Fantastisches in Tulln

 

Im Minoritenkloster Tulln zeigt der Meister des Fantastischen Realismus, Arik Brauer, vom 27. September  bis 5. November 2017 eine Auswahl seiner Werke unter dem Titel „Fantastisch-realistisch“.

Die Ausstellungsreihe Kunst im Tullnerfeld ist ein gemeinsames Projekt der Stadtgemeinde Tulln und der MVM Donaukultur sowie deren Geschäftsführer Franz Müllner.  

 

Der Künstler feierte nicht nur als Maler Erfolge, sondern auch als Autor und Liedermacher, Bühnenbildner und Haus-Gestalter. Er erhielt 1979 den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst, 2002 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, 2011 das Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien und 2015 den Amadeus Austrian Music Award für das Lebenswerk. Aber: immer sprechen seine Werke für sich!

2014/2015 widmete das Leopold Museum im Wiener MuseumsQuartier dem "Gesamt.Kunst.Werk" Arik Brauer eine Retrospektive.

 

Die Ausstellung am Minoritenplatz 1, 3430 Tulln, ist von Montag bis Freitag während der Amtszeiten, und Samstag und Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei. Weitere Informationen unter www.donaukultur.com/brauer-tulln

 

Timna Brauer, die Tochter des Künstlers, wird mit ihrem Partner Elias Meiri am Mittwoch, 25. Oktober 2017, um 19.00 Uhr im Rahmen der Ausstellung ein Konzert gibt. Die Karten kosten 25 € bei freier Platzwahl. Karten sind ab sofort unter www.oeticket.com erhältlich.

(JT Aug. 2017)

Fotos: donaukultur.com, brauer-meiri.com

Rubens‘ opulentes Werk

 

Vom 17. Oktober 2017 bis zum 21. Jänner 2018  präsentiert das Kunsthistorische Museum Wien den berühmten Barockmaler Peter Paul Rubens im Kontext mit seinen Inspirationsquellen und Vorbildern. Die große Sonderausstellung „Rubens – Kraft der Verwandlung“ zeigt anhand von Werken aus der eigenen Sammlung des KHM sowie rund 70 Leihgaben aus den großen Sammlungen der Welt, wie Rubens bei anderen Künstlern – in Werken seiner Zeitgenossen ebenso wie in Gemälden bedeutender Renaissancemaler sowie Skulpturen aus Antike und Renaissance – Inspiration fand und wie ihm seine außergewöhnlichen Kunstwerke gelangen. 

 

Peter Paul Rubens (1577 Siegen - 1640 Antwerpen) war seinerzeit ein Star – und ist es bis heute! Das gewaltige Lebenswerk dieses Genies umfasst großformatige Altarbilde und sinnliche Akte. Zu den berühmtesten zählt etwa „Das Pelzchen“ im Kunsthistorischen Museum. Die Darstellung ist eine Liebeserklärung des Malers an seine zweite Gemahlin, die junge Hélène Fourment.

 

Die Werkauswahl, darunter etwa 70 Leihgaben aus dem Prado in Madrid, der Eremitage in St. Petersburg oder der National Gallery of Art in Washington D.C. ist dabei so getroffen, dass Gegenüberstellungen verdeutlichen, wie Rubens arbeitete. Es ist damit der spannendste Aspekt seines Schaffens thematisiert: die Auseinandersetzung des Malers mit Quellen und Vorbildern.

(JT Aug. 2017)

Fotos:

Peter Paul Rubens. Helena Fourment ("Das Pelzchen") um 1636/1638, Eichenholz 176 x 83 cm © KHM-Museumsverband

Peter Paul Rubens. , Das Parisurteil, 1638. Öl auf Leinwand 199 x 381 cm ©Museo Nacional del Prado

Peter Paul Rubens. Detail aus "Die vier Flüsse des Paradieses", um 1615. Leinwand, 110 cm x 85,5 cm x 2,4 cm. © KHM-Museumsverband

 

Herbst in der Kunsthalle Wien

 

Es gibt bereits eine erste Vorschau auf die Ausstellungen im Herbst in der Kunsthalle Wien (www.kunsthallewien.at).

 

Die Ausstellung „Was ist Loos?“ vom 28. September bis 12. November 2017 am Standort Karlsplatz, kuratiert von Juliane Bischoff, gibt einen Überblick über Arbeiten von Ineke Hans und geht Fragen nach dem aktuellen Zustand und der Zukunft des Designs nach. Mit ihren Entwürfen reagiert Ineke Hans damit auf gesellschaftliche Bedürfnisse unserer Zeit und entwickelt Objekte, die auch soziale Aspekte einbeziehen. 

 

Vom 3. November 2017 bis 28. Jänner 2018 erkundet das Projekt „Publishing as an Artistic Toolbox: 1989–2017“ die Potenziale von Druckwerken – in Form von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, künstlerischen Interventionen, Websites – als Kontext und Medium, in dem Informationen und Wissen vermittelt und letztlich auch Kunst produziert wird. Die Ausstellung von Kurator Luca Lo Pinto ist in der Kunsthalle Museumsquartier zu sehen.

 

Ebenfalls im Museumsquartiert bilden vom 17. November 2017 bis 14. Jänner 2018 Bildende Kunst und (elektronische) Musik bei Florian Hecker eine Einheit. Skulpturale Elemente können zugleich Soundquellen sein und der Modifizierung, Verstärkung oder Lenkung akustischer Sensationen im Raum dienen. Hecker wird für die Kunsthalle Wien eine eigene „synthetische“ Komposition erstellen und einen szenografischen Raum für deren Aufführung entwerfen. Wie bei den Ausstellungen von Tony Conrad oder Charlemagne Palestine erwartet den/die Besucher/in ein synästhetisches Abenteuer: der Versuch, Klang sichtbar und fühlbar zu machen. Kuratorin ist Vanessa Joan Müller.

(JT Sommer 2017)

Fotos beigestellt von der Kunsthalle Wien

Sommer im Leopold Museum

 

Vom 7. Juli bis 18. September 2017 zeigt die Sammlung Leopold die Schau FRAUENBILDER - Vom Biedermeier zur frühen Moderne. Entsprechend der zeitlichen Schwerpunktsetzung der Sammlung konzentriert sich die Auswahl auf Werke österreichischer Künstlerinnen und Künstler aus der Zeit von 1830 bis 1930.

Frauendarstellungen finden sich zunächst vor allem im Genre weiblicher Porträtdarstellungen. Daneben wird die Frau häufig in traditionellen Rollenbildern als Gattin und Mutter, aber nicht als Arbeiterin dargestellt. Vor allem in der Vergangenheit wurden Frauendarstellungen von männlichen Künstlern gemacht, die in den Frauen häufig nur das (Akt)Modell sahen.

 

Ebenfalls ab dem 7. Juli, aber nur bis 4. September 2017 ist die Ausstellung RADEK KNAPP TRIFFT ALFRED KUBIN - Die Stunde der Geburt zu sehen.

Alfred Kubins (1877–1959) Frühwerk illustriert zwei Extrempunkte des 20. Jahrhunderts: die Auflösung des Individuellen und das einsame, auf sich selbst zurückgeworfene Individuum, das seinen Platz in der Moderne nicht zu finden vermag. In seinem 1909 erschienenen phantastischen Roman „Die andere Seite“ (wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, muss es unbedingt tun!) zeichnet er, Jahre vor der Entstehung moderner Diktaturen, ein Bild der im Chaos endenden Beziehung zwischen charismatischer Herrschaft und gläubiger Anhängerschaft. Das erste Mal seit 2002 zeigt das Leopold Museum als drittgrößte Kubin-Sammlung der Welt nun konzentriert Schätze aus allen Schaffensperioden des Künstlers.

 

Weitere Infos unter www.leopoldmuseum.org

(JT Juli 2017)

Fotos:

MAX FELDBAUER 1869–1948 Artistin | 1913 Acrobat Öl auf Leinwand | Oil on canvas 45,3 × 30 cm Leopold Museum, Wien

ALFRED KUBIN 1877–1959 „Das Rattenhaus“ | 1902 Tusche, Aquarell, Spritztechnik auf Katasterpapier 31,6 × 38,9 cm Leopold Museum, Wien | © Eberhard Spangenberg/Bildrecht, Wien, 2016

Alles neu in Krems

 

Die Kunsthalle Krems hat sich in den vergangenen 20 Jahren im Bereich der zeitgenössischen Kunst zu einer Institution mit nationaler und internationaler Strahlkraft entwickelt. Nach erfolgter Generalsanierung und Wiedereröffnung am 1. Juli 2017 wird Florian Steininger als neuer künstlerischer Direktor diesen Weg konsequent weitergehen.

Die erste große Themenschau „Abstract Painting Now! Gerhard Richter, Katharina Grosse, Sean Scully ...“ bildet dabei den Ausgangspunkt für seine Programmlinie. Das Augenmerk von Florian Steininger liegt auch auf einem erweiterten Kunstvermittlungsprogramm.

Mit der Dominikanerkirche gewinnt die Kunsthalle Krems 2017 noch einen zusätzlichen Ausstellungsort. Der Fokus liegt hier auf raumbezogenen Projekten in der gotischen Sakralarchitektur. Als erstes wird dort ein Installations-Projekt des in Österreich lebenden französischen Künstlers Sébastien de Ganay zu sehen sein.

 

Die Schau „Abstract Painting Now! Gerhard Richter, Katharina Grosse, Sean Scully ... „ ist bis 05.11.2017 in der Kunsthalle Krems zu sehen. Die Abstraktion gilt in der Moderne als eine der signifikanten formalen Artikulationen und ist insbesondere mit der Malerei aufs Engste verbunden. Die Ausstellung wird mit etwa sechzig künstlerischen Positionen ihren Schwerpunkt auf die aktuelle internationale Situation des ungegenständlichen Tafelbildes legen und das weite Feld einer immer noch bedeutenden malerischen Praxis auffächern. Historische Basis der Schau ist die Entwicklung im Anschluss an den Abstrakten Expressionismus.

Für die Zentrale Halle der Kunsthalle Krems realisiert Tobias Pils eine Malerei-Installation: Untitled, ebenfalls bis 05.11.2017 zu sehen.In freimütiger Verschränkung von abstrakten und figurativen Passagen sind seine malerischen und zeichnerischen Setzungen ein Gefecht zwischen der Logik der nächsten Schritte und ihrer Aushebelung.

Sébastien de Ganay zeigt Transposition and Reproduction bis 15.10.2017 in der Dominikanerkirche. Im Zentrum seiner Auseinandersetzung steht die Transformation des sakralen in einen säkularisierten Ort. Im heutigen Ausstellungsraum fehlen zwar alle Elemente der christlichen Liturgie, seinen spirituellen Charakter hat sich der architektonisch starke Raum aber bewahrt.

 

Weitere Infos: www.kunsthalle.at

(JT Juli 2017)

Fotos:

Martha Jungwirth. Ohne Titel (aus der Serie „Richard Gerstl, Bildnis der Schwestern Frey“), 2016. Öl auf Papier auf Leinwand 215x140cm, Courtesy Galerie Krinzinger und die Künstlerin. © Bildrecht Wien, 2017. Foto: Lisa Rastl  

Ross Bleckner. Loons to Sandpipers, 1996, Öl auf Leinwand 212 x 183 cm, Sammlung Siegfried und Jutta Weishaupt. Courtesy Galerie Nikolaus Ruzicska, Salzburg. Foto: Ulrich Ghezzi

Charline von Heyl. Cluster,  2015. Acryl auf Leinwand 152,5 x 127 cm. Sammlung Stolitzka, Graz. Foto: Butcher Walsh

Was wäre Österreich ohne Sobieski?

 

Vom 7. Juli bis 1. November 2017 widmet sich die Ausstellung „Jan III. Sobieski  - Ein polnischer König in Wien“ im Winterpalais in der Himmelpfortgasse 8 in der Wiener City dem polnischen König Jan III. Sobieski (1629–1696), der untrennbar mit der Geschichte der Stadt verbunden ist. 

Als Oberbefehlshaber des vereinten Entsatzheeres befreite er 1683 die Stadt aus der mehrwöchigen Belagerung durch die Osmanen. Mit diesem Sieg sicherte er sich einen Platz in der Weltgeschichte und im kollektiven Gedächtnis der Österreicher.

 

Erstmals im deutschsprachigen Raum wird nun die Gelegenheit geboten, die Person Sobieski und seine Zeit näher kennen und verstehen zu lernen. Sein Leben und sein Wirken werden anhand von Gemälden, Preziosen, kunstgewerblichen Objekten, Militaria und Memorabilien umfassend und lebendig vermittelt. In Polen hat Sobieski bis heute die Funktion einer nationalen Identifikationsfigur. Neben dem Entsatz von Wien wird auch auf sein Interesse für Kunst und Wissenschaft eingegangen. Hier liegen schließlich auch die Parallelen zu Prinz Eugen, dem Errichter des Winterpalais. Die Ausstellung, kuratiert von Maike Hohn, ist eine Kooperation zwischen dem Belvedere und den vier bedeutenden polnischen Residenzen – dem Wawel Royal Castle in Krakau, dem Royal Castle in Warschau sowie dem Museum of King Jan III’s Palace in Wilanów und dem Royal Łazienki Museum in Warschau.

 

Weitere Infos unter www.belvedere.at

(JT Juli 2017)

Fotos:

Daniel Schultz d.J., Jan III. Sobieski (1629–1696), polnischer König, 1677–1680. National Museum in Warsaw © National Museum in Warsaw. Öl auf Leinwand 139,5 x 113 cm

Anonymer Maler, Porträt von König Jan III Sobieski, 18. Jahrhundert. Warschau, Museum Schloss Wilanów, Foto: Zbigniew Reszka. Öl auf Eichenholz

Porträt Jans III. zu Pferd, um 1704. © Warschau, Königsschloss – Museum. Öl auf Leinwand

Wie kommt die Maus in die Albertina?

 

Zum ersten Mal zeigt die Albertina eine Ausstellung - Look! New Acquisitions - auf zwei Ebenen des Museums: Auf über 2.500 Quadratmetern gibt das Haus einen Einblick in die Sammlungsstrategie zur zeitgenössischen Kunst unter der Direktion von Klaus Albrecht Schröder. Aus über 10.000 Werken, die in den letzten 18 Jahren an zeitgenössischer Kunst erworben wurden, haben Prof. Dr. Klaus Albrecht Schröder und Kuratorin Dr. Antonia Hoerschelmann rund 350 Werke von 55 Künstlerinnen und Künstlern ausgewählt. Deutlich erkennbar wird die Absicht, nach Möglichkeit nicht isolierte Einzelwerke zu erwerben, sondern Werkgruppen, um ein komplexes Verständnis für die künstlerischen Ideen und Gestaltungsprinzipien eines Schaffens zu erhalten.

Die Ausstellung ist vom 6. Juli bis 3. September in der Propter Homines Halle und von 6. Juli bis 8. Oktober 2017 in der Bastei der Albertina zu sehen. 

Klaus Albrecht Schröder und Antonia Hoerschelmann nehmen mit ihrer Auswahl ausdrücklich keine Wertung vor. Teil der Sammlungsstrategie ist es, sich mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern über Jahre kontinuierlich zu befassen, das unterscheidet ein Museum von einer Kunsthalle.

 

Ebenfalls bis zum 8. Oktober ist die Schau „Fotografie 1970–2000“ zu sehen. Wie sieht Österreich im Fokus der eigenen, heimischen Linse aus? Dieser Frage geht erstmals diese umfassende Fotoausstellung der Albertina nach. Österreichische Fotografinnen und Fotografen beleuchten das eigene Land und seine kulturellen Identitäten – auch soziale Milieus werden dabei durch teilweise schonungslose wie direkte Bilder dokumentiert. Der Blick nach innen offenbart oftmals Aspekte, die im Begriff waren, zu verschwinden. Ins Licht gerückt werden das Land, die politische Vergangenheit, soziokulturelle Identitäten und urbane Räume.

 

Ein SommerAusstellungsProgramm, das sich sehen lassen kann!

(JT Juli 2017)

 

Fotos:

Gottfried Helnwein. Pink Mouse 2, 2008. Albertina, Wien © Bildrecht, Wien, 2017

Sigmar Polke. Ohne Titel, 1999. Albertina, Wien © Bildrecht, Wien 2017

Jack Pierson. TWILIGHT: trUsT – aus einer 14-teiligen Serie, 2011. Albertina, Wien © Jack Pierson und Galerie Sabine Knust München

Seiichi Furuya. Rattersdorf, 1981 (aus der Serie <em>Staatsgrenze</em> ), 1981-1983, Abzug 2016. Albertina Wien, Erwerbung aus Mitteln der Galerienförderung des BMUKK 2016

Bernhard Fuchs. Frau K., St. Margareten, 1999. Albertina, Wien

Elfriede Mejchar. Ohne Titel (aus der Serie "Simmeringer Heide und Erdberger Mais", 1967–1976. Österr. Fotogalerie, Museum der Moderne Salzburg

Klimt und die Erotik

 

Bis zum 8. Oktober 2017 ist in der Orangerie im Unteren Belvedere die Ausstellung „KLIMT UND DIE ANTIKE Erotische Begegnungen“  zu sehen, die sich dem Dialog zwischen Gustav Klimts Werk und der antiken Kunst widmet.

 

In einem interdisziplinären Ansatz verschränkt die von Tobias G. Natter kuratierte Schau Archäologie und Kunstgeschichte. Ausgewählte Belege aus dem Schaffen des Jugendstilkünstlers zeigen den zentralen Wandel in seinem Antikenverständnis. Die Antike bildete für Gustav Klimt während seiner gesamten künstlerischen Laufbahn eine wichtige Inspirationsquelle. Die Ausstellung veranschaulicht seine Entwicklung zu einem freieren Umgang mit der Antike durch die Gegenüberstellung mit antiken Vorbildern, die der Künstler aus der Vasenmalerei oder den Abgüssen nach antiken Skulpturen bezog. Ein prominentes Beispiel für die freiere Auslegung der Antike in Klimts Werk stellt auch das Beethovenfries (1902) dar, dessen Replika als Referenz in der Ausstellung gezeigt wird.

 

Ein Herzstück der Ausstellung bildet die von den Wiener Werkstätten gestaltete, mit Zeichnungen Gustav Klimts illustrierte Neuauflage der Hetärengespräche des Lukian. In der Orangerie werden insgesamt 13 Luxuseditionen des Erotikons zu sehen sein, das zu den schönsten Büchern des europäischen Jugendstils zählt.

 

Die 82 Werke umfassende Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Kunsthistorischen Museum, Wien.

(JT Juni 2017)

Foto © Belvedere, Wien

Das Werk der Künstlerin Maria Biljan-Bilger – fast vergessen, doppelt präsent

 

Als Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin schuf Maria Biljan-Bilger (1912-1997) ein unverwechselbares Werk zwischen Archaik und Moderne. Ihr Wirken ist in der zeitgenössischen Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten und es ist ihrem Mann, dem Architekten Friedrich Kurrent, und dem Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein zu verdanken, dass man die absolut großartigen, beeindruckenden Kunstwerke von Biljan-Bilger heute noch besichtigen kann – und unbedingt sollte!

 

Die Ausstellungshalle, von Kurrent an einem ehemaligen Steinbruch errichtet, in der Hauptstraße 61 in 2453 Sommerein am Leithagebirge in Niederösterreich, wo es die Künstlerin 1962 hinzog, ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr (Eintritt € 3, Kinder frei) für Besucher offen.

 

Biljan-Bilger war Mitbegründerin des Art-Clubs und hatte 1952 ihre erste Personalausstellung im legendären „Strohkoffer“, dem Wiener Ausstellungslokal des Art-Clubs, der Wiener Avantgarde. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Von 1978 bis 1982 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Jahr 2006 wurde in Wien-Donaustadt die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Die Künstlerin erhielt 1972 den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst, 1982 das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien und den Burgenländischen Kulturpreis und 1992 den Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich. Ihre Ausstellungen führten sie nach Rom, Turin, Venedig, Sao Paulo, Mailand, Istrien oder München, wo sie am 1. Mai 1997 stirbt. Ihre Grabstätte ist am Ortsfriedhof in Sommerein.

 

Der Just Tampier-Geheimtipp: verbinden Sie einen Besuch der Ausstellungshalle in Sommerein, das von Wien über Schwechat, Schwadorf und Trautmannsdorf ganz schnell zu erreichen ist (weitere Informationen unter www.maria-biljan-bilger.at) mit einem Mittagessen im ortsansässigen Landgasthaus zum Grünen Baum von Gerhard Schiller.

 

(JT Mai 2017)

Fotos: www.maria-biljan-bilger.at, Margherita Spiluttini

Maria Lassnig – Körperempfindungen

 

Die Albertina Wien würdigt bis 27. August 2017 drei Jahre nach Maria Lassnigs Tod ihr zeichnerisches Werk mit der Retrospektive „Zwiegespräche“, in Kooperation mit dem Kunstmuseum Basel. In den Tietze Galleries for Prints and Drawings werden 80 Zeichnungen und Aquarelle der Künstlerin präsentiert, darunter bisher völlig unbekannte Blätter.

Maria Lassnig (1919-2014) – ihr wurde 2013 der Goldene Löwe der Biennale von Venedig für ihr Lebenswerk verliehen - hinterließ ein vielseitiges Werk, wenn auch fast immer nur ihr eigener Körper den Mittelpunkt ihrer Kunst bildete. Ihre Körperwahrnehmung bildet das Zentrum ihrer „Body Awareness Paintings“. Nicht, was sie sah, sondern wie sie sich spürte, wurde zum Bild.

 

Maria Lassnigs Schaffen umfasst annähernd 80 Jahre. Sie verlässt aber nie ihr ureigenes Thema der Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und deren Wahrnehmung. Das eigene Porträt, das Selbstbildnis bleibt das zentrale Thema ihrer Körpergefühlszeichnungen, in denen sie ihre privaten Erlebnisse, Sehnsüchte und Erfahrungen umsetzte. Schonungslos, markant, unerbittlich, brutal, aggressiv, immer kompromisslos.

 

Die Kuratorin, Dr. Antonia Hoerschelmann, führt am Mittwoch, 31. Mai 2017 um 17.30 Uhr durch die Ausstellung. Tickets sind am Tag der Führung an der Kassa erhältlich.

(JT Mai 2017)

Fotos:

Das Erinnern - das ist Liebe, 1997. Albertina, Wien © 2017 Maria Lassnig Stiftung

Selbstportrait als Playboystuhl, 1969. Albertina, Wien © 2017 Maria Lassnig Stiftung

Illustration eines Gedankens - "Les Antagonistes", 1963. Albertina - Dauerleihgabe der Oesterreichischen Nationalbank © 2017 Maria Lassnig Stiftung

 

Die Jahreskarte für 7 Museen und 365 Tage

 

Mit der Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums Wien (www.khm.at) kann man an 365 Tagen alle sieben Museen und Standorte des KHM‘s in aller Ruhe bei mehreren Aufenthalten auf sich wirken lassen, sich Saal für Saal „erobern“ und die ganze Vielfalt der Ausstellungen genießen. Die Jahreskarte ist somit das Eintrittsticket in die Kunstkammer Wien und inkludiert außerdem den Eintritt in das Kunsthistorische Museum Wien, die Neue Burg, die Kaiserliche Schatzkammer Wien, die Kaiserliche Wagenburg Wien, Schloss Ambras Innsbruck, das Weltmuseum Wien und in das Theatermuseum.

 

Die Jahreskarte um € 34 wird direkt an der Kasse auf den Namen des Karteninhabers ausgestellt. Es ist kein Foto erforderlich, sie ist in Verbindung mit einem Lichtbildausweis ein Jahr ab Kauf (Datum der Ausstellung an der Kasse) gültig. Die Jahreskarte ist nicht übertragbar. Eine Barablöse ist nicht möglich. Weitere Informationen unter Tel. 01 52524-2500 oder ticket@khm.at

Es gibt für den KHM-Museumsverband auch eine eigene Jahreskarte für 19- bis 25-Jährige um nur € 19.

Inkludiert bei den Jahreskarten sind der unbegrenzte Eintritt in alle sieben Standorte, alle Ausstellungen des laufenden Jahres, über 300 Führungen, 10% Ermäßigung im Shop (ab einem Einkaufswert von € 10 und ausgenommen preisgebundene Bücher) und der Audioguide in allen Häusern zum halben Preis. Erhältlich ist das Ticket im Kunsthistorischen Museum Wien, Neue Burg, Kaiserliche Schatzkammer Wien, Kaiserliche Wagenburg Wien, Schloss Ambras Innsbruck und Theatermuseum.

 

Als Geschenk gibt es die Karte in Form eines Gutscheins. Man bekommt sie an allen Kassen des KHM-Museumsverbandes und online als print@home Gutschein zur späteren Aktivierung. Der Gutschein kann dann einfach am Kartenschalter in einem der genannten Museen eingelöst werden gegen die persönliche Jahreskarte.


Es wartet ein Jahr mit viel Kultur in den Museen des KHM-Museumsverbands und vielen Highlights im Herbst 2017, wie z.B. die Eröffnung der großen Ausstellung zum Werk von Peter Paul Rubens und die Wiedereröffnung des Weltmuseums Wien.

 

(LT 2016) 

 

Lira da Braccio-Spieler
Venezianisch, um 1515
Gemäldegalerie
© KHM-Museumsverband

 

 

Perfekt für Kunstliebhaber

Im Museumsquartier MQ Wien steht eines der Museen Wiens mit überaus interessanten Sammlungen und Ausstellungen, das Leopold Museum (www.leopoldmuseum.org). Ein Besuch lohnt sich immer wieder. Für Kunstliebhaber ist daher eine Jahreskarte ein wunderbares Mitbringsel – zu jeder Zeit!

Es gibt verschiedene Versionen der Karte mit unterschiedlichen Vorteilen. Alle drei Karten bieten ganzjährig freien Eintritt zur weltgrößten Schiele Sammlung, zur bedeutenden Sammlung der Kunst von Wien 1900, zu Hauptwerken von Gustav Klimt und zu vier großen Sonderausstellungen.

Die Leopold Card um € 49 umfasst 1 Jahr freien Eintritt, gültig ab Ausstellungsdatum Das Anstellen an der Kasse fällt weg. Die Leopold Card ist das Ticket zu Einladungen zu Ausstellungseröffnungen, Lesungen und Konzerten im Museum und man bekommt 10 % Ermäßigung im Museum Shop ab einem Einkaufswert ab € 15.

Für Senioren (ab 60 Jahren), Beschäftigungslose, Menschen mit Behinderung, Kunsthistorikerverband, Kunstvermittlungsverband und Gebührenbefreite kostet die Card € 34.

 

Weiters gibt es noch die Student Card um € 34 gegen Vorlage eines gültigen Studentenausweises bis 28 Jahre. Sie bietet zusätzlich ermäßigten Eintritt um € 5 bei allen öffentlichen Veranstaltungen des Café Leopold und Salon Leopold

Erhältlich sind die Karten an der Kassa im Leopold Museum bzw. im Online Shop.

(LT 2016)

 

Ein Jahr Kunstgenuss

Das Bank Austria Kunstforum Wien auf der Freyung in der Wiener City ist für Kunstinteressierte die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klassische Moderne und die Avantgarden der Nachkriegszeit in der Malerei geht. 250.000 Menschen besuchen jährlich die weltweit einzigartigen Wechselausstellungen dieser privaten Institution. Bedeutende Museen präsentieren hier ebenso ihre Werke wie private Sammler. Ob van Gogh oder Miró, Cézanne oder Picasso, Kandinsky oder Chagall, Warhol oder Lichtenstein – die großen Namen der Kunst sind hier vereint. Zurzeit sind die großartigen Werke der amerikanischen Kunst-Ikone Georgia O’Keeffe zu sehen.

Vorteile der Jahreskarte um € 35 (gültig 12 Monate ab Kaufdatum) des Kunstforums sind, dass Sie, so oft Sie wollen die drei bis vier Top-Ausstellungen pro Jahr ohne Anstellen an der Kassa besuchen können. Sie haben freien Eintritt bei sämlichen Rahmenveranstaltungen und öffentlichen Führungen des Kunstforums (gilt nicht bei Fremdveranstaltungen) und erhalten im Shop beim Einkauf 10 % Ermäßigung (gilt nicht auf Bücher) und Ermäßigung beim Kauf eines Ausstellungskataloges.

Bei Fragen bezüglich Versandzeiten, Spesen und Lieferung kontaktieren sie bitte Herrn Christian Szaal-Paul per email an shop@kunstforumwien.at oder per Telefon unter 01/537 33 16.

 

(LT 2016)

 

Freude mit der Belvedere Museum Jahreskarte

Sie sind immer ganz gespannt auf die nächste Ausstellung? Wollen die Sammlungen immer wieder neu entdecken und ihre Lieblingswerk täglich in aller Ruhe genießen? Mit der Belvedere Jahreskarte lässt sich hochkarätige und topaktuelle Kunst 365 Tage lang in 4 Museen, 20 Ausstellungen, 12 Monate lang erleben – so oft man möchte.

Jetzt neu gibt es die Belvedere Museum Jahreskarte (weitere Infos unter www.belvedere.at), die ein Jahr ab dem Kauf unbegrenzten Eintritt in das Obere und Untere Belvedere, das Winterpalais und das 21er Haus bietet.

Die Jahreskarte ermöglicht direkten Zugang in die Sonderausstellungen und Sammlungen ohne  Wartezeit beim Ticketkauf. Sie ist erhältlich an allen Kassen des Belvedere. Die Ausstellung erfolgt auf den Namen des Karteninhabers (kein Foto erforderlich) und ist in Verbindung mit einem Lichtbildausweis ein Jahr gültig.

Es gibt auch ein Gutscheinticket, das an den Kassen des Belvedere gegen eine persönliche Jahreskarte eingetauscht werden kann.

(LT 2016)