Das Rote Wien setzt ein kräftiges Lebenszeichen

 

Das Museum „Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof“ im Karl-Marx-Hof, Halteraugasse, 1190 Wien, das heuer sein 10-Jahres-Jubiläum feiert, hat wieder seine Pforten geöffnet!
Geboten wird – neben der Dauerausstellung – eine Sonderausstellung im Dachgeschoß,
die nach den gesetzlichen Vorgaben zum Schutz in Corona-Zeiten organisiert ist.
Bis 28. November 2020 wird die Schau 2. ARBEITER-OLYMPIADE IN WIEN - „Neue Menschen“ für eine „neue Welt“ gezeigt.

Bei dieser größten bis dahin in Wien abgehaltenen Sportveranstaltung im Jahr 1931 wurden von 25.000 Sportlerinnen und Sportlern aus 27 Nationen 117 Bewerbe in 18 Sportarten ausgetragen, darunter „Klassiker“ wie Fußball, Hand- und Faustball, aber auch Disziplinen, die den Arbeitersportlern „bisher verschlossen waren“, wie Tennis, Jiu-Jitsu und Paddeln oder damals
populäre Sportarten wie Schleuderballwerfen oder Raffball.
Der Waschsalon Karl-Marx-Hof zeigt neben Fotos, Festführern, Postkarten und Broschüren zur 2. Arbeiter-Olympiade aus den Beständen des Vereins für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung auch Objekte aus dem Archiv des ASKÖ WAT Wien.
Darüber hinaus gibt es auch altes dokumentarisches Filmmaterial aus den Beständen des WIFAR (Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung) und des Filmarchiv Austria zu sehen.


Ende September wird „10 Jahre Waschsalon“ mit einem ausführlichen Programm gefeiert mit Tagen der offenen Tür am Samstag, 26 September von 12.00 bis 17.00 Uhr und am Sonntag, 27. September von 10.00 bis 17.00 Uhr.

Außerdem führt jeden Sonntag das Waschsalon-Team bis auf weiteres ausschließlich – dafür ausführlich – durch den Karl-Marx-Hof.
Der Rundgang beginnt am Ehrenhof, dem "12.-Februar-Platz" und endet im Waschsalon Nr. 2, wo die Besucher die Ausstellung individuell besichtigen können.

Treffpunkt ist jeweils um 13.00 Uhr vor dem Bahnhof Heiligenstadt, Endstelle U4. Anmeldung nicht erforderlich. Eintritt & Führung: € 7 pro Person.


Weitere Informationen unter http://www.dasrotewien-waschsalon.at/startseite/

(JT Juni 2020)

Foto © Waschsalon Karl-Marx-Hof

Plakat zur 2. Arbeiter-Olympiade VORSCHAU © Victor Theodor Slama / Wienbibliothek im Rathaus

Das MAK präsentiert Raimund Abraham

 

Das MAK widmet dem österreichisch-amerikanischen Architekten Raimund Abraham (1933–2010)

im MAK-Kunstblättersaal am Stubenring 5, 1010 Wien bis 18. Oktober 2020 die Personale „RAIMUND ABRAHAM. Angles and Angels. Zeichnungen Modelle Prototypen“.

Abraham entwickelte sein Œuvre in enger Verbindung zu Kunst, Philosophie, Literatur und Film. Ausgehend von der Zeichnung als Denkmodell für sein visionäres Werk werden etwa 50 Skizzen, Collagen, Modelle und Entwürfe zu realisierten und unrealisierten Projekten sowie Prototypen von Möbeln gezeigt, die das Spannungsfeld zwischen individuellen und gesellschaftspolitischen Herausforderungen seiner Zeit ausloten.

 

Raimund Abrahams Hauptwerk, der spektakuläre Neubau des Austrian Cultural Forum in New York (2002), zählt zu den bedeutendsten Beiträgen zeitgenössischer Architektur in Manhattan.

Er verstand sich viel mehr als Theoretiker denn als bauender Architekt. Im Manifest EYES DIGGING (2001) wird sein forschender Zugang zu Architektur deutlich. In seine elementaren, reduzierten Entwürfe ließ er archetypische und neo-futuristische Grundformen einfließen.

 

Die Exponate der Schau stammen zum Großteil aus dem Archiv von Una Abraham, außerdem aus der Sammlung des Architekturzentrum Wien, der MAK-Sammlung Gegenwartskunst sowie einer Wiener Privatsammlung.

Weitere Infos unter https://www.mak.at/

Bitte beachten Sie die Corona-bedingten Besuchsregeln.

(JT Juni 2020)

Fotos:

Raimund Abraham, Kugel-Projekt, 1991. © MAK/Georg Mayer

Raimund Abraham, Universal House, 1967. Print, koloriert. Privatsammlung. © MAK/Georg Mayer

100 Tage Hundertwasser

Das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier startet eine wunderbare Mitmachaktion für Kinder, Schüler und Lehrlinge unter 19 Jahren mit freiem Eintritt ins Museum bis 3. September 2020!

Der Museumseintritt ist dann frei, wenn die Jugendlichen ein eigenes Werk zum Thema „Hundertwasser. Der Mensch im Einklang mit der Natur“ gestalten und an der Kassa des Leopold Museum vorlegen.


Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Alle Medien sind willkommen – von Malerei und Zeichnung über Collagetechnik bis zur Fotografie. Die Werke der Kinder und Jugendlichen werden im Grafischen Kabinett des Museums präsentiert.

Die Aktion ist pro Teilnehmer einmal gültig.

 

Informationen zur Aktion unter https://www.leopoldmuseum.org/de/besuch/vermittlung/kinder/100-tage-hundertwasser

(JT Juni 2020)

Foto: FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER, 134 NEUNUNDNEUNZIG KÖPFE - BEIORDNUNG VON 99 KÖPFEN © 2020 Namida AG, Glarus, Schweiz 

Der Weg zurück in die reale KunstBilderWelt

 

Die Zeit der „Bilder im Kopf“ und der digitalen FernGesellschaft neigt sich dem Ende entgegen.

Es gibt sie wieder zu betrachten – die „Bilder an der Wand“! Welch Freude!

 

Die Museen dürfen wieder öffnen, aber es gibt Spielregeln, die einzuhalten sind. Zehn Quadratmeter pro Besucher sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz sind Pflicht. Teilweise werden nicht alle Ausstellungsbereiche sofort geöffnet sein und an manchen Ausstellungsorten gelten eingeschränkte Öffnungszeiten.

 

Wir geben Ihnen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit - einen Überblick, was wann öffnet und bitten Sie auf den jeweiligen – hier nicht angeführten – Websites der Häuser auf individuelle Auskünfte zu achten. Nach und nach werden wir Sie über Details der Ausstellungen informieren.

 

Das Belvedere eröffnet das Untere Belvedere am 15. Mai mit der dort laufenden Schau "Into the Night. Die Avantgarde im Nachtcafé". Diese ist noch bis 1. Juni zu sehen und konnte nicht verlängert werden. Das Belvedere 21 soll am 1. Juni folgen, der Museumsbetrieb im Oberen Belvedere wird mit 1. Juli starten.

Am 15. Mai öffnen auch das Schloss Schönbrunn, das Sisi Museum mit Kaiserappartements und die Silberkammer in der Wiener Hofburg, das Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien sowie Schloss Hof und Schloss Niederweiden. Ebenso das Volkskundemuseum, für den Museumsbesuch dort besteht bis 30. Juni freier Eintritt.

Am 20. Mai macht das Naturhistorische Museum (NHM) wieder auf. Zu sehen ist außer der Dauerausstellung das untere Geschoß, das unter anderem die Mineralogie, Meteorologie und nicht zuletzt die für kleine Besucher zentralen Dinosaurier umfasst. Bis zum 1. Juni ist auch die durch die CoronaSperre vorzeitig geschlossene Mondausstellung zu besichtigen.

Ab 21. Mai 2020 werden die beiden aktuellen Ausstellungen „The Cindy Sherman Effect“ sowie „Now. collected #9/#10“ im tresor im Bank Austria Kunstforum Wien wiedereröffnet.

Ab 27. Mai kann man wieder die Ausstellungen "Hundertwasser-Schiele" und "Wien 1900. Aufbruch in die Moderne" sowie „Deutscher Expressionismus. Die Sammlungen Braglio und Johenning“ im Leopold Museum besuchen.

Noch vor dem Pfingstwochenende am 27. Mai öffnet auch die Albertina Wien. Somit können die Besucher am Karlsplatz die Eröffnungsausstellung der Albertina modern, "The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980", erstmals sehen. Im Haupthaus werden die Ausstellungen zu Wilhelm Leibl sowie "Die frühe Radierung. Von Dürer bis Bruegel" verlängert.

Am Freitag, dem 29. Mai, sperren das Wien Museum Musa beim Rathaus, die Hermesvilla, die Kunsthalle Wien und das Architekturzentrum auf.

Das Kunsthistorische Museum (KHM) hat sich ab 30. Mai als "besondere Willkommens-Geste" für ein "pay as you wish"-Modell für den Juni entschieden, bei der jeder Besucher die Höhe des Eintrittspreises selbst bestimmen kann.

Am 31. Mai sind das Mozarthaus Vienna, das Kunsthaus Wien, das Jüdische Museum und das Haus der Musik für Besucher wieder zugänglich.

Am 1. Juni werden im Museum für Angewandte Kunst sämtliche aktuellen Sonderausstellungen wieder geöffnet. Mitte Juni folgt die Öffnung der Ausstellung "Raimund Abraham. Angles and Angels. Zeichnungen Modelle Prototypen“. Auch das MAK Design Lab wird wieder zugänglich sein. Ebenfalls Mitte Juni startet ein Zyklus von Pop-up-Ausstellungen zum Thema "Creative Climate Care". Die übrigen Sammlungsräume öffnen am 1. Juli.

Das Mumok - Museum moderner Kunst wird am 17. Juni wieder aufsperren. Die Laufzeiten der Ausstellungen "Gelebt" von Ingeborg Strobl und "Steve Reinke. Butter" werden bis in den Herbst/Winter hinein verlängert, ebenso wie "James Coleman. Lapsus Exlosure", "Objects Recognized in Flashes" und "Im Raum die Zeit lesen. Moderne im mumok 1910 bis 1955". Die Eröffnung der Ausstellungstrilogie zu Andy Warhol wird auf Ende September verschoben.

Im Technischen Museum gibt es zunächst nur an Wochenenden und Feiertagen Publikumsbetrieb. Der reguläre Betrieb wird mit 1. Juli angestrebt.

Das Haus der Geschichte Österreich sperrt am 1. Juli wieder auf, das Weltmuseum am 2. Juli. Das Theatermuseum erst am 1. Oktober.

 

Weitere Informationen zu den Wiener Museen finden Sie unter https://www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen/kunst-erwacht  

 

Schloss Esterhazy, Burg Forchtenstein und Schloss Lackenbach im Burgenland öffnen am 16. Mai ihre Pforten.

Am 20. Mai machen das Museum Linaunig in Neuhaus und das Werner Berg Museum in Kärnten in Bleiburg wieder auf. Das Kärntner Freilichtmuseum Maria Saal, Archäologischer Park Magdalensberg und Römermuseum Teurnia eröffnen am 30. Mai, ebenso wie das Museum Moderner Kunst Kärnten in Klagenfurt.

Die großen Museen in Niederösterreich sind erst ab 1. Juli wieder zu besichtigen, darunter das Museum Gugging, das Arnulf Rainer Museum in Baden, das Egon-Schiele-Museum in Tulln, das Nitsch-Museum in Mistelbach, sowie in Krems die Kunsthalle, das Karikaturmuseum, die Landesgalerie Niederösterreich und das Forum Frohner.

Bereits am 16. Mai sperrt das Schlossmuseum Linz wieder auf, am 2. Juni öffnet das Lentos seine Pforten. Der Besuch des Ars Electronica Center ist bis auf weiteres nicht möglich.

Den Anfang in Salzburg machen Neue Residenz und DomQuartier am 16. Mai. Am 1. Juni öffnet das Haus der Natur. Das Museum der Moderne Mönchsberg und Rupertinum sperren am 20. Juni wieder auf. Am 29. Mai ist die Festung Hohensalzburg wieder zu besichtigen.   

Das steirische Universalmuseum Joannum beginnt mit der Wiedereröffnung am 18.5. mit dem Skulpturenpark in Premstätten und dem Park des Schlosses Eggenberg. Die Museen öffnen dann ab

1. Juli wieder ihre Tore. Das Künstlerhaus Graz sperrt am 19. Mai wieder auf, die Kunsthalle Graz am 20. Mai. Das FRida & freD Kindermuseum in Graz plant die Wiedereröffnung für 25. Juni.

Das Zeughaus in Innsbruck und das Ferdinandeum sind 20. Mai wieder zugänglich, Schloss Ambras ab 2. Juli.

Am 4. Juni sperrt das Vorarlberg Museum in Bregenz wieder auf, ebenso wie das Jüdische Museum in Hohenems, tags darauf das Kunsthaus Bregenz.

 

Wer sich noch nicht in die Ausstellungen traut, weil ihm die Pandemie noch zu real ist, der kann nach wie vor gerne in seinem Elfenbeinturm sitzen und auf das digitale Angebot der Museen zurückgreifen!

 

(JT Mai 2020)

Illustration: Pinterest

Das mumok im MQ öffnet am 17. Juni

Das museum moderner kunst stiftung ludwig wien, kurz mumok, im Wiener Museumsquartier öffnet am 17. Juni 2020 wieder seine Pforten - von Mittwoch bis Sonntag zwischen 10.00 und 18.00 Uhr

Die Laufzeiten der Ausstellungen „Gelebt“ von Ingeborg Strobl und „Steve Reinke. Butter“, die nur wenige Tage vor der Museumsschließung eröffnet wurden, werden bis in den Herbst/Winter hinein verlängert. Ebenso verlängert werden die Ausstellungen James Coleman. Lapsus Exlosure, Objects Recognized in Flashes. Michele Abeles, Annette Kelm, Josephine Pryde, Eileen Quinlan und“ Im Raum die Zeit lesen. Moderne im mumok 1910 bis 1955“.

Die für 30. April geplante Eröffnung der Ausstellungstrilogie zu Andy Warhol wurde auf Ende September verschoben und entkoppelt. Ein Projekt aus der Warhol-Trias, die Ausstellung „MISFITTING TOGETHER. Serielle Formationen der Pop Art, Minimal Art und Conceptual Art“ mit zentralen Werken aus der Sammlung wie dem Mouse Museum und dem Ray Gun Wing von Claes Oldenburg, sowie mit Arbeiten von Lutz Bacher, Hanne Darboven, Robert Indiana, Jasper Johns und Roy Lichtenstein, um nur einige zu nennen, wird schon ab 1. Juli zugänglich sein.

Tickets können bequem von zu Hause aus bestellt werden: https://www.mumok.at/de/tickets

Die Besucher werden gebeten, die Vorschriften für den Museumsbesuch in Corona-Zeiten zu beachten, siehe https://www.mumok.at/de/regeln-fuer-den-museumsbesuch

Damit man trotz der vorübergehenden Schließung des Museums in den Genuss von 365 Tagen Kunst kommt, wird die mumok Jahreskarte verlängert! Wenn die Jahreskarte zwischen März 2020 und März 2021 abläuft, verlängert sich die Gültigkeit automatisch um 3 Monate.

Bis zur Wiedereröffnung kann man das mumok auf den Social-Media-Kanälen und dem mumok Blog auf der Website begleiten!

(JT Juni 2020)

Foto: Rainer Mirau

Willkommen. Bienvenue. Welcome!

 

Nach Wochen ausschließlich virtueller Kunstangebote kann man seit Mitte Mai endlich wieder persönlich ins Untere Belvedere gehen!

 

Das Geschenk für die Besucher anlässlich der Wiedereröffnung: alle öffentlichen Führungen durch die Ausstellung sind kostenlos. Weitere Infos unter https://www.belvedere.at/programm

Das Belvedere 21 startet am 1. Juni mit den beiden laufenden Ausstellungen von Herbert Brandl und Eva Grubinger, die bis in den Herbst verlängert werden. Der Museumsbetrieb im Oberen Belvedere wird mit 1. Juli wieder aufgenommen, mit der Schausammlung, mit Renate Bertlmann und dem Meister von Mondsee.

 

Zum Schutz aller Besucher und Mitarbeiter gilt es, coronabedingte Besuchsregeln einzuhalten. Genaueres unter https://www.belvedere.at/besuchsregeln#Besuchsregeln-9853
Geführte Touren finden in Kleingruppen von maximal neun Personen statt. Die Kunstvermittler tragen ein Gesichtsvisier und verwenden sorgfältig desinfizierte Silent Systems. Aus hygienischen Gründen wird ersucht, persönliche Kopfhörer (Standard 3,5 mm Anschluss) zu nutzen. Alternativ werden Einwegkopfhörer kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Es besteht aber weiterhin die wunderbare Möglichkeit, die Sammlung der Häuser online zu besuchen. Neben den berühmten Highlights sind auch Kunstobjekte zu sehen, die nicht oder nur selten in Ausstellungen präsentiert werden: https://www.belvedere.at/sammlung

(JT Mai 2020)

Foto: Außenansicht Oberes Belvedere, Lukas Schaller / Belvedere, Wien

Willkommen zurück im Leopold Museum

 

Das Leopold Museum im Wiener Museumsquartier ist seit 27. Mai wieder von Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

Die Öffnung des Museums erfolgt entsprechend eines Hygieneplans, der nach behördlichen Vorgaben entwickelt und umgesetzt wurde. Ausstellungsgäste müssen die Besuchsregeln beachten.

Um einen sicheren Museumsaufenthalt zu bieten wurden verschiedene bauliche Adaptierungen wie die Installation von Plexiglastrennwänden im Kassa-, Shop- und Garderobenbereich durchgeführt, Desinfektionsstationen eingerichtet sowie die Reinigungsfrequenz gesteigert. Darüber hinaus wurde das Aufsichtspersonal entsprechend geschult um die Gesundheitsrichtlinien zu gewährleisten.

Führungen und Workshops mit Gruppen bis zu 10 Personen können unter den geltenden Vorgaben abgehalten werden.

Die Audioguides sind weiterhin verfügbar und werden nach jedem Gebrauch desinfiziert.

 

Die Gültigkeit der Jahreskarte wird für alle Jahreskartenbesitzer um 3 Monate verlängert  

Nach Möglichkeit sollte ein Online Ticket erworben werden. Tickets sind aber weiterhin auch an der Kassa des Museums erhältlich. Bitte nach Möglichkeit mit Karte bezahlen. Bereits erworbene Tickets, online oder auch vor Ort gekaufte, sind ab dem Kaufdatum 1 Jahr lang gültig. Die Gültigkeit dieser Tickets wird um 3 Monate verlängert

 

Neben der Dauerpräsentation „WIEN 1900. Aufbruch in die Moderne“ werden die aktuellen Sonderausstellungen "DEUTSCHER EXPRESSIONISMUS. Die Sammlungen Braglia und Johenning" und "HUNDERTWASSER – SCHIELE. Imagine Tomorrow" bis 31. August verlängert

 

Weitere Infos unter https://www.leopoldmuseum.org/

(JT Mai 2020)

Foto: Leopold Museum 

Die Tore der Albertina werden wieder geöffnet!


Die ALBERTINA und die ALBERTINA MODERN sind wieder täglich seit 27. Mai von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet (ALBERTINA Mittwoch & Freitag 10.00 bis 21.00 Uhr).

Entdecken Sie den neuen Standort ALBERTINA MODERN am Karlsplatz 5 in der Wiener City mit der Ausstellung „The Beginning. Kunst in Wien 1945 bis 1980“.
Die Eröffnungsausstellung zeigt die österreichische Kunst in den entscheidenden Jahrzehnten nach 1945. Sie bietet erstmals einen umfassenden Überblick einer der innovativsten Epochen heimischer Kunstgeschichte und präsentiert die bedeutendsten Positionen an der Schwelle zur Postmoderne – vom Wiener Phantastischen Realismus über die frühe Abstraktion, den Wiener Aktionismus, die kinetische und konkrete Kunst sowie die österreichische Spielvariante der PopArt bis zu dem für Wien so kennzeichnenden gesellschaftskritischen Realismus.

In der ALBERTINA konnten zahlreiche Ausstellungen verlängert werden, im Herbst erwartet die Besucher ein Wiedersehen mit „Van Gogh, Cézanne, Matisse, Hoder. Die Sammlung Hahnloser“ ab 27. August und die Begegnung mit einer der profiliertesten Sammlungen zur amerikanischen und deutschen Kunst der 80iger Jahre ab 2. Oktober: „My Generation. Die Sammlung Jablonka“.

 

Die Ausstellungsgäste müssen die Corona-bedingten Besuchsvorgaben beachten.

 

Weitere Infos unter https://www.albertina.at/home

(JT Mai 2020)

Fotos: Albertina

Ein Blick auf die Moderne

 

Die ALBERTINA Wien widmet im Spätsommer/Herbst 2020 einer der bedeutendsten Privatsammlungen der französischen Moderne eine Schau.

Die Ausstellung in der Propter Homines Halle „Van Gogh, Cézanne, Matisse, Hodler. Die Sammlung Hahnloser“ - kuratiert von Dr. Matthias Frehner und Dr. Gisela Kirpicsenko - zeigt vom 27. August bis 15. November 2020 ein Kondensat aus den 80 wichtigsten und schönsten Werken der ursprünglich 500 Gemälde, Papierarbeiten und Plastiken umfassenden Sammlung Hahnloser, ergänzt durch Werke, die als Hahnloser-Schenkungen von den Kunstmuseen Winterthur und Bern erworben wurden.

 

Die Sammlung Hahnloser entstand zwischen 1907 und 1936 im engen freundschaftlichen Austausch zwischen dem Sammlerpaar Arthur Hahnloser (1870–1936) und Hedy HahnloserBühler (1872–1952) und ihren Künstlerfreunden: Ferdinand Hodler, Félix Vallotton, Henri Manguin, Pierre Bonnard und Henri Matisse. Später wurden auch deren Vorläufer Renoir, Van Gogh, Gauguin, Cézanne und Toulouse-Lautrec Teil der Sammlung des Augenarztes und der ausgebildeten Malerin.

Heute umfasst die bedeutende Sammlung einzigartige Werkgruppen – Gemälde, Plastiken und Aquarelle – der schweizerischen und französischen Moderne, darunter so prominente Werke wie Bonnards Spiegeleffekt (Die Wanne), Cézannes Selbstbildnis Porträt des Künstlers, Van Goghs Sämann und das Nachtcafé in Arles, Vallottons Die Weiße und die Schwarze oder Maillols Skulptur Pomona. Bedeutende Teile der ursprünglichen Sammlung befinden sich im Besitz der Hahnloser/Jaeggli Stiftung, die seit 2016 im Kunstmuseum Bern deponiert ist.

 

Sammeln war für Arthur und Hedy Hahnloser eine sinnstiftende Lebensaufgabe, an der sie ihr Umfeld aktiv beteiligten. Ihre Sammlung, die sie in der Villa Flora in Winterthur als Gesamtkunstwerk inszenierten, verstanden sie als „Lehrmuseum“.

In Österreich, wo die Moderne nicht mit aller Konsequenz Eingang in die ästhetische Erziehung findet, wird ein vergleichbarer „Lehrpfad der Moderne“ erst 100 Jahre später mit der in der ALBERTINA deponierten Sammlung Batliner etabliert.

Hier führt die Sammlung Hahnloser einen Dialog mit den hauseigenen Sammlungen, die durch eine Auswahl von 20 Werken in die Ausstellung integriert sind.

 

Weitere Infos unter www.albertina.at

(JT Mai 2020)

Fotos:

Félix Vallotton, Die Weiße und die Schwarze, 1913, Öl auf Leinwand, © Foto: Reto Pedrini, Zürich

Henri Matisse, Frau in Grün, 1917, Öl auf Leinwand, Privatsammlung 

Das Kunstforum sperrt auf!

 

Ab 21. Mai 2020 freut sich das Bank Austria Kunstforum Wien wieder auf Ausstellungsgäste.

Für ein noch reizvolleres Kunsterlebnis in der „neuen Normalität“ kostet der Eintritt in der Wiedereröffnungswoche nur € 3 (ermäßigt) beziehungsweise € 5 (gültig bis 24. Mai 2020).

Um Wartezeiten zu vermeiden und alle Sicherheitsauflagen zu erfüllen, wird empfohlen, die Tickets bereits vor dem Ausstellungsbesuch online zu kaufen. Die Gültigkeit von Jahreskarten wird um vier Monate verlängert.

Bitte beachten Sie auch die gültigen Sicherheitsregeln wie das Vermeiden von Gruppenbildung, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Einhaltung des „Babyelefanten“-Mindestabstands sowie Handhygiene bei aufgestellten Desinfektionsmittelspendern. Es werden sich auch nie mehr als zehn Personen gleichzeitig pro Raum in der Ausstellung aufhalten können.

 

Die beiden aktuellen Ausstellungen „The Cindy Sherman Effect“ sowie „Now. collected #9/#10“ im tresor werden wiedereröffnet und bis 19. Juli 2020 verlängert!

 

Geführte Ausstellungsrundgänge müssen in Hinblick auf die Teilnehmerzahl beschränkt werden. Sie sind nur gegen Voranmeldung bis zu acht Personen gleichzeitig möglich. Sie werden jeweils dienstags um 12.30 Uhr, samstags um 15.30 Uhr und sonn- und feiertags um 11.00 Uhr angeboten. Themenführungen finden freitags um 17.30 Uhr statt. Tickets sind über die Website des Bank Austria Kunstforum Wien erhältlich.

Es werden weiterhin kostenlose Digital-Führungen – „Zu Gast bei Viktoria Pfefferstein. Ein interaktives Kunsterlebnis“ (22. Mai, 12. Juni, 26. Juni und 10. Juli 2020), Live-Führungen auf der Facebook-Seite des Bank Austria Kunstforum Wien (28. Mai 2020) und auf Instagram in englischer Sprache (4. Juni,

18. Juni, 2. Juli und 16. Juli 2020) – angeboten. Auf den Social-Media-Kanälen bleiben die Vermittlungsangebote auch weiterhin aufrecht.

 

Das Bank Austria Kunstforum Wien ist ab sofort auch bei der MuseumsStars-App dabei! Junge Kunstfans können sich auf interaktive Lern-Aufgaben aus den Themen Kunst, Kultur, Geschichte, Natur und Technik freuen – und Sterne sammeln. Spannende Inhaltskarten und interaktive Aufgaben machen Ausstellungen spielbar und von zuhause aus erlebbar: https://www.fluxguide.com/portfolio/museumstars

 

Weitere Infos unter https://www.kunstforumwien.at/

(JT Mai 2020)

Foto: Bank Austria Kunstforum

Was ist Identität?

 

Die Ausstellung „The Cindy Sherman Effect. Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst“ im Wiener Bank Austria Kunstforum auf der Freyung behandelt bis 19. Juli 2020 mit den Themen Identität, deren Konstruktion und Formen ihrer Transformation, zentrale Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst und Gesellschaft.

Neue Technologien, wie das Internet, Genmanipulation oder Klonen, geben vermehrt Anlass dazu, über den Begriff Identität im Sinn von Subjektdefinition nachzudenken.

 

Ausgehend von Cindy Sherman's Werk, das von einer konsequenten und kritisch bis provokativen Hinterfragung der Konstruktion von Identitäten gekennzeichnet ist, und dessen Bildwelten sich aus der überwältigenden Bilderflut von Fernsehen, Filmen, Magazinen, dem World Wide Web und der Kunstgeschichte speisen, werden in Form von Gegenüberstellungen von Werken Cindy Shermans und zeitgenössischen Künstlern Themen wie Dekonstruktion des Porträts sowie kultureller, geschlechterspezifischer und sexueller Stereotypen sowie Konstruktion und Fiktion von Identität untersucht.

In der Ausstellung vertretene Künstler: Monica Bonvicini, Candice Breitz, Sophie Calle, Samuel Fosso, Douglas Gordon, Martine Gutierrez, Elke Silvia Krystufek, Sarah Lucas, Maleonn, Zanele Muholi, Catherine Opie, Pipilotti Rist, Julian Rosefeldt, Markus Schinwald, Eva Schlegel, Tejal Shah, Cindy Sherman, Fiona Tan, Ryan Trecartin, Wu Tsang, Gavin Turk und Gillian Wearing.

 

Weitere Informationen auf https://www.kunstforumwien.at

(JT Mai 2020)

Foto:

Elke Silvia Krystufek Day Dream Series, 1996 Farbfotografien, montiert auf Karton, 70 × 100 cm |

27 1/2 × 39 3/8 in. Courtesy of the artist and Croy Nielsen, Vienna 

Raffael – Superstar der Renaissance

 

Das Jahr 2020 stellt Raffaello Sanzio da Urbino, auch Raffaello Santi, kurz Raffael, anlässlich der 500. Wiederkehr seines Todestags ins Scheinwerferlicht. Wer kennt sie nicht, die beiden pausbäckigen Engelfiguren des Renaissance-Meisters, die verträumt an unteren Bildrand der sogenannten Sixtinischen Madonna lehnen?

Raffael wurde vermutlich am 6. April 1483 in Urbino geboren und starb in Rom mit nur 37 Jahren, wo er ab etwa 1508 bis zu seinem Todestag am 6. April 1520 lebte und im Pantheon bestattet wurde.

Vor allem durch seine Fresken in den Privatgemächern der Päpste Julius II. und Leo X. aber auch in der Villa Farnesina ist Raffael in der Ewigen Stadt dauerhaft vertreten. Zu seinen berühmtesten Darstellungen zählen „Die Schule von Athen“, der „Borgo-Brand“ und der Zyklus der Psyche. Darüber hinaus schuf er Porträts und grazile Madonnen.

Der vielbeschäftigte Künstler diente der Kirche ab 1514 auch als Architekt des Petersdoms und oberster Experte für Antikenfunde.

 

Mit einer großen Ausstellung würdigt Rom zum 500. Todestag den genialen Künstler. Die Schau in den Scuderien des Quirinalspalasts vereint unter dem Titel "Raffaello" mehr als 200 Gemälde und Zeichnungen, die bisher noch nie alle zusammen gezeigt wurden.

Die Ausstellung über den "Superstar der Renaissance", die von den Scuderien gemeinsam mit dem Uffizien in Florenz präsentiert wird, öffnet wieder nach dem Lockdown am 2. Juni und ist bis zum 

30. August 2020 zu besichtigen.

Neben den Uffizien steuern unter anderem auch der Pariser Louvre, die Wiener Albertina, das British Museum in London, der Prado in Madrid, die National Gallery of Art in Washington und das Musee des Beaux-Arts in Lille Leihgaben bei.

 

Weitere Infos unter https://www.scuderiequirinale.it/

(JT Mai 2020)

Fotos: Wikipedia

Was wäre wenn ...

 

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) prägte als Maler, Gestalter von Lebensräumen und Vorkämpfer der Ökologiebewegung (betrachtet man die derzeitige Umweltbewegung, muss man bedauern, dass der Künstler das nicht miterleben kann!) die Kunst des 20. Jahrhunderts über die Grenzen Österreichs hinaus. Wenig bekannt ist seine lebenslange, intensive Beschäftigung mit der Person und dem Werk Egon Schieles (1890–1918).

 

Als 20-jähriger entdeckte der damalige Akademiestudent in Ausstellungen und Büchern die Kunst der Wiener Moderne für sich: Vor allem Schiele sollte in den folgenden Jahren eine zentrale Bezugsfigur für Hundertwasser werden. Bis zu seinem Lebensende umgab sich Hundertwasser in seinen Wohn- und Arbeitsräumen in Venedig und Neuseeland mit Reproduktionen von Gemälden und Zeichnungen des von ihm so sehr geschätzten Künstlerkollegen. Hundertwassers poetischer Text "Ich liebe Schiele" von 1951 macht die Intensität seiner Bezugnahme anschaulich: „Ich träume oft wie Schiele, mein Vater, von Blumen, die rot sind, und Vögeln und fliegenden Fischen und Gärten in Samt und Smaragdgrün und Menschen, die weinend in Rotgelb und Meerblau gehen.“

 

20 Jahre nach Hundertwassers Tod widmet das Leopold Museum diesen beiden ikonischen Künstlern bis 31. August 2020 die rund 170 Exponate umfassende, dialogisch angelegte Schau „Hundertwasser - Schiele“. Es werden Analogien jenseits von formalen Ähnlichkeiten ersichtlich. Anhand hochkarätiger Leihgaben aus österreichischen und internationalen Sammlungen und bisher nicht veröffentlichtem Archivmaterial zeichnet die Ausstellung die künstlerische und geistige Verwandtschaft der Künstler nach, die einander nie persönlich kennenlernen konnten und doch so viel verbindet.

 

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Hundertwasser gemeinnützigen Privatstiftung Wien.

Weitere Infos unter https://www.leopoldmuseum.org/

(JT März 2020)

Fotos:

FRIEDENSREICH HUNDERTWASSER 1928–2000 107 Selbstbildnis, 1951 Aquarell auf grundiertem Packpapier, 41 × 33 cm Die Hundertwasser Gemeinnützige Privatstiftung, Wien Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger © 2020 Namida AG, Glarus, Schweiz

EGON SCHIELE 1890–1918 Selbstbildnis mit hochgezogener nackter Schulter, 1912 Öl auf Holz, 42,2 × 33,9 cm Leopold Museum, Wien Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger 

 

Die Frühzeit der Druckgrafik

 

Die Ausstellung der Albertina Wien „Die frühe Radierung - Von Dürer bis Bruegel“ widmet sich

bis 1. November 2020 der Frühzeit der Druckgrafik, die von mehreren bedeutenden Erfindungen geprägt ist, sodass bis um 1500 bereits eine Vielzahl an technischen Verfahren entwickelt war.

 

Das Aufkommen der Radierung im späten 15. Jahrhundert und ihre schnelle Verbreitung im frühen

16. Jahrhundert stellen einen der wichtigsten Wendepunkte dar, der die gesamte Kunstwelt revolutionierte. Die Grundlagen der Technik entwickelten sich in den Werkstätten von Waffenätzern, bis in den 1490er-Jahren der deutsche Druckgrafiker Daniel Hopfer damit begann, von geätzten, also „radierten“ Metallplatten auch Abzüge auf Papier herzustellen.

Dabei ließ sich das Radieren so einfach bewerkstelligen, dass es Künstlern aus verschiedensten Sparten die Anfertigung eigener Drucke ermöglichte.

Unter den Pionieren des Mediums waren einige der größten Künstler der Renaissance wie Albrecht Dürer, Parmigianino und Pieter Bruegel der Ältere.

 

Die Ausstellung in der Albertina Wien zeigt die ersten 70 Jahre der Radierung: von ihren Anfängen in der DürerZeit bis in die Epoche Bruegels, als viele berühmte und auch weniger bekannte Künstler in Deutschland, Flandern, Italien und Frankreich in dieser Technik arbeiteten.

Rund 125 Radierungen sind neben Zeichnungen, Druckplatten und illustrierten Büchern in der Schau zu sehen.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Metropolitan Museum in New York.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Feb. 2020)

Fotos:

Daniel Hopfer. Tod und Teufel überraschen zwei Frauen, 1500–1510. Radierung. The Metropolitan Museum of Art, New York
Juste de Juste. Menschenpyramide, 1540–1550. Radierung. Albertina, Wien

Angiolo Falconetto. Meergötter, ca. 1550–1565. Radierung und Kaltnadel. The Metropolitan Museum of Art, New York. Foto © Metropolitan Museum of Art, Kathy Dahab 

Meisterwerke im Belvedere

 

Das Obere Belvedere widmet bis 13. September 2020 in der Reihe „Im Blick“ einem der bedeutendsten Maler des Spätmittelalters um 1500 in Österreich eine erste monografische Ausstellung: dem Meister von Mondsee.

Im Zentrum steht das bedeutendste Werk des unbekannten Künstlers – die Bilder eines gotischen Flügelaltars, der wahrscheinlich einst in der Stiftskirche von Mondsee stand.

Der Mondseer Altar ist ein Meisterwerk gotischer Malerei. Acht Tafelbilder eines verlorenen Flügelaltars bilden das namengebende Werk des Meisters von Mondsee. Das Ensemble dürfte im Zuge der Aufhebung des Klosters Mondsee im Jahre 1791 getrennt worden sein und ist in der Ausstellung nun erstmals wieder vereint.

 

Reizvolle Mariendarstellungen, figurenreiche Inszenierungen der Kindheit Christi, agile Kirchenväter in Studierstuben und nicht zuletzt die stimmungsvolle Frühlingslandschaft in der Flucht nach Ägypten prägen das facettenreiche Œuvre des Meisters von Mondsee. Der virtuose Maler zählt zu jenen Künstlern, die gegen Ende des Mittelalters letzte Höhepunkte der spätgotischen Altarkunst schufen. Die Zusammenführung aller Bilder des Mondseer Altars in der Ausstellung gibt erstmals die Gelegenheit, dieses künstlerisch herausragende Werk in seiner Gesamtheit kennenzulernen.

 

Weitere Infos unter www.belvedere.at

(JT Feb. 2020)

Fotos:

Meister von Mondsee, Flucht nach Ägypten, von der Predella des sog. Mondseer Altars, vor 1499

Foto: Johannes Stoll © Belvedere, Wien

Ausstellungsansicht "Der Meister von Mondsee". Foto: Johannes Stoll / Belvedere, Wien

Meister von Mondsee, Maria als Tempeljungfrau im Ährenkleid; von der Predella des sog. Mondseer Altars, vor 1499. Foto: Johannes Stoll © Belvedere, Wien

Romantischer Visionär

 

Mit seinen großformatigen Bilderwelten zählt Herbert Brandl zu den erfolgreichsten österreichischen Malern der Gegenwart. Der Künstler wurde 1959 in Graz geboren. Er lebt und arbeitet in Wien und Schwanberg/Steiermark.

In seinen Werken nimmt das Sujet Landschaft einen dominanten Stellenwert ein. Im Spannungsverhältnis von Figuration und Abstraktion oszillieren seine Arbeiten zwischen dem Wiedererkennungswert von Natur und den Sinneseindrücken von Farbe und Form.

Brandl spielt mit expressiven Gesten, abstrakten Farbräumen und mächtigen Formgebilden und verhandelt das Naturmotiv immer wieder neu.

 

Das Belvedere 21 in der Arsenalstraße 1 im 3. Bezirk Wiens präsentiert sein Œuvre mit dem Schwerpunkt auf Arbeiten der vergangenen beiden Jahrzehnte bis hin zu Werken, die der Künstler eigens für die Ausstellung geschaffen hat.
Die Ausstellung "Herbert Brandl. Exposed to Painting. Die letzten zwanzig Jahre" ist

bis 26. Oktober 2020 zu sehen.

 

Weitere Infos unter www.belvedere.at

(JT Feb. 2020)

Fotos:

Herbert Brandl, Ohne Titel, 2005. Öl auf Leinwand, 160 x 195 cm. Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main, Foto: Wolfgang Günzel, Courtesy Galerie Bärbel Grässlin, Frankfurt am Main

Herbert Brandl, Ohne Titel, 200. Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm. Privatsammlung, Wien | Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien, Foto: Franz Schachinger

Wirklichkeit – ungeschönt!

 

Gefördert von Gustave Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von Van Gogh, gehört Wilhelm Leibl (1844–1900) zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa.

Im Mittelpunkt seines Werks steht der Mensch in seiner alltäglichen Wirklichkeit. Mit Leibls Rückzug von der Stadt aufs Land begründete er eine moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit über der Idylle der traditionellen Genremalerei steht.

 

Richtschnur war für Leibl nicht, dass ein Modell schön, sondern dass es „gut gesehen“ wurde. Leibl malt vorwiegend Bildnisse und Interieurs mit ländlichen Figuren, wobei der Schwerpunkt stets auf dem „Wie“ der malerischen Ausführung liegt. Oft wurde er durch seine Themen missverständlich als „Bauernmaler“ bezeichnet.

Seine Triebfeder war die ungeschönte Wiedergabe der Wirklichkeit. Mit seiner künstlerischen Haltung, in der Selbstkritik, Zerstörung und Innovation die treibenden Kräfte sind, beeinflusst er Künstler bis heute.

 

Die Ausstellung „Wilhelm Leibl. Gut sehen ist alles!“ in der Albertina bis 26. Juli 2020 mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und den USA entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Wilhelm Leibl. Selbstbildnis, 1891. Pinsel in Schwarz und Deckweiss, Feder in Schwarz und schwarze Kreide, Randlinie mit Grafitstift, aufgezogen auf Karton. Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung, 1931 © Kunsthaus Zürich
Wilhelm Leibl. Die Dorfpolitiker, 1877. Öl auf Holz. Kunst Museum Winterthur, Stiftung Oskar Reinhart © SIK-ISEA, Zürich (Lutz Hartmann)
Wilhelm Leibl. Das Mädchen mit der Nelke, Öl auf Holz. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer/Heike Kohler 

MAK-Jahresprogramm 2020

 

Von zeitgenössischem Modedesign bis zur Wiener Moderne – das MAK in Wien zeigt 2020 ein breites Ausstellungsspektrum mit Fokus auf nachhaltige Qualität und Ästhetik.

Das Haus taucht heuer in alle Facetten der angewandten Kunst ein und zeigt das visionäre Potenzial von Design, Architektur und Gegenwartskunst auf.

Das Ausstellungsprogramm 2020 versteht sich als Plädoyer für Qualität und Ästhetik sowie als Aufruf zur Abkehr von Massenkonsum und Ausbeutung unseres Planeten. Fortschritt braucht neue Konzepte, die auf Wertschätzung von ressourcenschonend gestalteten Dingen abzielen. Es geht darum, sozial verantwortungsvolle Klimafürsorge in den Mittelpunkt des kreativen Prozesses zu rücken. Im Bereich Mode etwa muss der hohe ökologische Fußabdruck von Textilien durch neues Qualitätsbewusstsein verringert werden, generell sollte Nachhaltigkeit das neue Mantra ästhetischen Designs sein: weniger kann ein nachhaltiges Mehr sein“, so Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK.

 

Mit SHOW OFF. Austrian Fashion Design (MAK-Ausstellungshalle, 14. Februar – 12. Juli 2020) legt das MAK erstmals einen Fokus auf Mode und entwirft ein breites Panorama österreichischen Modedesigns. Die Großausstellung lädt auf eine Zeitreise durch Modedesign mit österreichischen Wurzeln in all seinen Facetten von den 1980er Jahren bis heute ein.

Zwei Großprojekte beleuchten unterschiedliche Facetten der Wiener Werkstätte.

Die Ausstellung DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE (MAK-Ausstellungshalle, 27. Mai –

20. September 2020) wirft einen zeitgemäßen, feministischen Blick auf diese herausragende Epoche der Kunstgeschichte.

Als ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2020 und aus Anlass seines 150. Geburtstags dokumentiert die Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit (MAK-Ausstellungshalle, 10. Dezember 2020 – 18. April 2021) erstmals umfassend das Gesamtwerk des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), einer der zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung

Hoffmanns Gegenpol Adolf Loos – ebenfalls im Dezember 1870 geboren – widmet das MAK die in Kooperation mit der Albertina entwickelte Ausstellung ADOLF LOOS. Privathäuser (MAK-Schausammlung Gegenwartskunst, 18. November 2020 – 14. März 2021).

Mit der Personale RAIMUND ABRAHAM. Angles and Angels. Zeichnungen Modelle Prototypen (MAK-Kunstblättersaal, 25. März – 19. Juli 2020) zeigt das MAK Arbeiten eines der großen experimentellen Architekten des 20. Jahrhunderts.

Einem ganz besonderen Werkstoff ist die Ausstellung BAKELIT. Die Sammlung Georg Kargl (MAK DESIGN LAB, 13. Mai – 30. August 2020) gewidmet.

 

Weitere Informationen unter www.MAK.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Susanne Bisovsky, viennesechiccaoutchouc no. 2, August 2014, © Wolfgang Pohn

Fritzi Löw und Hedwig Schmidl, Dekorobjekte für die Kunstschau 1920 (Fotografie), © MAK

Lotte Calm, Modeentwurf aus dem Mappenwerk Mode Wien 1914/5, © MAK 

Das Jahr 2020 im Leopold Museum

 

20 Jahre nach Hundertwassers Tod am 19.02.2000 widmet das Leopold Museum zwei ikonischen Künstlern bis 31. August 2020 eine umfassende, dialogisch angelegte Schau „Hundertwasser – Schiele. Imagine Tomorrow“, kuratiert von Robert Fleck.

 

Als erste Wiener Institution präsentiert das Museum in der Ausstellung „Emil Pirchan. Universalkünstler“ vom 30. Mai bis 21. September 2020 den einer breiteren Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannten Ausnahmekünstler. Kuratoren sind René Grohnert und Ivan Ristić.

Emil Pirchan (1884–1957) war ein Pionier des expressionistischen Bühnenbildes, aber auch fantasiereicher Plakatgestalter, der im konkurrenzstarken Metier Werbegrafik beträchtliche Erfolge feierte. Zudem war er Kostümbildner, Designer, Buchillustrator, Autor mehrerer Künstlermonografien, Romancier und Lehrer.

 

Auch im MuseumsQuartier kommt man 2020 nicht an Ludwig van vorbei! Die 6. Symphonie Beethovens, die Pastorale, inspirierte 1898/99 den Wiener Jugendstilmaler und Klimt­Kollegen Josef Maria Auchentaller (1865–1949) zu einem monumentalen Bildprogramm für das Musikzimmer der Villa seines Schwiegervaters, des Silberschmuckfabrikanten Georg Adam Scheid

Die Rekonstruktion des einzigartigen Bildprogramms zum Musikzimmer der Villa Scheid tritt in der Fokus­Ausstellung „Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900“ vom 30. Mai bis 21. September 2020 in einen facettenreichen Dialog mit Werken von Gustav Klimt, Carl Moll oder Alfred Roller und zeigt schlaglichtartig, wie Beethoven in der bildenden Kunst der Jahrhundertwende zur Inspirationsquelle und zum vielfältigen Bezugspunkt einer um Erneuerung und Anerkennung ringenden Wiener Moderne wurde. Kuratoren sind Dominik Papst und Werner Telesko.

 

Vom 28. August 2020 bis 14. Februar 2021 zeigen die Kuratorinnen Gemma Blackshaw und Verena Gamper mit „The Body Electric. Erwin Osen und Egon Schiele“ eine Ausstellung, die auf einer Gruppe kürzlich wiederentdeckter Zeichnungen von Erwin Osen (1891–1970) aufbaut. Diese entstanden im Auftrag von Stefan Jellinek (1871–1968), einem bis 1939 in Wien tätigen Mediziner, der während des Ersten Weltkriegs den Einsatz von Elektrizität zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen erforschte. Die bisher unbekannten Zeichnungen Osens, Weggefährte und Modell Egon Schieles (1890–1918), erweitern das Verständnis der Wiener Moderne und ihrer Kunstpraxis, die eng mit der Kultur der klinischen Medizin verwoben war.

 

Das Leopold Museum präsentiert vom 2. Oktober 2020 bis 28. Juni 2021 erstmals die Sammlung Emil Bührle in Wien. Der in Zürich lebende Industrielle Emil Bührle (1890–1956) trug vor allem zwischen 1951 und 1956 eine hochbedeutende Kunstsammlung zusammen. In ihrem Mittelpunkt steht der französische Impressionismus mit Bildern von Manet, Degas, Renoir, Monet, van Gogh und Cézanne. Arbeiten von Malern der Pariser Avantgarde um 1900, darunter Vlaminck, Braque und Picasso, machen die Nachimpressionisten als Beginn der klassischen Moderne erlebbar. Die Schau „Monet, Van Gogh, Cézanne, Gauguin. Sammlung Emil Bührle“ wird kuratiert von Lukas Gloor.

 

Anlässlich des zehnten Todestages im Jahre 2020 und des 100. Geburtstages im Jahr 2021 würdigt das Museum Josef Pillhofer (1921–2010), einen der bedeutendsten österreichischen Bildhauer und Zeichner, mit einer umfassenden Retrospektive. Kurator Hans-Peter Wipplinger präsentiert die Werke vom 20. November 2020 bis 15. März 2021.

 

Mit der Eröffnung der MQ Libelle am Dach des Leopold Museum bekommt das MuseumsQuartier Wien eine neue Attraktion. Die Terrasse wird bei freiem Eintritt öffentlich zugänglich sein und für alle Besucher einen der schönsten Ausblicke über die Wiener Innenstadt bieten. Der multifunktionale Veranstaltungsraum wurde entworfen von Laurids Ortner, der gemeinsam mit seinem Bruder Manfred Ortner für die großen Neubauten im MQ Haupthof (Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien) verantwortlich zeichnete.

 

Weitere Infos unter www.leopoldmuseum.org

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Außenansicht: Leopold Museum, Katrin Bernsteiner

Friedensreich Hundertwasser, 224 Le grand chemin, St. Mandé/Seine, 1955 © Belvedere, Wien © 2019 Namida AG, Glarus, Schweiz

Emil Pirchan mit Masken im Atelier, Berlin, 1920 © © Sammlung Steffan/Pabst, Sammlung Steffan/Pabst

Paul Gauguin © Sammlung Emil Bührle, Zürich, SIK-ISEA, Zürich (J.-P. Kuhn)

Das Weltmuseum Wien 2020 - ein Ort der Begegnung

 

Mit der Ausstellung „JAPAN ZUR MEIJI-ZEIT. Die Sammlung Heinrich von Siebold“ vom

13. Februar bis 10. Mai 2020 befasst sich das Weltmuseum mit der Meiji-Periode der japanischen Geschichte im Zeitraum von 1868 bis 1912. Eine Zeit, in der sich der Feudalstaat zur modernen Großmacht entwickelte, die japanische Gesellschaft sich wandelte und der Welt öffnete.

Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) verbrachte in Japan den größten Teil seines Lebens. Seine Sammlung an japanischen Objekten wurde Kaiser Franz Joseph für das k. k. Naturhistorische Museum geschenkt und bildet heute einen der Grundbestände der ostasiatischen Sammlung des Weltmuseum Wien.

 

Weiters präsentiert das Museum mit „AZTEKEN“ vom 15. Oktober 2020 bis 13. April 2021 eine Ausstellung zur sagenumwobenen Kunst und Kultur der Azteken (ca. 1430 – 1521 n. Chr.). Im Fokus stehen Tribute und Opferungen, die einen wichtigen Platz im religiösen und wirtschaftlichen Leben der Azteken bildeten. Besondere Aufmerksamkeit wird der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán geschenkt, die als Drehscheibe sowie als religiöses und kulturelles Zentrum des Reiches fungierte.

Die Sonderausstellung wurde vom Linden-Museum Stuttgart in Kooperation mit dem Nationaal Museum van Wereldculturen in den Niederlanden konzipiert. Sie findet anlässlich des 500. Jahrestags der Landung des spanischen Eroberers Hernán Cortés an der Küste Mexikos statt.

Ergänzt wird die Schau durch den weltberühmten Federkopfschmuck „Penacho“. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Mexiko und Österreich wurde dieser letzte existierende aztekische Federkopfschmuck in den vergangenen Jahren mit hohem Aufwand gereinigt und konserviert. Durch diese Maßnahme kommt nun wieder die irisierende Pracht der Grün- und Blautöne in den Federn sowie der über 1.500 Goldblättchen zur Geltung.

 

Weitere Informationen unter https://www.weltmuseumwien.at/

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Weltmuseum Wien Außenansicht © KHM-Museumsverband

Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) © Siebold Archiv Burg Brandenstein

Altmexikanischer Federkopfschmuck „Penacho“ Mexiko, Azteken, frühes 16. Jahrhundert Federn von Quetzal, Kotinga, Rosalöffler, Cayenne-Fuchskuckuck, Eisvogel; Holz, Fasern, Papier, Baumwolle, Leder, Gold, Bronze, vergoldet H. 116 cm, B. 175 cm © KHM-Museumsverband

Mictlantecuhtli, Herr des Totenreiches © Museo del Templo Mayor, Mexiko-Stadt, D.R. Secretaría de Cultura – INAH, Inv. Nr. 10-264984, Foto: D.R. Archivo Digital de las Colecciones del Museo Nacional de Antropología, Secretaría de Cultura – INAH

Hommage an die Superstars im Kunsthistorischen Museum Wien 2020

 

Ludwig van Beethoven machte Wien einst zur Welthauptstadt der Musik. Anlässlich seines 250. Geburtstages präsentiert das Kunsthistorische Museum in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien bis 5. Juli 2020 eine Hommage an Ludwig Superstar!

Die Ausstellung zeigt seinen Einfluss auf die Kunst- und Kulturgeschichte.

„Beethoven bewegt“ bringt Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher von William Turner, Grafiken von Francisco de Goya oder Skulpturen von Auguste Rodin in Kontakt mit der Musik des ob seiner frühen Taubheit so tragischen Genies – zur Reflexion und Konfrontation.

 

Die Ausstellung „Tizian und die Frauen“ vom 13. Oktober 2020 bis 17. Jänner 2021 konzentriert sich in rund 50 Gemälden auf die Darstellung der Frau im 16. Jahrhundert in der Malerei Venedigs im Werk des Meisters und in Bildern seiner Zeitgenossen Tintoretto, Veronese, Bordone und Giorgione. In Tizians Bildern erstrahlen die venezianischen Damen der Hochrenaissance in besonderem Glanz. In der Schau wird auch die Mode der Zeit mit ihren kostbaren Stoffen, Frisuren, reichen Geschmeiden und Perlen thematisiert.

 

Weitere Infos unter www.khm.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Kunsthistorisches Museum Wien ©KHM-Museumsverband

John Baldessari. Beethoven’s Trumpet (with Ear) Opus # 133, 2007, Photo Timo Ohler © John Baldessari; Courtesy of the artist, Sprüth Magers and Beyer Projects

Tiziano Vecellio, gen. Tizian. Nymphe und Schäfer um 1570/75 © KHM-Museumsverband

25 Jahre Kunsthalle Krems

 

Als internationales Ausstellungshaus des Landes Niederösterreich überzeugt die Kunsthalle Krems

am Museumsplatz 5 in Krems an der Donau (www.kunsthalle.at) seit 25 Jahren mit richtungsweisenden monografischen Präsentationen sowie hochkarätigen thematischen Überblicksausstellungen im Spannungsfeld der Kunst des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst nationaler wie auch internationaler Künstler.

 

Im Jubiläumsjahr 2020 widmet sich die Kunsthalle Krems erneut vielfältigen künstlerischen Positionen, die ein breites Spektrum der modernen bildenden Kunst abdecken.

Den Anfang machen Robin Rhodes‘ performativ-grafische Zeichnungen. Seine geometrischen Boden- und Wand-Kompositionen, bei denen der Körper im Fokus steht, zeichnen sich durch eine schillernde Vielfalt und Farbprächtigkeit aus. Die Ausstellung „Memory is The Weapon“ läuft vom 14. März bis 21. Juni.

Im Rahmen des donaufestivals wird in der Kunsthalle Krems ein multi-vokaler Film-Essay des niederländischen Künstlerkollektivs Metahaven auf eine LED-Leinwand projiziert. „Chaos Theory“ ist vom 25. April bis 21. Juni zu sehen.

Im Gegensatz dazu stehen die ort-spezifischen Arbeiten Christian Helwings. Der deutsche Künstler konzipiert eine raumbezogene Installation für die Kunsthalle Krems und die Dominikanerkirche. „(B)east!“ geht vom 11. Juli bis 1. November.

Ebenfalls vom 11. Juli bis 1. November präsentiert die Kunsthalle Krems in einer Retrospektive Skulpturen von Patricia Piccinini. In ihren Arbeiten formiert die Künstlerin Organisches und Technisches immer wieder neu.

Den Abschluss macht im Jahr 2020 Fiona Tan vom 21. November bis 14. Februar 2021. Die Künstlerin gilt als führende Protagonistin einer auf Recherche, Dokumentation und Archivarbeit basierenden Kunst, die sie vor allem in den Medien Fotografie, Film und Video installativ umsetzt.

 

(JT Dez. 2019)

Fotos:

Kunsthalle Krems, 2019, Faruk Pinjo

Robin Rhode, Piano Chair, 2011, Copyright: Courtesy of the Artist

MuseumsJuwel

 

Bereits seit 125 Jahren gibt es das Österreichische Pharma- und Drogistenmuseum. Seit 15 Jahren ist es am Standort Währinger Straße 14 in 1090 Wien beheimatet (www.drogistenmuseum.at) – ein durchaus zu feierndes Doppeljubiläum! 

In den liebevoll renovierten Räumlichkeiten im 9. Bezirk hat das Museum einen würdigen Rahmen gefunden um die Raritäten und Kuriositäten der über 10.000 Exponate und Kuriositäten wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Die Entwicklung des Berufes „Drogist“ hat eine lebhafte Vergangenheit: Aus Quacksalbern und fahrenden Heilkünstlern, die ihre Waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Jahrmärkten verkauften, entwickelte sich mit der Zeit ein geregelter Drogenhandel. Der Begriff „Droge“ war damals noch positiv besetzt. Aus den Drogenkleinhandlungen entstanden im Laufe der Zeit die Drogerien. Die Drogerie hatte die Aufgabe, Drogen (= getrocknete Kräuter, pflanzliche Arzneimittel) und Chemikalien zu vertreiben. Industriell gefertigte Markenartikel gab es praktisch noch nicht. Auch Fotografie, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutz hatten in der Drogerie ihre Kinderstube. Drogisten sind übrigens die einzige Berufsgruppe Österreichs, die über die gesetzliche Erlaubnis verfügt, Gifte abzugeben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Drogerie als Fachgeschäft für Gesundheit, Schönheit und Wellness, wie wir sie heute kennen. Das Personal der Fachdrogerie steht für qualifizierte Kundenberatung, die den Konsumenten hilft, sich in der Vielzahl der am Markt angebotenen Produkte zurechtzufinden.

 

Im Drogistenmuseum finden monatlich auch Vorträge von Fachleuten statt. Der Schwerpunkt liegt bei gesundheitsbezogenen Themen aus Sicht der Schul- und Alternativmedizin, Ernährung, Aromatherapie, Kräuter und Gewürze, alte Hausmittel, um nur einige zu nennen. Dazu kommen spannende Reise-Erlebnisberichte und faszinierende Vorträge des Historikers Mag. Georg Hamann. Der Museums-Vortragsraum kann auch für kleine externe Veranstaltungen gemietet werden.

Die Finanzierung des Museums erfolgt überwiegend durch Sponsoren, Einnahmen von Führungen und Vorträgen sowie Eigenleistungen der gegenwärtig 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind besonders zu erwähnen, denn ohne ihren Einsatz wäre ein Aufrechterhalten des Museumsbetriebes nicht möglich.

 

Der Leitgedanke im Drogistenmuseum: Alle Besucher sind herzlich willkommen! Sie sollen das Museum mit mehr Freude, Begeisterung, Wissen und dem Wunsch, wiederzukommen und das Museum weiterzuempfehlen, verlassen.(JT 2017)

Illustration: Gil Elvgren, Fotos © Drogistenmuseum, Niki Lappas

Das Werk der Künstlerin Maria Biljan-Bilger – fast vergessen, doppelt präsent

 

Als Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin schuf Maria Biljan-Bilger (1912-1997) ein unverwechselbares Werk zwischen Archaik und Moderne. Ihr Wirken ist in der zeitgenössischen Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten und es ist ihrem Mann, dem Architekten Friedrich Kurrent, und dem Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein zu verdanken, dass man die absolut großartigen, beeindruckenden Kunstwerke von Biljan-Bilger heute noch besichtigen kann – und unbedingt sollte!

 

Die Ausstellungshalle, von Kurrent an einem ehemaligen Steinbruch errichtet, in der Hauptstraße 61 in 2453 Sommerein am Leithagebirge in Niederösterreich, wo es die Künstlerin 1962 hinzog, ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr (Eintritt € 3, Kinder frei) für Besucher offen.

 

Biljan-Bilger war Mitbegründerin des Art-Clubs und hatte 1952 ihre erste Personalausstellung im legendären „Strohkoffer“, dem Wiener Ausstellungslokal des Art-Clubs, der Wiener Avantgarde. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Von 1978 bis 1982 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Jahr 2006 wurde in Wien-Donaustadt die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Die Künstlerin erhielt 1972 den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst, 1982 das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien und den Burgenländischen Kulturpreis und 1992 den Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich. Ihre Ausstellungen führten sie nach Rom, Turin, Venedig, Sao Paulo, Mailand, Istrien oder München, wo sie am 1. Mai 1997 stirbt. Ihre Grabstätte ist am Ortsfriedhof in Sommerein.

 

Weitere Informationen unter www.maria-biljan-bilger.at

(JT 2017)

Fotos: www.maria-biljan-bilger.at, Margherita Spiluttini