Die Steiermark in Wien

 

Erstmals gastiert die STEIERMARK SCHAU in Wien am Heldenplatz bis 31. Oktober 2021 und präsentiert sich in einem 800 Quadratmeter großen mobilen Pavillon, der von Alexander Kada als weithin sichtbare Lichtinstallation gestaltet wurde. Die durchgehend digital produzierten künstlerischen Filmbeiträge sind auf einer eigens gestalteten Website auf www.steiermarkschau.at online zu erleben und sorgen auch während des Lockdowns für ein ansprechendes Ausstellungserlebnis.

Kuratorin Astrid Kury hat für die 50 Meter lange Panorama-Leinwand 24 Beiträge von insgesamt 78 Kunstschaffenden ausgewählt, die steirische Landschaften erforschen und einen neuen Blick auf Vertrautes ermöglichen. Die Filmbeiträge zeigen außergewöhnliche Panoramabilder der aktuellen Steiermark in einer monumentalen Rundumsicht. Besucher blicken in der imposanten Installation auf Mur, Erzberg, Spielbergring, Fichtenwälder, Moore, Geschäftsportale, Sozialeinrichtungen und Grenzlandschaften und erleben die Zugfahrt von Wien nach Graz aus künstlerischer Sicht.

Die Filme zeigen den Facettenreichtum der Steiermark als Tourismusdestination, Wirtschafts-, Innovations- und Forschungsstandort, Naturjuwel und lebendigen Kulturschauplatz. Zusätzlich erweitern filmische Wissensbeiträge sowie „Stimmen zur Steiermark“ das Bild dieses Bundeslandes.

 

Mit der ersten STEIERMARK SCHAU wird unter der Ägide des Universalmuseums Joanneum ein inhaltlicher Bogen zwischen der Vergangenheit und Zukunft des Landes gespannt. Unter dem Titel „was war“ präsentiert das Museum für Geschichte historische Räume und Landschaften, wobei das Wechselspiel zwischen Mensch und Natur im Mittelpunkt steht. Das Volkskundemuseum zeigt die Schau „wie es ist. Welten – Wandel – Perspektiven“, in der es aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und Fragestellungen auf den Grund geht. Im Kunsthaus Graz ist „was sein wird. Von der Zukunft zu den Zukünften“ zu sehen; eine Betrachtung zahlreicher Zukunftsmöglichkeiten in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen.

Die mobile Kunsthalle wird im Anschluss an Wien in Hartberg, Spielberg, Schladming und Bad Radkersburg zu sehen sein.

 

Weitere Informationen auf www.steiermarkschau.at

(JT April 2021)

Fotos: Steiermark Schau 

Landschaftsmalerei

 

Die ALBERTINA öffnet für die größte Überblicksausstellung über die Geschichte der Landschaftsdarstellung ihre Schatzkammer und zeigt in der von Eva Michel kuratierten Schau

„Stadt und Land. Zwischen Traum & Realität“ vom 15. April bis 4. Juli 2021 bekannte Werke

neben einzigartigen Arbeiten, die jahrzehntelang nicht gezeigt worden sind.

 

Die Besucher erwartet ein abwechslungsreicher Spaziergang durch über 280 Landschaftsbilder aus fünf Jahrhunderten. Von den Anfängen des autonomen Landschaftsbildes und seiner Bahnbrecher, allen voran Albrecht Dürer, spannt sich der Bogen über Bruegel, Rembrandt und das holländische Goldene Zeitalter, von Stadtpanoramen der Renaissance zu Veduten, von utopischen Entwürfen arkadischer Landschaften bis zum illusionslosen, realistischen Naturbild im Zeitalter der Industrialisierung, von den Bildern der Erhabenheit und des Sublimen bei Caspar David Friedrich über die Schreckensvisionen und Dystopien bei Alfred Kubin bis zu den Kinderträumen verspielter Natur bei Paul Klee. Schlüsselwerke der romantischen Landschaft und österreichische Aquarellkunst des 19. Jahrhunderts wie Jakob und Rudolf von Alts Wien-Ansichten runden die Ausstellung ab.

 

In keinem anderen Land der Welt hatte die Landschaftsdarstellung qualitativ und quantitativ einen derart hohen Stellenwert wie in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts, deren einzigartige Kunstblüte nicht umsonst als „Goldenes Zeitalter“ bezeichnet wird.

In Frankreich erlebt die Landschaftszeichnung im 17. und 18. Jahrhundert eine besondere Blüte. Doch nicht Paris, sondern Rom mit seiner südlichen Atmosphäre und den pittoresken antiken Ruinen wird zu einem zentralen Thema der französischen Kunst und zur zweiten Heimat vieler Künstler.

Anstelle repräsentativer Veduten treten im 19. Jahrhundert realistische Landschaftsporträts, die bahnbrechend für die Landschaftsmalerei sind.

Am Vorband zur Moderne um die Jahrhundertwende kommt es zu einer Revolution der Kunstgeschichte und einer Neuerschaffung des Landschaftsbildes: Kunst wird erstmals vom Prinzip der Naturnachahmung befreit und unabhängig von dem, was das Auge sieht. Nicht die sichtbare Landschaft steht im Zentrum, sondern deren expressionistische Interpretation und Neuerfindung in der Abstraktion.

 

Weitere Infos, auch zu den Covid-19-Besuchsregeln unter www.albertina.at

(JT April 2021)

Fotos:

August Macke, Frau mit Krug unter Bäumen, 1912. Aquarell. ALBERTINA, Wien. Sammlung Forberg

Egon Schiele, Alte Häuser in Krumau, 1914. Bleistift, Pinsel, Deckfarben auf Japanpapier
ALBERTINA, Wien

Das KUNST HAUS WIEN feiert Geburtstag

 

Vor 30 Jahren, am 9. April 1991, wurde das von Friedensreich Hundertwasser gestaltete

KUNST HAUS WIEN eröffnet. In der ehemaligen Möbelfabrik der Gebrüder Thonet befindet sich seitdem das erste und weltweit einzige Museum mit einer Dauerausstellung von Hundertwassers Werken.
Hundertwassers Liebe zur Natur und seine Überzeugung, mit den Mitteln der Kunst Mensch und Umwelt in Einklang zu bringen, spielen heute noch eine zentrale Rolle. 

Neben seinem umfangreichem Œuvre werden im KUNST HAUS WIEN hochkarätige internationale Ausstellungen mit Fokus auf Fotografie und Ökologie gezeigt. 

 

Aktuell ist das Museum bis voraussichtlich 18. April 2021 coronabedingt geschlossen.

 

Das KUNST HAUS WIEN widmet vom 23. April 2021 bis 29. August 2021 der großen österreichischen Fotografin Elfie Semotan die umfassende Retrospektive „Elfie Semotan. Haltung und Pose“.
Die Ausstellung zeigt Semotans eindringliche  KünstlerInnenporträts, Mode- und Werbefotografien bis hin zu poetischen  Landschaftsaufnahmen und Stillleben. Die Künstlerin holt sich dabei Inspiration aus der Kunst- und Kunstgeschichte sowie aus der Natur und ihrer Heimat.

Weitere Informationen unter https://www.kunsthauswien.com/de/ausstellungen/elfie-semotan/

 

(JT April 2021)

Foto: Kunst Haus Wien, Elfie Semotan

Die Kunst als Vorreiterin der Gesellschaft

 

Es gibt zwei neue Ausstellungen auf der Kunstmeile Krems: „Patricia Piccinini. Embracing the Future“ bis 3. Oktober 2021 in der Kunsthalle Krems und „Auf zu Neuem. Drei Jahrzehnte von Schiele bis Schlegel aus Privatbesitz“ bis 6. Februar 2022 in der Landesgalerie Niederösterreich

So diametral unterschiedlich die beiden Schauen sind, verdeutlichen beide die Rolle der Kunst als Vorreiterin für gesellschaftliche Umwälzungen und Phänomene.

 

Die Ausstellung in der Kunsthalle Krems ist die erste große Werkschau von Patricia Piccinini in Österreich und zeigt Skulpturen, Installationen und Videoarbeiten aus beinahe zwei Jahrzehnten künstlerischen Schaffens. Die hybriden Geschöpfe der australischen Künstlerin entführen den Betrachter in eine Welt der Koexistenz und Akzeptanz, in der tief verwurzelte Denkweisen der Kategorisierung von Mensch, Natur und Technik hinter sich gelassen wurden.

Die hyperrealistischen Skulpturen wirken auf den ersten Blick fremd, aber sie besitzen urmenschliche Eigenschaften. Die Wesen sind seltsam, aber zugleich vertraut.

 

In der Landesgalerie Niederösterreich liefern unter dem Titel „Auf zu Neuem“ rund 150 Werke von rund 40 Künstlern einen rasanten Parcours durch die österreichische Kunstgeschichte. Die Arbeiten stammen aus wichtigen Privatsammlungen – wie etwa der Privatsammlung Rudolf Leopold sowie der Kollektionen Angerlehner, Liaunig, Zambo oder Infeld. In drei Abschnitten gibt die Schau Aufschluss darüber, wie Künstler von Egon Schiele und Richard Gerstl über Ernst Fuchs, Maria Lassnig und Arnulf Rainer bis zu Erwin Wurm, Eva Schlegel oder Brigitte Kowanz die zeitgenössische Bild- und Formensprache beeinflusst haben.

Die Schau wirft einen frischen Blick auf Jahre des 20. Jahrhunderts mit ihren durchaus explosiven Veränderungen.

 

Aufgrund der aktuellen COVID-19-Verordnung für die OstRegion sind die Ausstellungshäuser der Kunstmeile Krems vorläufig bis 11. April 2021 geschlossen.

Weitere Infos unter www.kunstmeile.at

(JT April 2021)

Fotos:

Patricia Piccinini, The Couple, 2018. Courtesy Patricia Piccinini

Matthias Herrmann, Hell was full. Courtesy Galerie Silvia Steinek

Erde, Feuer, Wasser und Luft

 

Die Ausstellung IM BLICK - JOHANN JAKOB HARTMANN bis 29. August 2021 im Oberen Belvedere in Wien, kuratiert von Georg Lechner, zeigt nach Restaurierung die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft in der Version des böhmischen Malers Johann Jakob Hartmann nach mehr als einhundert Jahren erstmals wieder in ihrer Gesamtheit.

 

Das Belvedere widmet dem Künstler eine Ausstellung in der Reihe IM BLICK. Johann Jakob Hartmann wurde wahrscheinlich um 1658 geboren, er lebte und wirkte bis zumindest 1736 in Böhmen.

Als erster Maler der Region spezialisierte er sich in der Kunst der Landschaftsmalerei und nahm dabei Anleihen bei Werken flämischer Meister wie Jan Brueghel dem Älteren oder Gillis van Coninxloo, die rund ein Jahrhundert vor ihm tätig waren.

Hartmanns Schaffen zeichnet sich durch eine minutiöse Wiedergabe von Waldlandschaften aus, die er mit einer vielfältigen Staffage bereichert. Neben allegorischen Themen finden sich auch religiöse und weltliche Inhalte.

 

Im Mittelpunkt der neuen Ausstellung des Belvedere stehen sechs seiner Arbeiten, die sich im Bestand des Museums befinden, darunter eine Serie von Darstellungen der Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft. Bemerkenswert ist das Ensemble in vielerlei Hinsicht: so ist es unter anderem eines der wenigen, die bis heute in ihrer Gesamtheit erhalten sind – vergleichbare Serien wurden im Laufe der Zeit und bedingt durch Besitzwechsel oft getrennt.

Die Bildreihe von Hartmann gelangte im 20. Jahrhundert ins Belvedere, vier der sechs Arbeiten waren hier bereits im späten 18. Jahrhundert als Teil der kaiserlichen Galerie ausgestellt.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung und Covid-19 Vorschriften für den Besuch unter www.belvedere.at

(JT Feb. 2021)

Foto: Johann Jakob Hartmann, Landschaft mit Festgesellschaft, undatiert, Johannes Stoll / Belvedere,

Wien

Arakiss von Araki

 

Nobuyoshi Araki (*1940) ist einer der einflussreichsten japanischen Künstler der Gegenwart. Seine Arbeiten sorgen weit über das klassische Fotopublikum hinaus für Aufmerksamkeit und immer wieder auch für Kontroversen. 

Anlässlich seines 80. Geburtstages zeigt das Wiener WestLicht ab dem 29. April in der Ausstellung ARAKISS erstmals Fotografien aus Arakis neuester, 2020 entstandener Serie Paradise. Dabei werden die großformatigen Stillleben, in denen Araki immer wieder Motive vergangener Schaffensperioden aufgreift, in den Kontext seiner Publikationen und seiner Arbeiten aus sechs Jahrzehnten gestellt. So beleuchtet der Ausstellungsparcours stets wiederkehrende Themenkomplexe im Werk des Künstlers: die obsessive Beschäftigung mit Sexualität und Tod, die Vermischung von dokumentarischer und fiktionaler Erzählung, den Bildersturm und Arakis Auseinandersetzung mit der Zensur. 

ARAKISS zeigt die Entwicklung von Arakis Schaffen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren, von seinen ersten Aufnahmen über die berühmte Serie Sentimental Journey und seine bekanntesten Bondage-Fotografien bis zu seinem neuesten Projekt.

 

Den roten Faden der Ausstellung bilden Arakis Bücher, die einen zentralen Stellenwert in seinem Schaffen einnehmen. Viele seiner Meisterwerke sind heute begehrte Sammlerstücke und veranschaulichen auf eindrückliche Weise, wie das Medium Fotografie im Medium Buch seine kongeniale Ergänzung finden kann. Mit der Präsentation von mehr als 300 Bänden aus der Sammlung OstLicht ist die WestLicht Ausstellung die bislang umfassendste Retrospektive dieses in seinem Umfang und seiner Vielschichtigkeit einzigartigen Œuvres.

 

Um dem unermüdlichen künstlerischen Schaffensdrang Arakis Rechnung zu tragen, ist ARAKISS als häuserübergreifende Doppelausstellung konzipiert. Ab 20. Mai präsentiert die Galerie OstLicht ergänzend zur WestLicht Ausstellung weitere Aspekte in Arakis Schaffen. Dabei wird auch die monumentale Serie Kinbaku Shamaki, ein insgesamt 8 m langes, mehrteiliges Tableau von 53 mit Acryl übermalten Bondage-Fotografien zu sehen sein. Es ist dies das größte Werk Arakis und befindet sich wie die meisten der ausgestellten Exponate im Besitz der Sammlung OstLicht.

Die Ausstellungen werden von Hisako Motoo, Fabian Knierim und Michael Kollmann kuratiert und bleiben bis 1. August 2021 geöffnet.

Weitere Infos unter www.westlicht.com und www.ostlicht.com

(JT Feb. 2021)

Fotos:

002  Untitled, from the series »Paradise«, 2020  © Nobuyoshi Araki 

003  Untitled, from the series »Paradise«, 2020  © Nobuyoshi Araki 

GesichterSchau

 

Die ALBERTINA Wien zeigt in den Tietze Galleries die Ausstellung Faces - Die Macht des Gesichts bis 24. Mai 2021, mit 154 Fotografien, 7 Filmclips und 7 Büchern, kuratiert von Walter Moser.

 

Die Schau widmet sich der radikalen Erneuerung der Porträtfotografie im Deutschland und Österreich der Zwischenkriegszeit. Für die 1920er- und 1930er-Jahre ist eine obsessive Beschäftigung mit dem Gesicht bezeichnend, die das Ende des klassischen Porträts einleitete: Fotografen stellen nicht mehr die Persönlichkeit eines Menschen dar, sondern fassen das Gesicht nun als nach ihren Vorstellungen formbares Material auf.

Die Porträts der Zeit spiegeln die gesellschaftlichen, politischen und künstlerischen Umbrüche der Epoche wider. 

Im sozial aufgeheizten Umfeld der Weimarer Republik, im österreichischen Ständestaat und im Nationalsozialismus diente das Gesicht nicht zuletzt als Projektionsfläche für politische Ideologien, denen durch Stilmittel der Moderne visuell Ausdruck gegeben wurde.

Die bahnbrechenden ästhetischen Neuerungen des sogenannten Neuen Sehens oder der Neuen Sachlichkeit sollten die dynamische Entwicklung der technisierten Welt einfangen und kennzeichnen auch die Inszenierung des Gesichts durch experimentelle Beleuchtung und Nahansichten.

 

Die Frage, ob und wie sich ein Mensch oder gar eine Epoche anhand von Gesichtern entziffern lässt, beschäftigte wissenschaftliche wie künstlerische Disziplinen. Das Interesse an Physiognomie und „Typen“ manifestierte sich in den 1930er-Jahren zunächst in einer kulturkonservativen Heimatfotografie und in der Folge einer im Dienste des Nationalsozialismus stehenden Porträtfotografie.

 

Ausgestellte KünstlerInnen: Gertrud Arndt, Marta Astfalck-Vietz, Irene Bayer, Aenne Biermann, Erwin Blumenfeld, Max Burchartz, Suse Byk, Paul Citroen, Carl Theodor Dreyer, Andreas Feininger, Werner David Feist, Trude Fleischmann, Jozef Glogowski, Paul Edmund Hahn, Lotte Jacobi, Grit KallinFischer, Edmund Kesting, Rudolf Koppitz, Kurt Kranz, Germaine Krull, Erna Lendvai-Dircksen, Helmar Lerski, László Moholy-Nagy, Lucia Moholy, Oskar Nerlinger, Erich Retzlaff, Hans Richter, Leni Riefenstahl, Franz Roh, Werner Rohde, Ilse Salberg, August Sander, Franz Xaver Setzer, Robert Siodmak, Anton Stankowski, Elfriede Stegemeyer, Edgar G. Ulmer, Umbo, Robert Wiene, Stanisław Ignacy Witkiewicz, Willy Zielke

 

Weitere Infos unter www.albertina.at

(JT Feb. 2021)

Fotos:

Helmar Lerski. Verwandlungen durch Licht, 604, 1935–1936. Silbergelatinepapier. ALBERTINA, Wien © Nachlass Helmar Lerski – Museum Folkwang, Essen
August Sander. Jungbauern, 1914. Silbergelatinepapier. © Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur - August Sander Archiv, Köln; BILDRECHT, Wien, 2021
Max Burchartz. Lotte (Auge), 1928. Silbergelatinepapier.
Museum Folkwang, Essen © Bildrecht, Wien 2021

Das mumok im Wiener MQ hat wieder geöffnet

 

Im MuseumsQuartier wird wieder Kunst gezeigt. Informationen zu ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative, Gelebt – Ingeborg Strobl, Hugo Canoilas. On the extremes of good and evil und zu allen anderen Ausstellungen, die Sie aktuell im mumok sehen können, finden Sie unter https://www.mumok.at/

 

Bitte vergessen Sie nicht Ihre FFP2-Maske mitzubringen und halten Sie die aktuelle Abstandsregel von 2 Metern ein. Um Wartezeiten an der mumok Kassa zu vermeiden, wird empfohlen, schon vorab ein Onlineticket zu buchen unter https://www.mumok.at/de/tickets

 

Bis 30. Mai 2021 ist noch die Schau ANDY WARHOL EXHIBITS zu besichtigen. Ausstellungskünstler, Installationskünstler oder doch verkappter Kurator? ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative blickt mit bisher kaum gezeigten Arbeiten hinter die Fassade der weltberühmten Pop-Art-Ikone und entdeckt Warhols Fähigkeit als bahnbrechender Ausstellungs- und Installationskünstler neu. Bei einem Besuch im Februar erhalten mumok Jahreskartenbesitzer ein Ausstellungsplakat ANDY WARHOL EXHIBITS a glittering alternative geschenkt. 

Infos zur Jahreskarte unter https://www.mumok.at/de/mumok-jahreskarte-0

 

(JT Feb. 2021)

Foto: mumok 

Das JubiläumsJahr im Leopold Museum

 

Mit einem vielseitigen Programm startet das Leopold Museum in das bereits 20. Jahr seines Bestehens. Das Jubiläum bietet Anlass zum Rückblick auf äußerst erfolgreiche Jahre, aber auch auf die aufgrund der Corona-Krise hürdenreichsten Monate seit der Eröffnung des Museums am 20.09.2001.

2021 wird wiederum der Bogen zwischen der österreichischen und internationalen Moderne und Gegenwart gespannt.

 

Nach dem Lockdown zeigt das Leopold Museum wieder die mehr als 1.300 Objekte umfassende Dauerpräsentation Wien 1900. Aufbruch in die Moderne, wobei Grafiken, Fotografien und Archivalien regelmäßig getauscht werden und für reichlich Abwechslung innerhalb der Wien 1900-Ausstellung sorgen. Immer wieder wird die Dauerpräsentation auch durch Neuerwerbungen und (Dauer-)Leihgaben ergänzt. Ein neues Highlight stellt das Klimt-Gemälde „Altar des Dionysos“ dar.

Zwei Ausstellungen, die bisher lediglich wenige Tage im Dezember 2020 zu sehen waren – Emil Pirchan. Visuelle Revolution und Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900 zum 250. Geburtstag des Komponisten – werden bis 6. Juni verlängert.

Noch bis 7. März ist die Ausstellung der Nominierten zum Ö1 Talentestipendium zu sehen.

 

Gleich zu Beginn des Neustarts präsentiert Leopold Museum-Direktor Hans-Peter Wipplinger die erste neue Ausstellung 2021, die an die letzten Kapitel der Wien 1900-Präsentation anknüpft und die österreichische Moderne zwischen 1918 und 1938 in den Mittelpunkt stellt. Menschheitsdämmerung. Zwischen lyrischer Empfindsamkeit und sachlicher Weltauffassung werden ausgewählte Werke von elf Protagonisten der Malerei der Zwischenkriegszeit, von Egger-Lienz über Faistauer und Kolig bis zu Boeckl und Wacker präsentiert.

 

The Body Electric widmet sich ab 16. April den kaum bekannten Patientendarstellungen von Erwin Dominik Osen und seinem Künstlerfreund Egon Schiele.

Eine umfassende Schau würdigt ab 30. April den bedeutenden Bildhauer Josef Pillhofer anlässlich seines 100. Geburtstages und setzt sein Schaffen in einen Dialog mit KünstlerInnen der internationalen Moderne wie Rodin, Maillol, Lehmbruck, Giacometti oder Wotruba.

 

Der Sommer bringt die bereits für 2020 geplante Fortsetzung der langjährigen Kooperation mit dem ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, in dessen Rahmen Intendant Karl Regensburger u.a. Performances und Ausstellungen der südkoreanischen bildenden Künstlerin und Performerin Geumhyung Jeong, der britisch-amerikanischen Tänzerin und Performerin Ruth Childs und der in Berlin lebenden Choreographin Emmilou Rößling im Leopold Museum präsentieren wird.

 

Im Herbst ermöglicht die Schau Die Sammlung Schedlmayer ab 10. September die Entdeckung einer hochkarätigen, in großen Teilen unbekannten Sammlung zur Kunst der Moderne, die sowohl Objekte des Kunstgewerbes (Prutscher, Moser, Hoffmann) als auch Gemälde des deutschen Expressionismus und der österreichischen Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vorstellt.

Ab 24. September widmet sich eine Ausstellung der Foto-Leidenschaft des Philosophen Ludwig Wittgenstein und setzt dessen Fotografien in Dialog mit der fotografischen Praxis und Theorie zeitgenössischer Künstler wie Baldessari, Boltanski, Darboven, Polke, Ruff, Sherman, Sieverding oder Warhol.

Den Abschluss des Ausstellungsprogramms 2021 bildet schließlich ab 19. November die Präsentation Kubin auf der Couch, die sich auf die analytische Spur von Geheimnissen und Traumata der gequälten Seele des großen Zeichners und Verfassers des Romans 'Die andere Seite', Alfred Kubin, begibt. Die Ausstellung unternimmt den erstmaligen Versuch, die Kunst der Kubin‘schen Traumwelten, die oft in alpdrückend-düstere Sphären vordringt, auch in ihrem Bezug zum Unbewussten, zu den Tiefendimensionen des Psychischen zu erfassen. August Ruhs, Psychiater und Psychoanalytiker, interpretiert Werke des Künstlers Alfred Kubin, die Direktor Hans-Peter Wipplinger aus dem umfangreichen Bestand der Sammlung Leopold ausgewählt hat.

 

Weitere Infos unter www.leopoldmuseum.org

(JT Feb. 2021)

Foto: Leopold Museum, Wien / Ouriel Morgensztern

Die Vielschichtigkeit der Kunst im MAK

 

Der Museumsbetrieb im Wiener MAK startet nach dem Lockdown mit den zwei neuen Ausstellungen ZEICHENSPRACHE und ANDREAS DUSCHA. SKY GLOW und ist von 10:00 bis 18:00 Uhr außer an Montagen zugänglich.

 

Neben den beiden Neuöffnungen lädt das MAK zur Besichtigung von vier aktuellen Ausstellungen, die schon im Dezember geöffnet wurden: bis 18. April SHEILA HICKS. Garn, Bäume, Fluss, bis 14. März ADOLF LOOS. Privathäuser, bis 6. Juni FRECH UND FREI! Die Invasion verborgener Objekte und bis 2. Mai 100 BESTE PLAKATE 19. Deutschland Österreich Schweiz.

 

Die Ausstellung ZEICHENSPRACHE. Antunes | Bayrle | Brătescu | Castoro | Pichler (Zentraler Raum MAK DESIGN LAB, 10. Februar – 25. April 2021) untersucht die vielfältigen Mittel der Sprache aus der Perspektive der bildenden Kunst. 17 Zeichnungen, Skulpturen und Installationen der international bekannten Künstler Leonor Antunes, Thomas Bayrle, Geta Brătescu, Rosemarie Castoro und Walter Pichler, die von der Österreichischen Ludwig-Stiftung für Kunst und Wissenschaft angekauft und der MAK-Sammlung Gegenwartskunst als Dauerleihgaben überlassen wurden, öffnen Handlungsräume für Beziehungen, Prozesse und Modelle.

 

In seiner Einzelausstellung ANDREAS DUSCHA. SKY GLOW (CREATIVE CLIMATE CARE GALERIE, 10. Februar – 28. März 2021) zeigt der bildende Künstler eine Serie neuer, analoger Fotografien und Spiegelarbeiten, die sich mit dem Verschwinden des Nachthimmels als Folge der zunehmenden Lichtverschmutzung auseinandersetzen. Visuell eindrucksstark inszeniert Duscha in der CREATIVE CLIMATE CARE GALERIE die zeitlose Schönheit und mysteriöse Vielschichtigkeit der nächtlichen Dunkelheit und ihre beeindruckenden ökologischen Dimensionen.

 

Als weitere Highlights des Programms im ersten Halbjahr öffnet das MAK am 20. April 2021 die Ausstellung DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE (MAK-Ausstellungshalle, 21. April – 3. Oktober 2021) und am 27. Mai eine Reihe von Ausstellungen im Rahmen der vom MAK initiierten VIENNA BIENNALE FOR CHANGE 2021: PLANET LOVE. Klimafürsorge im Digitalen Zeitalter, darunter der spartenübergreifende Hauptbeitrag des MAK, CLIMATE CARE. Stellen wir uns vor, unser Planet hat Zukunft (MAKAusstellungshalle, 28. Mai – 3. Oktober 2021).

 

Online-Führungen bietet das MAK zu FRECH UND FREI! Die Invasion verborgener Objekte, 100 BESTE PLAKATE 19. Deutschland Österreich Schweiz und ADOLF LOOS. Privathäuser an, zu SHEILA HICKS. Garn, Bäume, Fluss zusätzlich einen 3D-Rundgang.

Zugänglich über den MAK-YouTube-Kanal https://www.youtube.com/makwien (abrufbar auch über www.MAK.at)

Während des gesamten Museumsbesuchs ist verpflichtend eine FFP2-Maske zu tragen und ein Abstand von zwei Metern zwischen den Besuchern einzuhalten.

(JT Feb. 2021)

Foto:  MAK-Außenansicht by Gerald Zugmann/MAK

 

Die Pariser Kommune

 

Wenn der Lockdown zu Ende ist und Museen wieder öffnen, hat auch das Museum „Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof“ in 1190 Wien; Waschsalon Nr. 2; Karl-Marx-Hof, Halteraugasse 7, Neues zu bieten.
Neben den regelmässigen Sonntagsführungen durch den Karl-Marx-Hof offeriert die Führungs-Reihe „Aussendienst“ an jedem ersten Sonntag des Monats interessante Stadtspaziergänge durch ausgewählte Wiener Gemeindebauten.

Und eine neue Sonderausstellung bis 27. Februar 2022 erinnert an die Pariser Kommune:

VIVE LA COMMUNE - Die erste „Diktatur des Proletariats“.

 

Am 18. März 1871, vor 150 Jahren, gelangt erstmals in einer Millionenstadt das Proletariat an die Macht – und hält sich dort für 72 Tage.

Der Waschsalon Karl-Marx-Hof zeigt eine Sonderausstellung über die Pariser Kommune, die zwar regelmäßig zitiert, aber selten thematisiert wird: Ihre Entstehungsgeschichte, ihr Bemühen um eine Neugestaltung von Arbeit und Produktion, ihre fortschrittlichen Ansätze in der Fürsorge- und Bildungsarbeit – und auch ihr furioses Scheitern in einem schrecklichen Blutbad.

Ihre Errungenschaften muten vor 150 Jahren geradezu revolutionär an: Die Pariser Kommune begrenzt die tägliche Arbeitszeit auf zehn Stunden, kommunalisiert die Arbeitsvermittlung, legt Mindestlöhne fest und schafft erste Ansätze einer betrieblichen Selbstverwaltung. Sie erlässt ausstehende Mieten, führt einen Pensionsanspruch für die Witwen- und Waisen von gefallenen Nationalgardisten ein und gründet Waisenhäuser.

Im Bereich der Bildung eröffnet die Kommune Berufsschulen für Burschen und Mädchen, führt den Gratisunterricht ein und gleicht die Gehälter von Männern und Frauen an. Auf die Trennung von Kirche und Staat folgt schließlich auch die Säkularisierung der Bildungs- und Krankenpflegeeinrichtungen.

 

Den einen dienen die Pariser Kommune und das Schlagwort von der „Diktatur des Proletariats“ als teuflisches Schreckgespenst, den anderen als leuchtendes Vorbild. Und das bis heute. So verwundert es auch nicht, dass das vom britischen Streetart-Künstler Banksy für die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch gestiftete Schiff nach Louise Michel benannt wurde, einer der zentralen Persönlichkeiten der Pariser Kommune.

 

Kontakt und Infos unter Tel.: 0664 88540888, Email an info@dasrotewien-waschsalon.at

www.dasrotewien-waschsalon.at

(JT 2021)

Plakat "Grand Panorama" © Bibliothèque nationale de France

Das Belvedere und das Belvedere 21 digital und analog erleben

 

Das Belvedere und das Belvedere 21 kommen zu Ihnen nach Hause und bieten via Instagram, Twitter, Youtube und Facebook Kurzführungen online an. Begleiten Sie die Museen auf einem der Social Media Kanäle oder schauen Sie sich die Online-Führungen direkt auf der Webseite an:

https://www.belvedere.at/digital

https://www.belvedere.at/digitale-fuehrungen#OnlineFhrungen

 

Hier ein kurzer Ausblick auf Highlights 2021:

 

Joseph Beuys schuf ab den 1960er-Jahren neue Denkansätze, die in ihrer Vielfalt auch heute noch zeitgenössisch wirken. Mit seiner Erweiterung des Kunstbegriffs und dem Konzept der Sozialen Plastik wurde er weltberühmt. Die Kunst – so Beuys’ Leitgedanke – solle auf der sozialen, politischen, geistigen und wissenschaftlichen Ebene wirksam werden und damit integraler Bestandteil unseres Denkens und Handelns sein. Zum hundertsten Geburtstag des Ausnahmekünstlers ist dessen Werk aktueller denn je. Kurator Harald Krejci gestaltet bis 13. Juni 2021 im Belvedere 21 die Schau Joseph Beuys. Denken. Handeln. Vermitteln.

 

Kuratorin Gabriele Stöger-Spevak gestaltet Fritz Wotruba. Die Kirche in Wien-Mauer ab 15. April 2021 im Belvedere 21

45 Jahre nach der Einweihung der Kirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit auf dem Georgenberg in Wien-Mauer, der sogenannten Wotruba-Kirche, zeigt das Belvedere erstmals eine Ausstellung, die explizit diesem bedeutenden Werk gewidmet ist. Der damals heftig umstrittene Kirchenbau geht auf den künstlerischen Entwurf des österreichischen Bildhauers Fritz Wotruba (1907–75) zurück und wurde in den Jahren von 1974 bis 1976 nach gemeinsamer Planung mit dem Architekten Fritz Gerhard Mayr errichtet.

 

Lovis Corinth vollzog den Übergang vom Realismus über den Impressionismus zum Expressionismus. Das umfassende Werk des deutschen Malers vereint in sich den Stilwandel vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das Obere Belvedere begibt sich auf die Spuren dieses Jahrhundertkünstlers mit der Schau Lovis Corinth Das Leben – ein Fest vom 18. Juni 2021 bis 3. Oktober 2021.

 

(JT 2021)

Fotos: Lukas Schaller

TopKünstler im Bank Austria Kunstforum

 

Das Ausstellungsjahr 2021 steht im Bank Austria Kunstforum Wien im Zeichen der großen Personalen. Die umjubelte Schau „Gerhard Richter: Landschaft“ wird bis 7. März 2021 verlängert, bevor sie anschließend in das Kunsthaus Zürich übersiedelt.

 

Bis 27. Juni 2021 zeigt Direktorin Ingried Brugger eine Retrospektive von Daniel Spoerri. Mit seinen seit 1960 kontinuierlich weiterentwickelten „Fallenbildern“ schrieb sich der in Wien lebende Schweizer und gebürtige Rumäne in die europäische Kunstgeschichte ein. Die Ausstellung erweitert den Blick auf den in nahezu allen künstlerischen Medien tätigen Mitbegründer von Nouveau Réalisme und Eat Art, in dessen vielseitigem Werk seit 60 Jahren soziale Interaktionen und die sinnliche Wahrnehmung des Alltäglichen – insbesondere der menschliche Geschmackssinn – im Fokus stehen.

 

Vom 28. September 2021 bis 23. Jänner 2022 widmet das Ausstellungshaus auf der Freyung Rebecca Horn die erste umfassende Werkschau seit knapp 30 Jahren in Österreich. Horn zählt zu den außergewöhnlichsten und vielseitigsten Künstlerinnen ihrer Generation, Sie wurde 1972 als jüngste Teilnehmerin der epochemachenden Documenta 5 unter dem Titel „Individuelle Mythologien“ bekannt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der medialen Verflechtung der unterschiedlichsten Genres im Werk Horns und soll einen weitreichenden Einblick in ihre künstlerische Praxis geben.

 

Im Frühjahr 2022 schließlich, vom 10. Februar bis 19. Juni 2022, widmet das Bank Austria Kunstforum Wien dem britischen Künstler David Hockney erstmals in Österreich eine umfassende Werkschau. Hockney, einer der facettenreichsten und einflussreichsten Künstler der Gegenwart, experimentiert seit über 60 Jahren mit den Medien Malerei, Zeichnung und Grafik.

 

Weitere Informationen auf https://www.kunstforumwien.at/

(JT 2021)

Foto: Bank Austria Kunstforum

Visuelle Symphonien

 

Bis 6. Juni 2021 zeigt das LeopoldMuseum EMIL PIRCHAN – VISUELLE REVOLUTION auf Ebene -2. Die Ausstellung, in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen, ist die erste umfassende Retrospektive zum Werk des Künstlers in Österreich. Mehr als 200 ­Objekte geben Einblick in das Schaffen Emil Pirchans (1884–1957), der als ­Gebrauchsgrafiker ebenso reüssierte wie als Pionier des expressionistischen ­Bühnenbildes. Zudem betätigte er sich als Designer, Architekt, Autor, Buchillustrator und Hochschullehrer. Seinen Einfallsreichtum konnte der vielseitige Gestalter an den Wirkungsorten München (1908–1919), Berlin (1919–1932), Prag (1932–1936) und Wien (1936–1957) entfalten.

 

Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven im Dezember 2020 ist bis zum

6. Juni 2021 eine Fokus-Ausstellung im Rahmen der Dauerpräsentation Wien 1900: INSPIRATION BEETHOVEN - EINE SYMPHONIE IN BILDERN AUS WIEN 1900, ebenfalls auf Ebene -2.

Im Zentrum der Schau steht das repräsentative Bildprogramm Josef Maria Auchentallers für das Musikzimmer der Villa des Wiener Schmuckfabrikanten Georg Adam Scheid. Dieses besteht aus fünf Gemälden von beinahe zweieinhalb Metern Höhe und rund neun Metern Gesamtlänge, zu denen Auchentaller 1898/99 von Beethovens VI. Symphonie, der Pastorale, inspiriert wurde. Das für die facettenreiche Beethoven-Verehrung um 1900 repräsentative Musikzimmer wird nun im Leopold Museum erstmals in Österreich rekonstruiert – im Dialog mit Werken von Künstlern der Wiener Secession.

 

Bitte informieren Sie sich vor einem Besuch über die Sicherheitsbestimmungen im Museum. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an besucherservice@leopoldmuseum.org

Einen Teil der Sammlungen des Hauses können Sie digital begutachten unter https://www.leopoldmuseum.org/de/sammlung/digitalesmuseum

(JT 2021)

Fotos:

- Emil Pirchan, Plakatentwurf, um 1912 © Sammlung Steffan/Pabst, Zürich, Foto: Sammlung Steffan/Pabst, Zürich © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan/Pabst, Zürich

- Fotoatelier A. Frankl, Berlin, Emil Pirchan mit Masken im Berliner Atelier, 1923 © Sammlung Steffan/Pabst, Zürich, Foto: Sammlung Steffan/Pabst, Zürich © Nachlass Emil Pirchan, Sammlung Steffan/Pabst, Zürich

- Josef Maria Auchentaller, Elfe am Bach. Für das Beethoven-Musikzimmer der Villa Scheid in Wien, 1898/99 © Andreas Maleta, aus der Victor & Martha Thonet Sammlung, Galerie punkt12, Wien Foto: amp, Andreas Maleta press & publication, Wien, 2020

- Anonymer Fotograf, Josef Maria Auchentaller vor Gustav Klimts Die Medizin bei der X. Ausstellung der Wiener Secession, 1901 © Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger 

- Leopold Museum