Raffael – Superstar der Renaissance

 

Das Jahr 2020 stellt Raffaello Sanzio da Urbino, auch Raffaello Santi, kurz Raffael, anlässlich der 500. Wiederkehr seines Todestags ins Scheinwerferlicht. Wer kennt sie nicht, die beiden pausbäckigen Engelfiguren des Renaissance-Meisters, die verträumt an unteren Bildrand der sogenannten Sixtinischen Madonna lehnen?

Raffael wurde vermutlich am 6. April 1483 in Urbino geboren und starb in Rom mit nur 37 Jahren, wo er ab etwa 1508 bis zu seinem Todestag am 6. April 1520 lebte und im Pantheon bestattet wurde.

Vor allem durch seine Fresken in den Privatgemächern der Päpste Julius II. und Leo X. aber auch in der Villa Farnesina ist Raffael in der Ewigen Stadt dauerhaft vertreten. Zu seinen berühmtesten Darstellungen zählen „Die Schule von Athen“, der „Borgo-Brand“ und der Zyklus der Psyche. Darüber hinaus schuf er Porträts und grazile Madonnen.

Der vielbeschäftigte Künstler diente der Kirche ab 1514 auch als Architekt des Petersdoms und oberster Experte für Antikenfunde.

 

Mit einer großen Ausstellung würdigt Rom zum 500. Todestag den genialen Künstler. Die Schau in den Scuderien des Quirinalspalasts vereint unter dem Titel "Raffaello" mehr als 200 Gemälde und Zeichnungen, die bisher noch nie alle zusammen gezeigt wurden.

Die Ausstellung über den "Superstar der Renaissance", die von den Scuderien gemeinsam mit dem Uffizien in Florenz präsentiert wird, dauert vom 5. März bis zum 2. Juni 2020.

Neben den Uffizien steuern unter anderem auch der Pariser Louvre, die Wiener Albertina, das British Museum in London, der Prado in Madrid, die National Gallery of Art in Washington und das Musee des Beaux-Arts in Lille Leihgaben bei.

 

Weitere Infos unter https://www.scuderiequirinale.it/

(JT Jan. 2020)

Fotos: Wikipedia

Wirklichkeit – ungeschönt!

 

Gefördert von Gustave Courbet, beeinflusst von Manet und geschätzt von Van Gogh, gehört Wilhelm Leibl (1844–1900) zu den wichtigsten Vertretern des Realismus in Europa.

Im Mittelpunkt seines Werks steht der Mensch in seiner alltäglichen Wirklichkeit. Mit Leibls Rückzug von der Stadt aufs Land begründete er eine moderne Figurenmalerei, in der die Naturwahrheit über der Idylle der traditionellen Genremalerei steht.

 

Richtschnur war für Leibl nicht, dass ein Modell schön, sondern dass es „gut gesehen“ wurde. Leibl malt vorwiegend Bildnisse und Interieurs mit ländlichen Figuren, wobei der Schwerpunkt stets auf dem „Wie“ der malerischen Ausführung liegt. Oft wurde er durch seine Themen missverständlich als „Bauernmaler“ bezeichnet.

Seine Triebfeder war die ungeschönte Wiedergabe der Wirklichkeit. Mit seiner künstlerischen Haltung, in der Selbstkritik, Zerstörung und Innovation die treibenden Kräfte sind, beeinflusst er Künstler bis heute.

 

Die Ausstellung „Wilhelm Leibl. Gut sehen ist alles!“ in der Albertina vom 31. Jänner bis 10. Mai 2020 mit Leihgaben aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Tschechien, der Schweiz und den USA entstand in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Wilhelm Leibl. Selbstbildnis, 1891. Pinsel in Schwarz und Deckweiss, Feder in Schwarz und schwarze Kreide, Randlinie mit Grafitstift, aufgezogen auf Karton. Kunsthaus Zürich, Grafische Sammlung, 1931 © Kunsthaus Zürich
Wilhelm Leibl. Die Dorfpolitiker, 1877. Öl auf Holz. Kunst Museum Winterthur, Stiftung Oskar Reinhart © SIK-ISEA, Zürich (Lutz Hartmann)
Wilhelm Leibl. Das Mädchen mit der Nelke, Öl auf Holz. Staatliche Kunsthalle Karlsruhe © bpk / Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Annette Fischer/Heike Kohler 

Was ist Identität?

 

Die Ausstellung „The Cindy Sherman Effect. Identität und Transformation in der zeitgenössischen Kunst“ im Wiener Bank Austria Kunstforum auf der Freyung behandelt vom 29. Jänner bis 21. Juni 2020 mit den Themen Identität, deren Konstruktion und Formen ihrer Transformation, zentrale Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst und Gesellschaft.

Neue Technologien, wie das Internet, Genmanipulation oder Klonen, geben vermehrt Anlass dazu, über den Begriff Identität im Sinn von Subjektdefinition nachzudenken.

 

Ausgehend von Cindy Sherman's Werk, das von einer konsequenten und kritisch bis provokativen Hinterfragung der Konstruktion von Identitäten gekennzeichnet ist, und dessen Bildwelten sich aus der überwältigenden Bilderflut von Fernsehen, Filmen, Magazinen, dem World Wide Web und der Kunstgeschichte speisen, werden in Form von Gegenüberstellungen von Werken Cindy Shermans und zeitgenössischen Künstlern Themen wie Dekonstruktion des Porträts sowie kultureller, geschlechterspezifischer und sexueller Stereotypen sowie Konstruktion und Fiktion von Identität untersucht.

In der Ausstellung vertretene Künstler: Monica Bonvicini, Candice Breitz, Sophie Calle, Samuel Fosso, Douglas Gordon, Martine Gutierrez, Elke Silvia Krystufek, Sarah Lucas, Maleonn, Zanele Muholi, Catherine Opie, Pipilotti Rist, Julian Rosefeldt, Markus Schinwald, Eva Schlegel, Tejal Shah, Cindy Sherman, Fiona Tan, Ryan Trecartin, Wu Tsang, Gavin Turk und Gillian Wearing.

 

Weitere Informationen auf https://www.kunstforumwien.at

(JT Jan. 2020)

Foto:

Elke Silvia Krystufek Day Dream Series, 1996 Farbfotografien, montiert auf Karton, 70 × 100 cm | 27 1/2 × 39 3/8 in. Courtesy of the artist and Croy Nielsen, Vienna 

MAK-Jahresprogramm 2020

 

Von zeitgenössischem Modedesign bis zur Wiener Moderne – das MAK in Wien zeigt 2020 ein breites Ausstellungsspektrum mit Fokus auf nachhaltige Qualität und Ästhetik.

Das Haus taucht heuer in alle Facetten der angewandten Kunst ein und zeigt das visionäre Potenzial von Design, Architektur und Gegenwartskunst auf.

Das Ausstellungsprogramm 2020 versteht sich als Plädoyer für Qualität und Ästhetik sowie als Aufruf zur Abkehr von Massenkonsum und Ausbeutung unseres Planeten. Fortschritt braucht neue Konzepte, die auf Wertschätzung von ressourcenschonend gestalteten Dingen abzielen. Es geht darum, sozial verantwortungsvolle Klimafürsorge in den Mittelpunkt des kreativen Prozesses zu rücken. Im Bereich Mode etwa muss der hohe ökologische Fußabdruck von Textilien durch neues Qualitätsbewusstsein verringert werden, generell sollte Nachhaltigkeit das neue Mantra ästhetischen Designs sein: weniger kann ein nachhaltiges Mehr sein“, so Christoph Thun-Hohenstein, Generaldirektor des MAK.

 

Mit SHOW OFF. Austrian Fashion Design (MAK-Ausstellungshalle, 14. Februar – 12. Juli 2020) legt das MAK erstmals einen Fokus auf Mode und entwirft ein breites Panorama österreichischen Modedesigns. Die Großausstellung lädt auf eine Zeitreise durch Modedesign mit österreichischen Wurzeln in all seinen Facetten von den 1980er Jahren bis heute ein.

Zwei Großprojekte beleuchten unterschiedliche Facetten der Wiener Werkstätte.

Die Ausstellung DIE FRAUEN DER WIENER WERKSTÄTTE (MAK-Ausstellungshalle, 27. Mai –

20. September 2020) wirft einen zeitgemäßen, feministischen Blick auf diese herausragende Epoche der Kunstgeschichte.

Als ein weiterer Höhepunkt des Jahres 2020 und aus Anlass seines 150. Geburtstags dokumentiert die Ausstellung JOSEF HOFFMANN. Fortschritt durch Schönheit (MAK-Ausstellungshalle, 10. Dezember 2020 – 18. April 2021) erstmals umfassend das Gesamtwerk des Architekten, Designers, Lehrers und Ausstellungsmachers Josef Hoffmann (1870–1956), einer der zentralen Figuren der Wiener Moderne und internationalen Lebensreformbewegung

Hoffmanns Gegenpol Adolf Loos – ebenfalls im Dezember 1870 geboren – widmet das MAK die in Kooperation mit der Albertina entwickelte Ausstellung ADOLF LOOS. Privathäuser (MAK-Schausammlung Gegenwartskunst, 18. November 2020 – 14. März 2021).

Mit der Personale RAIMUND ABRAHAM. Angles and Angels. Zeichnungen Modelle Prototypen (MAK-Kunstblättersaal, 25. März – 19. Juli 2020) zeigt das MAK Arbeiten eines der großen experimentellen Architekten des 20. Jahrhunderts.

Einem ganz besonderen Werkstoff ist die Ausstellung BAKELIT. Die Sammlung Georg Kargl (MAK DESIGN LAB, 13. Mai – 30. August 2020) gewidmet.

 

Weitere Informationen unter www.MAK.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Susanne Bisovsky, viennesechiccaoutchouc no. 2, August 2014, © Wolfgang Pohn

Fritzi Löw und Hedwig Schmidl, Dekorobjekte für die Kunstschau 1920 (Fotografie), © MAK

Lotte Calm, Modeentwurf aus dem Mappenwerk Mode Wien 1914/5, © MAK 

Das Jahr 2020 im Leopold Museum

 

Friedensreich Hundertwasser (1928–2000) prägte als Maler, Gestalter von Lebensräumen und Vorkämpfer der Ökologiebewegung die Kunst des 20. Jahrhunderts über die Grenzen Österreichs hinaus. Wenig bekannt ist seine lebenslange, intensive Beschäftigung mit der Person und dem Werk Egon Schieles (1890–1918). 20 Jahre nach Hundertwassers Tod am 19.02.2000 widmet das Leopold Museum diesen beiden ikonischen Künstlern vom 21. Februar bis 31. August 2020 eine umfassende, dialogisch angelegte Schau „Hundertwasser – Schiele. Imagine Tomorrow“, kuratiert von Robert Fleck.

 

Als erste Wiener Institution präsentiert das Museum in der Ausstellung „Emil Pirchan. Universalkünstler“ vom 30. Mai bis 21. September 2020 den einer breiteren Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannten Ausnahmekünstler. Kuratoren sind René Grohnert und Ivan Ristić.

Emil Pirchan (1884–1957) war ein Pionier des expressionistischen Bühnenbildes, aber auch fantasiereicher Plakatgestalter, der im konkurrenzstarken Metier Werbegrafik beträchtliche Erfolge feierte. Zudem war er Kostümbildner, Designer, Buchillustrator, Autor mehrerer Künstlermonografien, Romancier und Lehrer.

 

Auch im MuseumsQuartier kommt man 2020 nicht an Ludwig van vorbei! Die 6. Symphonie Beethovens, die Pastorale, inspirierte 1898/99 den Wiener Jugendstilmaler und Klimt­Kollegen Josef Maria Auchentaller (1865–1949) zu einem monumentalen Bildprogramm für das Musikzimmer der Villa seines Schwiegervaters, des Silberschmuckfabrikanten Georg Adam Scheid

Die Rekonstruktion des einzigartigen Bildprogramms zum Musikzimmer der Villa Scheid tritt in der Fokus­Ausstellung „Inspiration Beethoven. Eine Symphonie in Bildern aus Wien 1900“ vom 30. Mai bis 21. September 2020 in einen facettenreichen Dialog mit Werken von Gustav Klimt, Carl Moll oder Alfred Roller und zeigt schlaglichtartig, wie Beethoven in der bildenden Kunst der Jahrhundertwende zur Inspirationsquelle und zum vielfältigen Bezugspunkt einer um Erneuerung und Anerkennung ringenden Wiener Moderne wurde. Kuratoren sind Dominik Papst und Werner Telesko.

 

Vom 28. August 2020 bis 14. Februar 2021 zeigen die Kuratorinnen Gemma Blackshaw und Verena Gamper mit „The Body Electric. Erwin Osen und Egon Schiele“ eine Ausstellung, die auf einer Gruppe kürzlich wiederentdeckter Zeichnungen von Erwin Osen (1891–1970) aufbaut. Diese entstanden im Auftrag von Stefan Jellinek (1871–1968), einem bis 1939 in Wien tätigen Mediziner, der während des Ersten Weltkriegs den Einsatz von Elektrizität zur Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen erforschte. Die bisher unbekannten Zeichnungen Osens, Weggefährte und Modell Egon Schieles (1890–1918), erweitern das Verständnis der Wiener Moderne und ihrer Kunstpraxis, die eng mit der Kultur der klinischen Medizin verwoben war.

 

Das Leopold Museum präsentiert vom 2. Oktober 2020 bis 28. Juni 2021 erstmals die Sammlung Emil Bührle in Wien. Der in Zürich lebende Industrielle Emil Bührle (1890–1956) trug vor allem zwischen 1951 und 1956 eine hochbedeutende Kunstsammlung zusammen. In ihrem Mittelpunkt steht der französische Impressionismus mit Bildern von Manet, Degas, Renoir, Monet, van Gogh und Cézanne. Arbeiten von Malern der Pariser Avantgarde um 1900, darunter Vlaminck, Braque und Picasso, machen die Nachimpressionisten als Beginn der klassischen Moderne erlebbar. Die Schau „Monet, Van Gogh, Cézanne, Gauguin. Sammlung Emil Bührle“ wird kuratiert von Lukas Gloor.

 

Anlässlich des zehnten Todestages im Jahre 2020 und des 100. Geburtstages im Jahr 2021 würdigt das Museum Josef Pillhofer (1921–2010), einen der bedeutendsten österreichischen Bildhauer und Zeichner, mit einer umfassenden Retrospektive. Kurator Hans-Peter Wipplinger präsentiert die Werke vom 20. November 2020 bis 15. März 2021.

 

Mit der Eröffnung der MQ Libelle am Dach des Leopold Museum (Eröffnungswoche: 21.bis 26. April 2020) bekommt das MuseumsQuartier Wien eine neue Attraktion. Die Terrasse wird bei freiem Eintritt öffentlich zugänglich sein und für alle Besucher einen der schönsten Ausblicke über die Wiener Innenstadt bieten. Der multifunktionale Veranstaltungsraum wurde entworfen von Laurids Ortner, der gemeinsam mit seinem Bruder Manfred Ortner für die großen Neubauten im MQ Haupthof (Leopold Museum, mumok, Kunsthalle Wien) verantwortlich zeichnete.

 

Weitere Infos unter www.leopoldmuseum.org

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Außenansicht: Leopold Museum, Katrin Bernsteiner

Friedensreich Hundertwasser, 224 Le grand chemin, St. Mandé/Seine, 1955 © Belvedere, Wien © 2019 Namida AG, Glarus, Schweiz

Emil Pirchan mit Masken im Atelier, Berlin, 1920 © © Sammlung Steffan/Pabst, Sammlung Steffan/Pabst

Paul Gauguin © Sammlung Emil Bührle, Zürich, SIK-ISEA, Zürich (J.-P. Kuhn)

Das Weltmuseum Wien 2020 - ein Ort der Begegnung

 

Mit der Ausstellung „JAPAN ZUR MEIJI-ZEIT. Die Sammlung Heinrich von Siebold“ vom13. Februar bis 10. Mai 2020 befasst sich das Weltmuseum mit der Meiji-Periode der japanischen Geschichte im Zeitraum von 1868 bis 1912. Eine Zeit, in der sich der Feudalstaat zur modernen Großmacht entwickelte, die japanische Gesellschaft sich wandelte und der Welt öffnete.

Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) verbrachte in Japan den größten Teil seines Lebens. Seine Sammlung an japanischen Objekten wurde Kaiser Franz Joseph für das k. k. Naturhistorische Museum geschenkt und bildet heute einen der Grundbestände der ostasiatischen Sammlung des Weltmuseum Wien.

 

Weiters präsentiert das Museum mit „AZTEKEN“ vom 25. Juni 2020 bis 6. Jänner 2021 eine Ausstellung zur sagenumwobenen Kunst und Kultur der Azteken (ca. 1430 – 1521 n. Chr.). Im Fokus stehen Tribute und Opferungen, die einen wichtigen Platz im religiösen und wirtschaftlichen Leben der Azteken bildeten. Besondere Aufmerksamkeit wird der aztekischen Hauptstadt Tenochtitlán geschenkt, die als Drehscheibe sowie als religiöses und kulturelles Zentrum des Reiches fungierte.

Die Sonderausstellung wurde vom Linden-Museum Stuttgart in Kooperation mit dem Nationaal Museum van Wereldculturen in den Niederlanden konzipiert. Sie findet anlässlich des 500. Jahrestags der Landung des spanischen Eroberers Hernán Cortés an der Küste Mexikos statt.

Ergänzt wird die Schau durch den weltberühmten Federkopfschmuck „Penacho“. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Mexiko und Österreich wurde dieser letzte existierende aztekische Federkopfschmuck in den vergangenen Jahren mit hohem Aufwand gereinigt und konserviert. Durch diese Maßnahme kommt nun wieder die irisierende Pracht der Grün- und Blautöne in den Federn sowie der über 1.500 Goldblättchen zur Geltung.

 

Weitere Informationen unter https://www.weltmuseumwien.at/

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Weltmuseum Wien Außenansicht © KHM-Museumsverband

Heinrich von Siebold (1852 St. Martin/Boppard - 1908 Schloss Freudenstein/Bozen) © Siebold Archiv Burg Brandenstein

Altmexikanischer Federkopfschmuck „Penacho“ Mexiko, Azteken, frühes 16. Jahrhundert Federn von Quetzal, Kotinga, Rosalöffler, Cayenne-Fuchskuckuck, Eisvogel; Holz, Fasern, Papier, Baumwolle, Leder, Gold, Bronze, vergoldet H. 116 cm, B. 175 cm © KHM-Museumsverband

Mictlantecuhtli, Herr des Totenreiches © Museo del Templo Mayor, Mexiko-Stadt, D.R. Secretaría de Cultura – INAH, Inv. Nr. 10-264984, Foto: D.R. Archivo Digital de las Colecciones del Museo Nacional de Antropología, Secretaría de Cultura – INAH

Hommage an die Superstars im Kunsthistorischen Museum Wien 2020

 

Ludwig van Beethoven machte Wien einst zur Welthauptstadt der Musik. Anlässlich seines 250. Geburtstages präsentiert das Kunsthistorische Museum in Kooperation mit dem Archiv der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien vom 25. März bis 5. Juli 2020 eine Hommage an Ludwig Superstar!

Die Ausstellung zeigt seinen Einfluss auf die Kunst- und Kulturgeschichte.

„Beethoven bewegt“ bringt Gemälde von Caspar David Friedrich, Skizzenbücher von William Turner, Grafiken von Francisco de Goya oder Skulpturen von Auguste Rodin in Kontakt mit der Musik des ob seiner frühen Taubheit so tragischen Genies – zur Reflexion und Konfrontation.

 

Die Ausstellung „Tizian und die Frauen“ vom 13. Oktober 2020 bis 17. Jänner 2021 konzentriert sich in rund 50 Gemälden auf die Darstellung der Frau im 16. Jahrhundert in der Malerei Venedigs im Werk des Meisters und in Bildern seiner Zeitgenossen Tintoretto, Veronese, Bordone und Giorgione. In Tizians Bildern erstrahlen die venezianischen Damen der Hochrenaissance in besonderem Glanz. In der Schau wird auch die Mode der Zeit mit ihren kostbaren Stoffen, Frisuren, reichen Geschmeiden und Perlen thematisiert.

 

Weitere Infos unter www.khm.at

(JT Jan. 2020)

Fotos:

Kunsthistorisches Museum Wien ©KHM-Museumsverband

John Baldessari. Beethoven’s Trumpet (with Ear) Opus # 133, 2007, Photo Timo Ohler © John Baldessari; Courtesy of the artist, Sprüth Magers and Beyer Projects

Tiziano Vecellio, gen. Tizian. Nymphe und Schäfer um 1570/75 © KHM-Museumsverband

Freude, schöner Götterfunken

 

Ludwig van Beethoven: Der Name steht für ein musikalisches Lebenswerk, das bis heute weltweit Menschen begeistert. Zum 250. Geburtstag des großen Komponisten im Jahr 2020 präsentiert die Österreichische Nationalbibliothek in Wien im Prunksaal die Sonderausstellung „Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken“ bis 19. April 2020.

 

Beethovens Begegnungen mit Zeitgenossen, mit seinen Lehrern, Schülern, Musikern und Mäzenen, mit Frauen und Freunden, aber auch mit seiner Familie stehen dabei für seine „Menschenwelt“. Denn er war nicht der „einsame Kämpfer“, als den ihn seine Nachwelt idealisierte, sondern ein Komponist, der mit seiner Umwelt auf vielfältige Weise in Kontakt stand. Die Ausstellung zeigt dies anhand zahlreicher Originalbriefe aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek. Der im Umgang mit seinem Mitmenschen nicht eben einfache Komponist wird in diesen Schreiben in seinem Selbstbewusstsein und sarkastischem Humor, aber auch in seiner Zärtlichkeit Frauen gegenüber erfahrbar. Besonders berührend ist sein Bemühen um die Vaterrolle bei seinem Neffen Karl, die zum tragischen Misserfolg wurde: Nach dessen Selbstmordversuch 1826 trat Beethoven von der Vormundschaft zurück.

 

Für den „Götterfunken“ seines Schaffens stehen Beethovens Originalhandschriften von Werken, die bis heute zum klassischen Kanon gehören wie etwa das Violinkonzert op. 61, die „Frühlingssonate“ op. 24 oder das Streichquartett op. 95 aus dem Bestand der Österreichischen Nationalbibliothek.

Zusätzlich ist in den ersten drei Monaten der Ausstellung ein Teil jenes Werkes zu sehen, das wie kein anderes mit Beethovens Namen identifiziert wird: die 9. Sinfonie – mit den berühmten Textworten „Freude, schöner Götterfunken“. Diese wertvolle Handschrift, die zum Weltdokumentenerbe der UNESCO zählt, ist eine Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin und wird zum ersten Mal in Österreich ausgestellt.

 

Weitere Infos unter https://www.onb.ac.at/museen/prunksaal/sonderausstellungen/beethoven-menschenwelt-und-goetterfunken

(JT Dez. 2019)

Foto: Ausstellungsplatz der Österreichischen Nationalbibliothek

Eine Schenkung an die ALBERTINA

 

Die Sammlung Dagmar und Manfred Chobot wird in die ALBERTINA aufgenommen. Die in der Galerie der Basteihalle bis 23. Februar 2020 gezeigte Auswahl, kuratiert von Dr. Elisabeth Dutz, ermöglicht einen ersten Einblick in die umfangreiche Schenkung.

 

Das Wirken der 1971 gegründeten Galerie Chobot und des Sammlerpaars ist eng mit der zeitgenössischen Kunst Österreichs verbunden. Der Schwerpunkt der Galerien- und Sammlertätigkeit liegt auf Papierarbeiten und Skulpturen. Gerade für die österreichische Skulptur erwarb sich die Galerie Chobot unschätzbare Verdienste, auch durch den ins Leben gerufenen Dagmar-Chobot-Skulpturenpreis.

Daneben hat das Ehepaar Chobot eine private Kunstsammlung mit musealen Werken aufgebaut. Bereits in ihren Anfängen als Sammler hatten sie eine zukünftige Übergabe an die ALBERTINA vor Augen, die nun – rund 50 Jahre später – vollzogen wurde. Dagmar und Manfred Chobot haben der ALBERTINA eine großzügige Schenkung von nahezu 800 Werken übergeben.

 

Die Schenkung enthält Werke von Herbert Brandl, Gunter Damisch, Adolf Frohner, Bruno Gironcoli, Alfred Hrdlicka, Florentina Pakosta, Arnulf Rainer, Franz Ringel, Erhard Stöbe, Erwin Wurm und Robert Zeppel-Sperl, um nur einige zu nennen.

Von Karl Anton Fleck wurde ein wesentlicher Bestandteil seines Nachlasses übergeben. Gemeinsam mit Werken der Art brut und internationaler Künstler werden durch die Schenkung Lücken in den Sammlungen der ALBERTINA geschlossen und neue Ausstellungen und Kooperationen ermöglicht.

 

Eine weitere Gelegenheit, Werke aus der Schenkung zu sehen, ist die Eröffnungsausstellung der ALBERTINA MODERN, The Beginning. Kunst in Österreich 1945 bis 1980, die am 12. März 2020 eröffnet wird.

In der Ausstellung vertretene KünstlerInnen: Sevda Chkoutova | Johann Fischer | Karl Anton Fleck | Adolf Frohner | Bruno Gironcoli | Johann Hauser | Alfred Hrdlicka | Florentina Pakosta | Franz Ringel | Erhard Stöbe | Oswald Tschirtner | August Walla | Erwin Wurm | Robert Zeppel-Sperl

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at

(JT Dez. 2019)

Fotos:

Adolf Frohner. Die Puppen, 1967/1968. Tempera, Grafit, Fotografie, PVC, Zement, Leinen, Holz montiert auf Leinen. ALBERTINA, Wien – Sammlung Dagmar und Manfred Chobot © Nachlass Adolf Frohner

Sevda Chkoutova. Dagmar Chobot und Manfred Chobot am Klopeinersee, 2007. Graphit, Pastellkreide auf Papier. ALBERTINA, Wien – Sammlung Dagmar und Manfred Chobot © Chkoutova-Muxel
Alfred Hrdlicka. Exekution, 1964. Öl, Tempera, Bleistift auf Leinwand. ALBERTINA, Wien – Sammlung Dagmar und Manfred Chobot © Stiftung Alfred Hrdlicka

Wiens neues Museum für moderne Kunst

 

Die ALBERTINA MODERN – als zweiter Standort der ALBERTINA – eröffnet im März 2020. Mit über 60.000 Werken von 5.000 Künstlerinnen und Künstlern wird sie zu den großen Museen für die Kunst der Gegenwart zählen. Wien bekommt mit der ALBERTINA MODERN ein neues Museum für moderne Kunst, in dem die Hauptwerke der Sammlung Essl und die Sammlung Jablonka der ALBERTINA gemeinsam zum Ausgangspunkt von großen Ausstellungen gemacht werden

 

Als Ort für dieses neue Museum konnte das Künstlerhaus am Wiener Karlsplatz gewonnen werden. Mit der Gründung der Künstlerhaus Besitz- und Betriebsgesellschaft verpflichtete sich Hans Peter Haselsteiner, das immer mehr dem Verfall preisgegebene, ehemals prunkvolle Ausstellungshaus des Vereins zu renovieren und nach den museologischen Vorgaben der ALBERTINA zu modernisieren.

Klaus Albrecht Schröder, Generaldirektor der ALBERTINA und ALBERTINA MODERN kann dort die Sammlungen der Gegenwartskunst besser und umfangreicher zeigen als je zuvor. Damit wird auch die Kunstgeschichte Österreichs nach 1945 einen völlig neuen Stellenwert erhalten.

 

Wenn die ALBERTINA MODERN am 12. März 2020 mit der Eröffnungsausstellung The Beginning. Kunst in Wien 1945 bis 1980 ihre Tore öffnet, wird sich die Nettoausstellungsfläche der ALBERTINA um 2.500m² vergrößert haben. The Beginning wird von Generaldirektor Klaus Albrecht Schröder gemeinsam mit einem Kuratorenteam, dem Brigitte Borchhardt-Birbaumer, Berthold Ecker, Elisabeth Dutz, Antonia Hoerschelmann und Angela Stief angehören, erarbeitet. Die Ausstellung fokussiert die für die internationale Gegenwartskunst prägende Epoche bis 1979 und präsentiert die wichtigsten Positionen österreichischer Kunst an der Schwelle zur Postmoderne.

 

(JT Dez. 2019)

Fotos:

Elke Krystufek. My Picabia, 1997. Acryl auf Stoff. Albertina, Wien. Sammlung Essl. © Elke Krystufek
Neo Rauch. Revo, Öl auf Leinwand. Albertina, Wien. Sammlung Essl. © Tal R

25 Jahre Kunsthalle Krems

 

Als internationales Ausstellungshaus des Landes Niederösterreich überzeugt die Kunsthalle Krems

am Museumsplatz 5 in Krems an der Donau (www.kunsthalle.at) seit 25 Jahren mit richtungsweisenden monografischen Präsentationen sowie hochkarätigen thematischen Überblicksausstellungen im Spannungsfeld der Kunst des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst nationaler wie auch internationaler Künstler.

 

Im Jubiläumsjahr 2020 widmet sich die Kunsthalle Krems erneut vielfältigen künstlerischen Positionen, die ein breites Spektrum der modernen bildenden Kunst abdecken.

Den Anfang machen Robin Rhodes‘ performativ-grafische Zeichnungen. Seine geometrischen Boden- und Wand-Kompositionen, bei denen der Körper im Fokus steht, zeichnen sich durch eine schillernde Vielfalt und Farbprächtigkeit aus. Die Ausstellung „Memory is The Weapon“ läuft vom 14. März bis 21. Juni.

Im Rahmen des donaufestivals wird in der Kunsthalle Krems ein multi-vokaler Film-Essay des niederländischen Künstlerkollektivs Metahaven auf eine LED-Leinwand projiziert. „Chaos Theory“ ist vom 25. April bis 21. Juni zu sehen.

Im Gegensatz dazu stehen die ort-spezifischen Arbeiten Christian Helwings. Der deutsche Künstler konzipiert eine raumbezogene Installation für die Kunsthalle Krems und die Dominikanerkirche. „(B)east!“ geht vom 11. Juli bis 1. November.

Ebenfalls vom 11. Juli bis 1. November präsentiert die Kunsthalle Krems in einer Retrospektive Skulpturen von Patricia Piccinini. In ihren Arbeiten formiert die Künstlerin Organisches und Technisches immer wieder neu.

Den Abschluss macht im Jahr 2020 Fiona Tan vom 21. November bis 14. Februar 2021. Die Künstlerin gilt als führende Protagonistin einer auf Recherche, Dokumentation und Archivarbeit basierenden Kunst, die sie vor allem in den Medien Fotografie, Film und Video installativ umsetzt.

 

(JT Dez. 2019)

Fotos:

Kunsthalle Krems, 2019, Faruk Pinjo

Robin Rhode, Piano Chair, 2011, Copyright: Courtesy of the Artist

Avantgarde an 365 Tagen des Jahres

 

Das mumok - museum moderner kunst stiftung ludwig wien – im Wiener Museumsquartier ist das größte Museum im Zentrum Europas für die Kunst seit der Moderne. Es macht die internationale und österreichische Avantgarde in ihren unterschiedlichen Facetten für alle Kunstinteressierte zugänglich.

 

Profitieren Sie als mumok Jahreskartenbesitzer von zahlreichen Angeboten und bereichern Sie Ihr Leben durch die Begegnung mit moderner und zeitgenössischer Kunst!

Die Jahreskarte um € 29 , für alle unter 27 um € 15, ist auch als Gutschein erhältlich und damit ein wundervolles Weihnachtsgeschenk.

 

Die Jahreskarten umfassen freien Eintritt zu allen mumok Ausstellungen und Veranstaltungen, Gratiseintritt in das mumok kino, Einladungen zu Eröffnungen, Sonderführungen, Diskussionen und Symposien, Zusendung des elektronischen Newsletters mit allen Terminen und 10% Preisreduktion auf alle mumok Publikationen im Shop.

Die Jahreskarte ist in Verbindung mit Ihrem Lichtbildausweis gültig und gilt ab dem Zeitpunkt des Einlösens ein Jahr lang, sie berechtigt zum uneingeschränkten Eintritt ins Museum und ins mumok kino. Barablöse ist nicht möglich.

 

Weitere Infos unter https://www.mumok.at/de/tickets

(JT 2019)

Foto: Rainer Mirau

Die Jahreskarte für 7 Museen und 365 Tage

 

Mit der Jahreskarte des Kunsthistorischen Museums Wien kann man an 365 Tagen alle sieben Museen und Standorte des KHM‘s in aller Ruhe bei mehreren Aufenthalten auf sich wirken lassen, sich Saal für Saal „erobern“ und die ganze Vielfalt der Ausstellungen genießen.

 

Die Jahreskarte um € 44 inkludiert den Eintritt in das Kunsthistorische Museum Wien, die Kaiserliche Schatzkammer Wien, die Kaiserliche Wagenburg Wien, Schloss Ambras Innsbruck, den Theseustempel, das Weltmuseum Wien und in das Theatermuseum. Sie verschafft Ihnen darüber hinaus Zutritt zu über 300 Führungen und zu allen Kunstschatz-Events. Für eine individuelle Führung stehen Ihnen Audioguides zum halben Preis zur Verfügung. In den Museumsshops erhalten Sie 10% Rabatt bei einem Einkauf ab € 10 (ausgenommen auf reduzierte und preisgebundene Waren).

Es gibt für den KHM-Museumsverband auch eine eigene Jahreskarte für 19- bis 25-Jährige um nur

€ 25.

 

Die Jahreskarte ist an den Kassen der KHM-Museen oder im Online Shop als print-at-home Variante, in digitaler Form oder als Gutschein erhältlich. Sie wird sofort beim Kauf personalisiert oder in Form eines Gutscheins ausgestellt. Kein Foto erforderlich, in Verbindung mit einem Lichtbildausweis gültig.

 

Weitere Infos unter https://www.khm.at/entdecken/angebote/die-jahreskarte/

(JT 2019)

Foto: KHM

Ein Jahr Freude an der Kunst 

Das Bank Austria Kunstforum Wien auf der Freyung in der City ist für Kunstinteressierte die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klassische Moderne und die Avantgarden der Nachkriegszeit in der Malerei geht.

Vorteile der Jahreskarte um € 35 (gültig 12 Monate ab Kaufdatum) des Kunstforums sind, dass Sie, so oft Sie wollen die Top-Ausstellungen pro Jahr ohne Anstellen an der Kassa besuchen können. Sie haben freien Eintritt bei sämlichen Rahmenveranstaltungen und öffentlichen Führungen des Kunstforums (gilt nicht bei Fremdveranstaltungen) und erhalten im Shop beim Einkauf 10 % Ermäßigung (gilt nicht auf Bücher) und Ermäßigung beim Kauf eines Ausstellungskataloges.

Bei Fragen bezüglich Versandzeiten, Spesen und Lieferung kontaktieren sie bitte Herrn Christian Szaal-Paul per email an shop@kunstforumwien.at oder per Telefon unter 01/537 33 16. Weitere Infos unter https://www.kunstforumwien.at/de/shop/28

(JT 2019)

Foto: Bank Austria Kunstforum

 

Auf direktem Weg zur Kunst

Das Belvedere in Wien vereint auf einzigartige Weise Baukunst und Kunsterlebnis. Die barocke Parkanlage mit den beiden Schlössern zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Erleben Sie die bedeutende Sammlung von Kunstwerken aus mehr als achthundert Jahren – vom Mittelalter bis heute – immer wieder neu! Lassen Sie sich von Ausstellungen am Puls der Zeit inspirieren!

Mit einer Jahreskarte haben Sie Zugang zu allen Standorten und ins Blickle Kino ohne Wartezeit.

Mit der Belvedere Jahreskarte erhalten Sie außerdem zweimal jährlich das exklusive Belvedere Kunstmagazin sowie das Journal 21, die Publikation für zeitgenössische Kunst, kostenlos zugesandt.

Dies alles macht die Belvedere Jahreskarte zum idealen Geschenk für Kunstinteressierte! Auf Wunsch wird sie auch im exklusiven Geschenkkuvert verpackt.

Es gibt 3 verschiedene Tickets, die Jahreskarte um € 39, die Jahreskarte Plus, inkludiert eine Begleitperson um € 69 und die Jahreskarte U26 für alle unter 26 Jahren um € 25.

Bestellungen unter https://www.belvedere.at/jahreskarte#DasperfekteGeschenk-1377

(JT 2019)

Illustrationen: Belvedere

1 Jahr KunstGenuss!

 

Mit einer Mitgliedschaft der Freunde der Albertina genießen Sie 1 Jahr die ALBERTINA ohne Wartezeiten an der Kassa und eine inspirierende Zeit voller Kunst und Kultur. Es erwarten Sie exklusive Führungen, Vorträge, Previews und Ermäßigungen im Museumsshop.

 

Weitere Informationen unter www.albertina.at/freunde-der-albertina/

(JT 2019)

Foto: Albertina

Perfekt für KunstLiebhaber

 

Die Jahreskarten des Leopold Museums in Wien bieten 1 Museum – 7 Ebenen – 1 Jahr KunstGenuss! Man kann aus drei Kategorien mit jeweils 10 Vorteilen wählen.

Alle Karten bieten ganzjährig freien Eintritt zur weltgrößten Egon Schiele Sammlung, zur bedeutenden Sammlung der Kunst von Wien 1900, zu Hauptwerken von Gustav Klimt und mehr als vier großen Sonderausstellungen. Zusätzlich ist man zu jeder feierlichen Ausstellungseröffnung eingeladen!

 

Erhältlich sind die Tickets online unter

https://www.leopoldmuseum.org/de/besuch/tickets-preise/jahreskarten

oder an der Kassa im Leopold Museum.

 

Die Leopold Card um € 49 beinhaltet 1 Jahr freien Eintritt zu allen Ausstellungen (gültig ab Ausstellungsdatum), Welcome-Goodie-Bag, kein Anstellen an der Kasse - die Leopold Card ist das Ticket direkt ins Museum, Einladungen zu allen Ausstellungseröffnungen, kostenlose Teilnahme an allen öffentlichen Führungen, Ermäßigung für die Begleitung um € 2 auf das Vollpreisticket, Gratis Ausstellungsplakat, Audioguide zum halben Preis, 10% Ermäßigung im Shop des Leopold Museum ab einem Einkaufswert von € 15, Zusendung des Newsletters mit allen Termine.

Gegen Vorlage eines gültigen Studentenausweises unter 28 Jahre erhält man eine Student Card um

€ 28.

Die ermäßigte Leopold Card um € 34 gibt es für Senioren (ab 65 Jahren), Beschäftigungslose, Menschen mit Behinderung, Kunsthistorikerverband, Kunstvermittlerverband, Gebührenbefreite.

 

(JT 2019)

Foto: Leopold Museum

Hesse's Risiko

 

Crazy like machines, forms larger and bolder” – so beschreibt Eva Hesse (* 1936 in Hamburg; † 1970 in New York) 1965 eine Gruppe eben fertiggestellter Zeichnungen in einem Brief an ihren künstlerischen Weggefährten Sol LeWitt. Sie bezieht sich dabei auf ihre sogenannten „mechanischen Zeichnungen“, die Details von technischen Apparaturen abzubilden scheinen und zugleich auf irritierende Weise körperhaft anmuten – als gewänne man Einblick in die Komponenten und Prozesse eines rätselhaften maschinellen Organismus

 

Dem grafischen Werk von Eva Hesse widmet das mumok nun erstmals in Österreich eine eigene Ausstellung „Forms Larger and Bolder“. Zu sehen ist bis 16. Februar 2020 eine Auswahl von 70 Arbeiten auf Papier aus dem Allen Memorial Art Museum am Oberlin College, Ohio, wo sich auch die Eva Hesse Archives befinden.

Der Begriff der „riskanten Formen“, den die Künstlerin in ihrem Brief an LeWitt prägt, kann dabei als Leitgedanke für ihr gesamtes zeichnerisches Oeuvre gelten: Von den ersten figurativen Studien von Mitte der 1950er-Jahre bis hin zu den letzten, die bildhauerische Produktion begleitenden Skizzen von 1970 wird anschaulich, wie Hesse im Bekannten, Erlernten und Gesehenen stets das noch nicht Gedachte, Erprobte und Gefühlte aufzuspüren suchte

 

Manuela Ammer (Kuratorin, mumok) und Barry Rosen (Estate of Eva Hesse) mit Andrea Gyorody (Assistenzkuratorin, Allen Memorial Art Museum) kuratieren die Ausstellung, die vom Nachlass von Eva Hesse und Hauser & Wirth in Zusammenarbeit mit dem Allen Memorial Art Museum, Oberlin College, initiiert wurde. Es gibt eine Begleitpublikation zur Ausstellung, Eva Hesse: Oberlin Drawings, verlegt von Hauser & Wirth Publishers.

 

Weitere Informationen unter www.mumok.at

(JT Nov. 2019)

Fotos:

Eva Hesse, No title, 1964, Collage, gouache, watercolor, color pencil, and graphite on paper
18 ¹∕₁₆ × 12 ¾ in., 45.9 × 32.4 cm, Allen Memorial Art Museum, Oberlin College, Oberlin, OH. Gift of Helen Hesse Charash, 1983.106.4 © The Estate of Eva Hesse. Courtesy Hauser & Wirth

Eva Hesse, No title, 1963, Gouache, watercolor, india ink, and crayon on paper
25 ³∕₁₆ × 25 ¹⁵∕₁₆ in., 64.0 × 65.9 cm, Allen Memorial Art Museum, Oberlin College, Oberlin, OH. Gift of Helen Hesse Charash, 1983.109.4 © The Estate of Eva Hesse. Courtesy Hauser & Wirth

Eva Hesse, No title, 1960, Gouache, india ink, and ink on paper 13 ⅝ × 10 ⁹∕₁₆ in., 34.6 × 26.8 cm

Allen Memorial Art Museum, Oberlin College, Oberlin, OH. Anonymous Gift to the Eva Hesse Archives, 1982.105.44 © The Estate of Eva Hesse. Courtesy Hauser & Wirth

Das Beste kommt zum Schluss!

 

Das i-Tüpfelchen auf dem wahrlich nicht uninterresanten AusstellungsAngebot 2019 in Wien liefert das Leopold Museum im Wiener MQ mit der fantastischen Ausstellung „Deutscher Expressionismus – Die Sammlungen Braglia und Johenning“, die bis zum 20. April 2020 zu sehen ist.

 

41 Ölgemälde und 70 Arbeiten auf Papier wurden von Kurator Ivan Ristic aus der Fondazione Gabriele e Anna Bragila, Lugano und der Renate und Friedrich Hohenning-Stiftung aus Nordrhein-Westfalen ausgewählt und in der Schau genial gehängt.

Ergänzend werden einige Werke aus weiteren Sammlungen gezeigt, darunter Bilder der Nolde Stiftung Seebüll, des Leopold Museums und der Privatsammlung Leopold.

 

Der Expressionismus ist eine KunstRebellion zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Jenseits der akademischen Tradition bannten junge Rebellen aus der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ Seelenlandschaften auf die Leinwand. Der Umkreis der Herausgeber des Münchner Almanachs „Der Blaue Reiter“ setzte auf die Kraft der subjektiven Empfindung.

 

Den Farben kam bei der impulsiven Malweise der Künstler eine entscheidende Rolle zu. Ob grell leuchtend oder dämmrig und trüb, sie bestimmen die Bilddramaturgie der Werke des Deutschen Expressionismus, die eine unglaubliche suggestive Sogwirkung auf den Betrachter haben. Heute noch immer berühmte Künstlerinnen und Künstlerpaare prägten diesen malerischen Farbengarten!

 

In der Ausstellung werden Werke von Marianne von Werefkin und ihrem langjährigen Lebensgefährten Alexej von Jawlensky gezeigt, vertreten sind auch Gabriele Münter und ihr Partner Wassily Kandinsky, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde, Max Pechstein, Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, August Macke, Franz Marc, Paul Klee und Lionel Feininger sowie Max Liebermann, Lovis Corinth, Christian Rohlfs, Karl Schmidt-Rottluff, Otto Mueller und Heinrich Campendonk.

Einfach das Who is who des Deutschen Expressionismus.

 

Weitere Informationen unter www.leopoldmuseum.org

Kuratorenführungen am 5. Dezember 2019, 23. Jänner und 19. März 2020, jeweils um 18.30 Uhr.

(JT Nov. 2019)

Fotos:

ALEXEJ VON JAWLENSKY, Heilandsgesicht: Seelische Melodie, 1922 © Renate und Friedrich Johenning Stiftung, Foto: Linda Inconi-Jansen

EMIL NOLDE , Sommergäste, 1938–1945 © Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Christoph Münstermann © Nolde Stiftung Seebüll

GABRIELE MÜNTER, Elmau, o.D. © Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Christoph Münstermann © Bildrecht Wien, 2019

LYONEL FEININGER, Mann vor hohen Felsen, 1913 © Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Christoph Münstermann © Bildrecht Wien, 2019

MARIANNE VON WEREFKIN, Die Allee (L’Allée ), um 1917 © Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Roberto Pellegrini

WASSILY KANDINSKY, Murnau – Zwei Häuser, 1908 © Fondazione Gabriele e Anna Braglia, Lugano, Foto: Christoph Münstermann 

Plakate pflastern unser Leben

 

Bis 1. März 2020 zeigt das MAK in Kooperation mit dem Verein 100 Beste Plakate e. V. im Kunstblättersaal am Stubenring 5, 1010 Wien, die Ausstellung

„100 BESTE PLAKATE 18. Deutschland. Österreich. Schweiz“.

 

Der klassische Werbeträger behauptet sich im Sinne der Wahrnehmung im öffentlichen Raum und ist nach wie vor eine beliebte Spielwiese für Gestalter: Insgesamt 2 353 Plakate gingen beim Verein 100 Beste Plakate e. V. beim Wettbewerb ein.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden heuer bereits zum 14. Mal im MAK präsentiert und vereinen studentische Projekte gleichermaßen wie Arbeiten etablierter Grafikdesigner und Werbeagenturen.

Die 100 prämierten Plakate wurden von einer internationalen Fachjury, bestehend aus den renommierten Gestalterinnen Anette Lenz (Paris, Vorsitz), Anna Haas (Zürich), Astrid Seme (Wien), Johanna Siebein und Andrea Tinnes (beide Berlin) ausgewählt.

Nach Ländern gliedern sich die Sieger-Plakate und -Plakatserien in 42 aus Deutschland, 54 aus der Schweiz und 4 aus Österreich.

Die vier österreichischen Gewinnersujets lassen sich allesamt in der Reihe der Produktplakate verorten: Lukas Fliszar und Jonas Minnig vom Atelier 101 gingen mit ihrem Plakat zum Film Nevrland in den Bewerb. Nicht ohne Grund erscheint das Plakat im Katalog (304 Seiten, Verlag Kettler, Dortmund 2019, erhältlich im MAK Design Shop um EUR 30,80) an der prominenten ersten Stelle.

 

Die Gewinnerplakate des Wettbewerbs gehen auch heuer als Neuzugänge in die MAK Kunstblättersammlung ein.

Weitere Infos unter www.mak.at

(JT Nov. 2019)

Fotos:

Atelier: 101. Grafik: Lukas Fliszar, Jonas Minnig. Nevrland. Auftraggeber: ORBROCK Filmproduktion GmbH. Druck: Onlineprinters GmbH. Drucktechnik: Digitaldruck. Österreich.

© 101/100 Beste Plakate e. V.

Grafik: Claude Kuhn. Mitarbeit: Mark Hohn (Datenaufbereitung). Tierpark Bern. Auftraggeber: Tierpark Bern. Druck: Serigraphie Uldry AG. Drucktechnik: Siebdruck. Schweiz.
© Kuhn/100 Beste Plakate e. V.

Atelier: Studio Es. Grafik: Verena Panholzer (Art Direction), Paul Katterl (Design), Carina Stella (Design) unter Verwendung einer Illustration von Bráulio Amado. Fine / Medium / Coarse

PURPUR, Austrian Alpine Salt. Auftraggeber: PURPUR Salt. Druck: PerfectCut.at. Drucktechnik: Digitaldruck. Österreich
© Studio ES/100 Beste Plakate e. V. 

Japan im MAK

 

 

Anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der österreichisch-japanischen Freundschaft widmet sich die Ausstellung KUNIYOSHI + Design und Entertainment im japanischen Farbholzschnitt im MAK DESIGN LAB bis 16. Februar 2020 der Spätzeit des Ukiyoe.

Im Zentrum der Schau steht einer der wichtigsten und innovativsten Künstler des 19. Jahrhunderts, Utagawa Kuniyoshi (1797–1861). Ausgewählte Blätter aus der umfassenden Farbholzschnitt-Sammlung des MAK zeigen seine Arbeiten gleichsam als kreative Antwort auf die großen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen Japans im 19. Jahrhundert. Thematisiert wird auch die Zusammenarbeit Kuniyoshis mit zeitgenössischen Künstlern wie Hiroshige und Kunisada sowie seine Wirkung auf Thematik und Stil der nachfolgenden Generationen zur Meiji-Zeit. In acht Kapiteln wird das vielfältige und innovative Werk Kuniyoshis dargestellt.

 

Zeitgleich rocken Kiss, Iron Maiden und David Bowie in der MAK GALERIE die Ästhetik des Ukiyoe: Die Ausstellung UKIYOENOW Tradition und Experiment eröffnet neue Dimensionen in der zeitgenössischen Auseinandersetzung mit der japanischen Kunstform und stellt die Frage, inwiefern die unterschiedlichen Produktionsformen – traditionelles Handwerk und digitaler Print – sowie der neue Kontext der globalen/transnationalen Popkulturen sich auf die Weiterentwicklung des Ukiyoe auswirken.

Erstmals in Europa werden Arbeiten von Masumi Ishikawa (geb. 1978 in Tokyo), Megumi Ōishi (geb. 1985 in Shizuoka) und Andrew Archer (geb. 1986 in Auckland) präsentiert, die Motive aus Popkultur und Sport in die Ästhetik des Ukiyoe übersetzen. Sie stehen für die Erneuerung der Bildsprache der Edo-Zeit und sind Wegbereiter der Globalisierung japanischer Kunst. Waren Thema, Stil und Technik des Ukiyoe bis ins frühe 20. Jahrhundert spezifisch japanisch, so ist hundert Jahre später daraus eine Kunstsprache geworden, der sich Künstler weltweit bedienen. Sowohl Ishikawa als auch Archer greifen auf traditionelle Motive und Techniken des japanischen Farbholzschnitts zurück, thematisieren jedoch die globale Musik- und Sportwelt.

 

Weitere Infos unter www.mak.at

(JT Okt. 2019)

Fotos:

Utagawa Kuniyoshi, Der Geist von Asakura Tōgo, 1851, © MAK/Georg Mayer

Utagawa Kuniyoshi, Die Edeldame Tokiwa aus der Serie Lebensgeschichten von weisen und tugendhaften Frauen, um 1842, © MAK/Georg Mayer

Utagawa Kuniyoshi, „Glocke des Miidera-Tempels“ aus der Serie Sammlung von gestreiften weiblichen Benkeis aus den Freudenvierteln, 1843/44, © MAK/Georg Mayer

Masumi Ishikawa, Kabuki Ukiyo-e, Tokyo, 2015, Farbholzschnitt, © UKIYO-E PROJECT

Masumi Ishikawa, David Bowie Shapeshifting Comparison „Takezawa Toji“ (Diamond Dogs)
Ukiyo-e
, Tokyo, 2018, Farbholzschnitt, © UKIYO-E PROJECT

Andrew Archer, Jared Leto – 30 Seconds To Mars, 2017, Giclée-Druck, © Andrew Archer, Melbourne

Portraits von urbanen Situationen

 

Andreas Fogarasis künstlerische Arbeit richtet den Blick auf die Berührungspunkte zwischen visueller Kultur – bildender Kunst, Design, Architektur – und sozialer Realität. Wie „sieht“ Gesellschaft, Politik oder Geschichte „aus“? Die Stadt mit ihren vielfältigen Oberflächen und ihrer Dichte an Phänomenen stellt dabei einen zentralen Beobachtungsgegenstand dar. In seinen zweidimensionalen Arbeiten, Skulpturen, Installationen und Videos untersucht Fogarasi den gebauten urbanen Raum und dessen Wandel in seinen politischen, ökonomischen, kulturellen und soziologischen Dimensionen.

 

Auch die Ausstellung „Nine Buildings, Stripped“ in der Kunsthalle Wien am Museumsplatz 1, 1070 Wien, bis zum 2. Februar 2020, kuratiert von Maximilian Geymüller, fokussiert auf urbane Transformationsprozesse und deren Manifestationen in Oberflächen, die sich wiederum exemplarisch in der jüngeren Bauhistorie des Präsentationsortes spiegeln.

Fogarasis Fragmentblöcke zeigen eine dauerhafte, attraktive Unruhe – zwischen Abstraktion und Konkretion, Oberfläche und Tiefe, Vergangenheit und Gegenwart, materieller Realität und bildlicher Bedeutung.

 

Weitere Infos unter www.kunsthallewien.at

(JT Okt. 2019)

Fotos:

Andreas Fogarasi, Stripping Franz Josef Kai 51, Wien, 2019, © Andreas Fogarasi & BILDRECHT GmbH, 2019, Courtesy der Künstler

Andreas Fogarasi, Sketch 6, 2017, © Andreas Fogarasi & BILDRECHT GmbH 2019, Courtesy der Künstler, Georg Kargl Fine Arts, Wien, Vintage Galéria, Budapest & Galerie Thomas Bernard, Paris

Andreas Fogarasi, Atelieransicht, 2019, © Andreas Fogarasi & BILDRECHT GmbH, 2019, Courtesy der Künstler, Foto: Kunsthalle Wien 

Wahrheit oder Fiktion?

 

Die Queen beim Selfie, Kim Kardashian und Kanye West bei der Hausgeburt, Lady Di mit ausgestrecktem Mittelfinger und Donald Trump im Clinch mit Miss Mexiko.

Haben wir das gerade wirklich gesehen? Ganz unwahrscheinlich ist es jedenfalls nicht. In Zeiten der allgegenwärtigen Rede über „Fake News“ wird die Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion zunehmend schwieriger.

Die Arbeiten von Alison Jackson verwischen permanent die Grenzen zwischen dem gerade noch Möglichen und dem eigentlich Undenkbaren.

 

WestLicht zeigt die Fotografien der international vielfach ausgezeichneten, britischen Künstlerin (*1960) zum ersten Mal in Österreich. Rund 75 der großformatigen Prints, ergänzt um zahlreiche Videoarbeiten, sind bis 26. Jänner 2020 im Schauplatz für Fotografie in der Westbahnstraße 40, 1070 Wien, zu sehen.

 

Alison Jackson beschäftigt sich mit dem Voyeurismus der Öffentlichkeit, mit der verführerischen Macht von Bildern und dem Wunsch, ihnen Glauben zu schenken. Unterstützt von einem Team professioneller Lookalikes und mit enormem Produktionsaufwand inszeniert Jackson ihre Szenen. Ihre Arbeiten stehen dabei in der großen Tradition britischen Humors, in der schon immer klar war, dass geschmackvolle Zurückhaltung keine Kategorie von bissiger Satire ist.

Was sich die heutige Reality TV- und Homestory-geprägte Fantasie ausmalt, treiben ihre Bilder auf die Spitze. Sie geben einen grellen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn nur lange genug „Fake News“ gerufen wird: Am Ende glaubt man alles oder überhaupt nichts mehr.

 

Die Ausstellung Alison Jackson. Fake Truth ist in Zusammenarbeit mit Anke Degenhard entstanden.

Weitere Infos unter www.westlicht.com

(JT Okt. 2019)

Fotos:

Alison Jackson, Queen, Camilla, Kate, Hair Salon © Alison Jackson

Alison Jackson vor ihrer Arbeit “Diana Finger Up” © Peter Coeln 

Werke auf Papier

 

Seit Mitte der 1980er-Jahre widmen sich Florence und Daniel Guerlain gemeinsam der zeitgenössischen Zeichnung und haben sich so eine umfangreiche Sammlung mit Werken internationaler Künstler aufgebaut. Im Jahr 2012 übergaben sie einen Großteil als Schenkung an das Centre Pompidou in Paris.


Die ALBERTINA Wien präsentiert bis 26. Jänner 2020 die Highlights ihrer Sammlung in der Schau

„A Passion for Drawing. Die Sammlung Guerlain aus dem Centre Pompidou Paris“.

Die Arbeiten sind teils abstrakt und konzeptuell, bewegen sich narrativ zwischen Wirklichkeit und Fiktion, beziehen sich auf Mythologie, Kultur oder Kunstgeschichte, auf den Menschen und dessen Identität, sind gesellschaftskritisch und setzen sich mit Kategorisierungen und Systematisierungen auseinander.

 

Die Werke auf Papier stammen von den Künstlern Mark Dion, Marcel Dzama, Marcel van Eeden, Catharina van Eetvelde, Jana Gunstheimer, Erik van Lieshout, Robert Longo, David Nash, Cornelia Parker, Joyce Pensato, Chloe Piene, Pavel Pepperstein, Javier Pérez, Anne-Marie Schneider, Kiki Smith, Nedko Solakov, Renie Spoelstra, Aya Takano, Sandra Vásquez de la Horra und Jorinde Voigt.

 

Am 30. Oktober 2019 um 17.30 Uhr gibt es eine Kuratorenführung mit Elsy Lahner. Tickets sind am Tag der Führung an der Kasse erhältlich. First come, first served – begrenzte Teilnehmerzahl.

Weitere Infos unter www.albertina.at

 

Facettenreich!

(JT Okt. 2019)

Fotos:

Sandra Vasquez de la Horra, La Fresca, 2006, Donation de la Collection Florence et Daniel Guerlain, 2012 Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris © Sandra Vasquez de la Horra © Adagp, Paris

Joyce Pensato, Flying Home, 2010, Kohle auf Papier, Donation de la Collection Florence et Daniel Guerlain, 2012 Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris © Joyce Pensato © Adagp, Paris
Javier Pérez, Primigenios I–X, 2007, Aquarell und Tusche auf Papier, Donation de la Collection Florence et Daniel Guerlain, 2012 Centre Pompidou – Musée National d’Art Moderne, Paris © Javier

Pérez © Adagp, Paris 

Die Erfahrung von Zeit

 

Die Kunsthalle Wien im MuseumsQuartier zeigt bis 26. Jänner 2020 die Schau „Time Is Thirsty“.Time Is Thirsty, kuratiert von Luca Lo Pinto (Kuratorenführung am 5. Dezember 2019 um 18.00 Uhr), präsentiert eine raumgreifende Installation aus Kunst, Sprache, Duft und Sound, Artefakten und Alltagsobjekten, in der die Zeitachsen sich verschieben und gegenwärtige Vergangenheit wie spekulative Zukunft fließend ineinander überzugehen scheinen

 

Die 1990er markieren jenen Punkt in der Geschichte, in der sich der Zeithorizont krümmt und Zukunft und Vergangenheit zum Loop werden. Von da an wird es nichts mehr geben, was es in leicht anderer Form nicht schon einmal gegeben hat – wie z.B. Sportswear als High Fashion, Unisex Mode, politischer Aktivismus im Zug der globalen AIDS Krise, die Neuordnung der Welt nach dem Ende des Kalten Krieges, Mobiltelefone oder Beginn der Verbreitung des Internets.

 

Time Is Thirsty ist eine Reise durch Zeit und Raum im Medium der Ausstellung: Ein komplexes Ensemble aus heutigen Kunstwerken und solchen aus dem Gründungsjahr der Kunsthalle Wien: 1992. Im Zentrum steht die Erfahrung von Zeit, ihrer Dynamik und ihres Stillstehens, geformt durch die Manipulation von Gegenwart und Vergangenheit, Erinnerung und Wahrnehmung.

Eine von der norwegischen Künstlerin und Geruchsforscherin Sissel Tolaas komponierte Nachbildung des spezifischen Aromas von Wien 1992 wird im Ausstellungsraum versprüht. Der britische Musiker Peter Rehberg und das italienische Elektronische-Musik-Duo Vipra stellen eine Playlist zusammen, die die Ausstellung akustisch untermalt. Der Designer Fabio Quaranta wählt für die Nineties charakteristische Kleidungsstücke aus und kleidet das Besucherservice der Kunsthalle Wien ein. Im Rahmen von Time Is Thirsty wird auch die wegweisende Ausstellung Tattoo Collection teilweise reaktiviert.

Die Ausstellung zeigt auch das historische Werk Untitled (It’s Just a Matter of Time) von Felix Gonzalez–Torres. Die Plakatwand wurde ursprünglich 1992 in Hamburg ausgestellt. Der Text auf schwarzem Hintergrund ist auf Deutsch in einer weißen, gotischen Schrift, die unweigerlich mit der deutschen Geschichte verbunden ist. Die Arbeit wird während der Schau auf vierzehn kommerziellen Werbetafeln in ganz Wien installiert.

 

Künstler der Ausstellung: Xavier Aballí, Lutz Bacher, Nick Bastis, Cara Benedetto, AnnaSophie Berger, Maurizio Cattelan, Claude Closky, Die Damen, Jason Dodge, Robert Flack, Felix Gonzalez-Torres, Adam Gordon, i ready made appartengono a tutti ®, Ann Veronica Janssens, Pierre Joseph, On Kawara, La Blonde, Dorothea Lasky, Eva Marisaldi, Franco Mazzucchelli, Matthew McCaslin, Elisabeth Mercier, Eileen Myles, Fabio Quaranta, Peter Rehberg, Willem de Rooij, Georgia Sagri, Julia Scher, Heji Shin, Mladen Stilinović, Sissel Tolaas, Gavin Turk, Vipra, Chris Wilder.

 

Weitere Infos unter www.kunsthallewien.at

(JT Sep. 2019)

Fotos:

Kunsthalle Wien 2019

Maurizio Cattelan, Project 1, 1992, © der Künstler und Air de Paris 

MuseumsJuwel

 

Bereits seit 125 Jahren gibt es das Österreichische Pharma- und Drogistenmuseum. Seit 15 Jahren ist es am Standort Währinger Straße 14 in 1090 Wien beheimatet (www.drogistenmuseum.at) – ein durchaus zu feierndes Doppeljubiläum! 

In den liebevoll renovierten Räumlichkeiten im 9. Bezirk hat das Museum einen würdigen Rahmen gefunden um die Raritäten und Kuriositäten der über 10.000 Exponate und Kuriositäten wirkungsvoll zu präsentieren.

 

Die Entwicklung des Berufes „Drogist“ hat eine lebhafte Vergangenheit: Aus Quacksalbern und fahrenden Heilkünstlern, die ihre Waren gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf Jahrmärkten verkauften, entwickelte sich mit der Zeit ein geregelter Drogenhandel. Der Begriff „Droge“ war damals noch positiv besetzt. Aus den Drogenkleinhandlungen entstanden im Laufe der Zeit die Drogerien. Die Drogerie hatte die Aufgabe, Drogen (= getrocknete Kräuter, pflanzliche Arzneimittel) und Chemikalien zu vertreiben. Industriell gefertigte Markenartikel gab es praktisch noch nicht. Auch Fotografie, Farben und Lacke sowie Pflanzenschutz hatten in der Drogerie ihre Kinderstube. Drogisten sind übrigens die einzige Berufsgruppe Österreichs, die über die gesetzliche Erlaubnis verfügt, Gifte abzugeben. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Drogerie als Fachgeschäft für Gesundheit, Schönheit und Wellness, wie wir sie heute kennen. Das Personal der Fachdrogerie steht für qualifizierte Kundenberatung, die den Konsumenten hilft, sich in der Vielzahl der am Markt angebotenen Produkte zurechtzufinden.

 

Im Drogistenmuseum finden monatlich auch Vorträge von Fachleuten statt. Der Schwerpunkt liegt bei gesundheitsbezogenen Themen aus Sicht der Schul- und Alternativmedizin, Ernährung, Aromatherapie, Kräuter und Gewürze, alte Hausmittel, um nur einige zu nennen. Dazu kommen spannende Reise-Erlebnisberichte und faszinierende Vorträge des Historikers Mag. Georg Hamann. Der Museums-Vortragsraum kann auch für kleine externe Veranstaltungen gemietet werden.

Die Finanzierung des Museums erfolgt überwiegend durch Sponsoren, Einnahmen von Führungen und Vorträgen sowie Eigenleistungen der gegenwärtig 10 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind besonders zu erwähnen, denn ohne ihren Einsatz wäre ein Aufrechterhalten des Museumsbetriebes nicht möglich.

 

Der Leitgedanke im Drogistenmuseum: Alle Besucher sind herzlich willkommen! Sie sollen das Museum mit mehr Freude, Begeisterung, Wissen und dem Wunsch, wiederzukommen und das Museum weiterzuempfehlen, verlassen.(JT 2017)

Illustration: Gil Elvgren, Fotos © Drogistenmuseum, Niki Lappas

Das Werk der Künstlerin Maria Biljan-Bilger – fast vergessen, doppelt präsent

 

Als Bildhauerin, Keramikerin und Textilkünstlerin schuf Maria Biljan-Bilger (1912-1997) ein unverwechselbares Werk zwischen Archaik und Moderne. Ihr Wirken ist in der zeitgenössischen Öffentlichkeit in Vergessenheit geraten und es ist ihrem Mann, dem Architekten Friedrich Kurrent, und dem Verein der Freunde der Maria Biljan-Bilger-Ausstellungshalle in Sommerein zu verdanken, dass man die absolut großartigen, beeindruckenden Kunstwerke von Biljan-Bilger heute noch besichtigen kann – und unbedingt sollte!

 

Die Ausstellungshalle, von Kurrent an einem ehemaligen Steinbruch errichtet, in der Hauptstraße 61 in 2453 Sommerein am Leithagebirge in Niederösterreich, wo es die Künstlerin 1962 hinzog, ist vom 1. Mai bis Ende Oktober jeden Samstag, Sonntag und Feiertag von 10.00 bis 12.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr (Eintritt € 3, Kinder frei) für Besucher offen.

 

Biljan-Bilger war Mitbegründerin des Art-Clubs und hatte 1952 ihre erste Personalausstellung im legendären „Strohkoffer“, dem Wiener Ausstellungslokal des Art-Clubs, der Wiener Avantgarde. 1965 war sie Gründungsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Architektur. Von 1978 bis 1982 war sie Professorin für Keramik an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien. Im Jahr 2006 wurde in Wien-Donaustadt die Biljan-Bilger-Gasse nach ihr benannt.

Die Künstlerin erhielt 1972 den Österreichischen Kunstpreis für Bildende Kunst, 1982 das Silberne Ehrenzeichen der Stadt Wien und den Burgenländischen Kulturpreis und 1992 den Kulturpreis für bildende Kunst des Landes Niederösterreich. Ihre Ausstellungen führten sie nach Rom, Turin, Venedig, Sao Paulo, Mailand, Istrien oder München, wo sie am 1. Mai 1997 stirbt. Ihre Grabstätte ist am Ortsfriedhof in Sommerein.

 

Weitere Informationen unter www.maria-biljan-bilger.at

(JT 2017)

Fotos: www.maria-biljan-bilger.at, Margherita Spiluttini