.

 

Zurückgreifend auf den Gründungsgedanken des Museums mit seiner Vorbildersammlung, nimmt das MAK zudem seine Verantwortung wahr, in Fragen der Gestaltung beispielgebend zu sein.

Das Haus sieht sich als wesentliches Gegenüber für Gestalter und als aufgeschlossener Auftraggeber, der explizit eine junge Szene einbindet und dennoch offen für alle KünstlerGenerationen ist – von digitaler Kunst bis hin zur Auseinandersetzung mit klassischen Medien der angewandten Kunst.

 

Hier ein Auszug der aktuellen Ausstellungen:

WERKSTÄTTE HAGENAUER. Wiener Metallkunst 1898–1987, 26. Oktober 2022 bis

3. September 2023

100 BESTE PLAKATE 21. Deutschland Österreich Schweiz, 19. Oktober 2022 bis 5. Februar 2023

 

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(JT 2022)

Foto © Bueronardin